29.06.2007
Verschickt: Fr., 29. Jun. 2007, 13:22
Norddeutsche Vermoegen Hamburg Bericht 12
Gruezi, Servus und Hallo,
nach einem kurzen Sonnenscheinintermezzo ist es heute wieder grau aber
dennoch mild. Letzte Nacht haben wir noch weiter Ost gutgemacht und fahren
nun mit dem Linksdreher weiter mit, bis wir COG45 in Richtung Shetlands
halten können. Heute Nacht wird es dann flotte 6-7 auf die Nase geben. Mit
Böen die in die 8 reichen sollen. Wir sollten aber genug Weg nach Osten
gutgemacht haben, um nicht ganz hoch ran zu müssen. Dann läuft die
Norddeutsche Vermoegen Hamburg einfach besser.
Angesichts der Wiederkehr der Farbe Grau wird die Gründung des Dachverbandes
"Grauforscher Norddeutschland - Abschnitt Hamburg" wieder in Erwägung
gezogen An der Satzung wird gearbeitet, Schriftführer, 1.-5- Vorsitzender,
Kassenwart und Vergnügungsminister sind zumindest innoffiziell bereits im
Amt. Fehlen nur noch 12 zusätzliche Crewmitglieder um auch wirklich alle
Posten besetzen zu können. Vollversammlungen finden nur nachts statt und
jedes Mitglied hat Vetorecht. Zweifel an der Beschlussfähigkeit wurden in
einer 3 stündigen Podiumsdiskussion zerstreut. Soviel dazu.
Unser Ausflug nach Osten ist im Ranking noch nicht so durchgeschlagen - war
auch nicht zu erwarten. Einige unsere A Konkurrenten mussten sich nachts
scheinbar mit flauen Winden rumärgern. Anders können wir uns einen COG von
140 bei 4kn der Snow Lion nicht erklären. Wir halten uns für ganz gut
positioniert und hoffen ein paar Plätze gut zu machen, in dem wir einfach
tiefer fahren können als manch einer weiter im Westen. Unser leichter Runner
hat die letzte Nacht nicht ganz so gut überstanden, ihn ziert jetzt ein
unschöner langer Riss. Die Reparatur ist im Gange und sieht ganz
erfolgsversprechend aus. Aber angesichts der Wetterprognosen zweifel ich
daran, dass wir ihn nochmal brauchen können. Er ist eben nur für sie
leichtere Gangart gedacht.
Derzeit sind wir dabei, das Schiff für die holprige Fahrt gen Fair Isle
vorzubereiten. Alles wird wieder seefest verstaut.
Bisher haben wir den Nordatlatik seit Point Alpha von seiner milden Seite
kennengelernt. Nun zeigt er uns eben nochmal, dass er auch anders kann. Aber
darauf sind wir vorbereitet.
Auf der Verpflegungsseite zeigt sich, das wir ausreichend kalkuliert haben.
Wir werden noch gut etwas übrig behalten. Allerdings mussten wir mit
Entsetzen feststellen, dass unsere Minikabanossis vom Aussterben bedroht
sind....naja, sie sind ausgestorben. Die in Fachkreisen auch als
"Partyschniedel" bezeichneten Würstchen wurden von der Crew so geschätzt,
dass nun keine mehr vorhanden sind. Dabei waren sie neben den Schokoriegeln
einer der wenigen Lichtblicke und ein kleiner Luxus neben dem Trekkingessen
(das aber sehr lecker ist).
Wir sind dennoch guter Dinge und arbeiten weiter daran, dass unsere Taktik
zumindest gegenüber einem Teil des Feldes aufgeht.
Es grüßen die Grauforscher
Torsten Eike Paul Sören Lena Jan Flummi Gregor Christiane und Patrick
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