03.07.2007
Presseinformation HSH Nordbank blue race
Das Feld rauscht heran
Die irische „Chieftain“ kreuzte am Dienstagmittag als zweite Yacht des HSH
Nordbank blue race die Ziellinie in Cuxhaven und läuft bereits am Abend in
Hamburg ein. Die „Outsider“ wartet sanft schaukelnd im Citysporthafen auf
ihre Konkurrentin. Der Großteil der Flotte kämpft aber noch gegen widriges
Wetter und um die vorderen Plätze in der Wertung.
Hamburg, 03. Juli 2007 – Vollbärtig und abgekämpft klopfte die
internationale Crew ihrem Skipper Ger O´Rourke auf die Schulter, nachdem der
Zielschuss gefallen war. 16 Tage, 14 Stunden, 57 Minuten und vier Sekunden
hatte die irische Yacht „Chieftain“ für die 3600 Seemeilen lange Strecke von
Newport (USA) bis in die Elbmündung gebraucht. Erleichtert sprangen die elf
Jungs auf den Ponton in Cuxhaven, machten ihr Schiff fest und warfen sich
anschließend gegenseitig ins Hafenbecken. "When I go, you go", wehrte sich
der Skipper noch und nahm gleich drei Crewmitglieder mit ins Hafenwasser.
"Es ist gut hier zu sein", strahlte der 44-jährige Bauunternehmer Ger
O´Rourke. Eigentlich hatte er damit gerechnet, zwei Tage früher anzukommen,
aber an der Nordküste Schottlands müsste er sich durch ein löchriges
Windfeld kämpfen und verlor kostbare Zeit. O’Rourkes' erster Wunsch war eine
Dusche. Seine Crew freute sich über das erste Bier und fiel über eine Tüte
mit Süßigkeiten her, denn in den letzten Tagen war der Proviant knapp
geworden. Mark Tighe (29), der ständige Bootsmann der Chieftain sagte: "Es
war ein gutes Rennen, und gegen die Outsider zu segeln war knapp und
spannend bis zu den Shetland-Inseln. Lang ist es uns nicht geworden, wir
haben uns gute Geschichten auf der Kante erzählt“, so Tighe.
Kevin Trautmann aus Durban, Südafrika, hat bereits viele
Atlantiküberquerungen hinter sich, aber es war die erste innerhalb einer
Regatta. "Der Unterschied ist riesig", lacht der große Blonde. Die Betten
hätten gefehlt, die Bequemlichkeit, aber vor allem der Lärm wäre ungewohnt
gewesen. "So muss es sich anfühlen, wenn man in einem 44 Gallonenfass den
Berg hinterrollt", vergleicht er das Getöse und die Schiffsbewegungen, die
er auf Amwind-Kurs erlebt hat.
Die "Chieftain" zieht es so schnell wie möglich nach Hamburg, denn dort
warten die sauberen T-Shirts, ein richtiges Bett. Mit der Ankunft der
„Chiefs“ im Hamburger City Sporthafen wird heute, Dienstag den 3. Juli
zwischen 20.00 und 22.00 Uhr gerechnet.
Beeindruckend zeigt derzeit die „Rambler“ ihre Leistungsfähigkeit und
rauscht durchs Feld. Obwohl die 90-Fuß (27,43 Meter) lange Yacht des
Amerikaners George David in der zweiten Startgruppe eine Woche nach dem
Hauptfeld, am 23. Juni gestartet ist, liegt sie bereits an Position sechs
des Gesamtfeldes. Die „Grey Goose“ von Tobias König, der mit dem
Emissionshaus König & Cie auch als Partner das Rennen unterstützt, muss sich
sputen. Ursprünglich hatte die 16-köpfige Crew der „Outsider“ den Kampf
angesagt und wollte ebenfalls den Titel „First Ship Home“ ersegeln. Nach
Schäden an den Segeln mussten die Erwartungen aber bereits in der
vergangenen Woche zurückgeschraubt werden. Jetzt läuft es wieder ganz gut
und so heißt von Bord der Swan 82. „Wir wollen als dritte Yacht ins Ziel
kommen“. Das wird ein hartes Stück Arbeit auf den letzten Meilen, denn die
„Rambler“ ist ihnen auf den Fersen. Auch die beiden Vereinsschiffe
„Norddeutsche Vermögen Hamburg“ (segelt für den Hamburgischen Verein
Seefahrt) und „Bank von Bremen (Unterwegs für die Segelkameradschaft das
Wappen von Bremen) liefern sich ein heißes Duell auf den letzten Meilen in
der Nordsee. Meeno Schrader, der Meteorologe aus Kiel meint dazu: „Das Tief
„Winfried“ wird morgen von England seinen Weg in die Nordsee nehmen,
allerdings mit einer Schwachwindzone, die sich am Mittwoch bis Jütland
erstreckt“. Die Suche nach dem richtigen Wind wird also mühsam. Wer den
richtigen Riecher hat entscheidet sich am Mittwoch.
HSH Nordbank blue race - Die vom Norddeutschen Regatta Verein (NRV)
initiierte Regatta wird unter Mithilfe des New York Yacht Club (NYYC)
ausgerichtet. Das HSH Nordbank blue race von Newport, Rhode Island, nach
Hamburg wurde am 16. Juni 2007 in Newport (USA) gestartet. Damit die Flotte
zeitgleich in der Hansestadt ankommt, haben sich die schnellen Maxiyachten
in einer zweiten Startgruppe am 23. Juni auf den Weg gemacht. Über den
Atlantik führt die rund 3600 Seemeilen lange Strecke nördlich um
Großbritannien bis nach Hamburg, wo vom 6. bis 15. Juli ein großes HSH
Nordbank blue race Village die Segler sowie alle Besucher empfängt. Das
Rennen ist für alle Einrumpf- Hochseeyachten mit einer Länge ab 40 Fuß
(12,20 Meter) offen. Schirmherr des HSH Nordbank blue race 2007 ist Ole von
Beust, der Bürgermeister der Hansestadt Hamburg. Neben der HSH Nordbank als
Titelsponsor zählen die Mercedes Benz Niederlassung Hamburg, König & Cie,
Georgsmarienhütte Holding, hanseboot, Marinepool, sowie Holsten zu den
weiteren Partnern der Regatta. Als offizielle Charity wurde die Deutsche
Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) ernannt.
Planung der Ankunft in Cuxhaven: Das Race Committee und das Media Team sind
auch für die Ankunft der folgenden Schiffe auf Standby in Cuxhaven. Wenn Sie
an der Ziellinie dabei sein möchten, unterstützen wir Sie gerne. Das
Pressebüro, der Anleger für die Yachten und vor allem die Ziellinie befindet
sich am Steubenhöft (Lenzkai, Cuxhaven).
Für einen Platz auf einem Presseboot bitten wir um Anmeldung.
Das Pressebüro in Hamburg befindet sich im Floating House im Citysporthafen.
Herzlich Willkommen!
Weitere Informationen, der Race Tracker, sowie Fotos des Events stehen Ihnen
im Pressebereich unter www.hsh-nordbank-blue-race.com kostenlos zur
redaktionellen Nutzung zur Verfügung.
Aktuelles TV-Material ist kostenfrei bei ZAG-media erhältlich, Tel. +49 040
/429 49910, www.zag-media.de
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Mareike Guhr Stephanie Zwilling
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