HSH Nordbank blue race 2007
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Sent: Sun, 1 Jul 2007 12:57 pm
Subject: Norddeutsche Vermoegen Hamburg Bericht Nr. gefühlte 13 -

Hallo Hallo,
seit heute haben wir Land in Sicht. Heute Morgen sind mit Sonnenschein die südlichen Hebriden im NE aufgetaucht. Im NW können wir die über 400m hohe Insel St. Kilda sehen. Und ja, Handyempfang gibts auch wieder....Ring Ring hier....Ring Ring da. Wird sich aber auch bald wider legen.Wir müssen schließlich das Schiff schnell machen, damit uns windtechnisch nicht noch das Licht ausgeschaltet wird bevor wir die Hebriden hinter uns gebracht haben.
So langsam können wir auch sagen, dass unsere Südosttaktik für das Tief aufgegangen ist. In der Gruppe A bleibt es nach wie vor knapp und spannend, aber wir konnten einen Rückstand aufholen und die anderen müssen erstmal nachziehen. Ab jetzt geht es alles wieder von vorne los. Es wird gekreuzt.
Wenns nach Petrus geht, bis nach Hamburg. Wir wollen Risiko gehen und stehen bei Fair Isle mit unserem schweren Runner am Spigeschirr angeschlagen parat und warten auf ein Wunder......naja, vielleicht eher nicht.
Wir haben heute erfahren, dass die Crew der Luv mit Horst ein 11. Mitglied hat. Wir können bestätigen: Horst hat Freunde,viele Freunde und die sind alle bei uns. Die reißen Pakete auf und klauen die feinen Schokoriegel Marke "Snickers" und "Wunderbar" und lassen das Papier demonstrativ liegen, machen nie das Seewaserzulaufventil zum Klo zu und da steht dann immer alles unter Wasser. Dazu kommt: die Freunde von Horst sind Technikfeinde. Was Du vorne reparierst treten sie Dir in Deinem Rücken wieder in die Grütze.....Wenn wir einen von denen erwischen, dann.....
Windmäßig ist bei uns heute auch alles wieder ein ganz knappes Höschen. Wir müssen noch um die Hebriden rumrutschen. Dass wir für die Kreuz zu wenig Wind haben ist nicht zu erwarten. Das wird unter Deck eine laute und unangenehme Angelegenheit, wenn die Norddeutsche Vermoegen Hamburg die Geräusche einer Dampframme imitiert und jedes Schlagloch auf See lautstark mitnimmt.
An Land hört man ständig wieder die Mähr von der langen Atlantikwelle. Die mag es auch geben, aber gerade in Tiefdruckgebieten ändern sich Windrichtung und -stärke auf kleinem Raum so drastisch, dass mehrere Wellensysteme quer durcheinander laufen. Das führt zu einer unangenehmen Kreuzsee. Als wir vorgestern in der SE Flanke des Tiefs mit 10-12 kn nach Norden reachten, mischten sich in die querlaufende Windsee regelmäßig 90° versetze Wellen mit der Eigenschaft von Kantsteinen. Spätestens wenn die Norddeuscteh Vermoegen Hamburg eine solche Welle mit 12kn hinaufschoss um dann dahinter wieder ins Tal zu scheppern war unter Deck keiner mehr in seiner Tiefschlafphase.

Das ist Segeln, so wollen wir das haben, das haben wir uns ausgesucht. Die letzen Tage Kreuzen machen uns auch nicht mürbe.Wir wollen bis HH unsere Platzierung mindestens verteidigen.

Es grüßen
Torsten Eike Patrick Paul Lena Christiane Jan Flummi Sören und Gregor


Sent: Sun, 1 Jul 2007 2:56 am Subject: Norddeustche Vermögen Hamburg Bericht Nr 12-13
Hallöchen,
auf den Zwischenrankings hat sich unsere Taktik der letzen Tage mal ausgezahlt.Den Rücksatnd auf BvB, Taonga und Snow Lion haben wir aufgeholt.
Diese Schiffe fahren zwar weiter westlich, aber auch weiter nördlich. Wieviel unser Schlenker genau gebracht hat, könnne wir sehen wenn wir die Hebriden runden und auf Fair Isle zusegeln. Derzeit ist es ziemlich diesig. Seit einer knappen Stunde haben wir einen Radarkontakt und sind gerade dabei, diesen zu umfahren. Sieht ganz nach einem Fischer aus. Der heutige Tag war wieder geprägt von Basteleien. Unser GPS Antenne hat jetzt endgültig ihren Dienst versagt. Eine genauere Untersuchung zeigte, dass sie undicht ist und Feuchtigkeit aufgenommn hat.Morgen im Hellen werden wir das Kable komplett ziehen und mal sehen was sich so machen lässt. Bis dahin übernimt unser Hand GPS die Navigation. Mangels Datenkabel und externer Sromversorgung mussten wir die Kabel direkt an die Kontakte des Gerätes löten. Seitdem versorgt der kleiner Freund alle unsere Bordsysteme mit Positions- und Wegpunktdaten. Nach der Elektriküberbrückung haben wir jetzt wieder ein Kabelprovisorium quer durch das Schiff hängen. Nicht schön aber zweckmäßig.

Taktisch ist es jetzt Richtung Fair Isle relativ übersichtlich. Es wird uns wohl eine Kreuz erwischen und wir werden versuchen nicht durch jeden Gegenstrom zu fahren, den der Weg bietet.Dabei hoffen wir unsere derzeituge Position ersteinmal verteidigen zu können. Und über die Nordsee wird erstmal garnicht erst nachgedacht. An Bord ist alles wohlauf und dem Schiff gehts gut, auch wenn sich das manchmal anders anhört. Die nervigen Kleinigkeiten eben.
Pos 5636N 0914W SG 8,5 COG 35
Es grüßen
Torsten Eike Sören Flummi Jan Lena Christiane Gregor Paul und Patrick

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Segeln blindes gif
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