08.07.2007
Presseinformation HSH Nordbank blue race
Eine schnelle Flotte
Im Stundentakt treffen die Crews der Transatlantikregatta jetzt im Ziel ein
und werden in Hamburg gebührend empfangen. Große Emotionen beim Wiedersehen
nach drei Wochen auf See. Früher als erwartet, werden bereits am Montagabend
alle Teilnehmer in Hamburg versammelt sein. Im HSH Nordbank blue race
Village feiern Segler und Besucher die Erfolge und Abenteuer mit einem
bunten Unterhaltungs-Programm.
Es hupt und tutet, laut und weit hörbar: Das Konzert kennen die Hamburger
nun schon. Wenn im City-Sporthafen die Signalhörner ertönen, ist klar: Eine
weitere Yacht aus dem Teilnehmerfeld des HSH Nordbank blue race trifft im
Hamburger City-Sporthafen ein. Peter Baumann öffnet dann regelmäßig sein
Bürofenster an der Kehrwiederspitze und begrüßt die ankommenden Crews mit
Applaus. „Die Stimmung im Hafen ist toll, viele haben im Internet
mitgefiebert und kommen an den Steg, wenn ihre Favoriten eintreffen. Und
nach einer Atlantiküberquerung haben die Segler auch einen großartigen
Empfang verdient“, meint der Hamburger. Bunt beflaggt legen die Schiffe, die
gerade 3600 harte Seemeilen im Kielwasser gelassen haben, an den Stegen im
Hamburger City-Sporthafen an. Die Strapazen auf See sind den meisten Seglern
noch ins bärtige Gesicht geschrieben. Bis zur letzten Sekunde geben die
Regattasegler alles, um eine gute Platzierung zu erkämpfen. Schlaf ist
Mangelware und für eine Rasur bleibt auf See auch keine Zeit.
Ein Team kam ganz ohne Bart ins Ziel: Die Frauencrew der „KPMG“ wurde am
Sonntag um 16.57 Uhr unter riesigem Hallo von Freunden, Bekannten, Familien
und Fans empfangen. „Ich bin schon erleichtert, Crew und Schiff heil wieder
nach Hause gebracht zu haben“, freut sich Skipperin Inken Braunschmidt (32,
aus Dortmund) „Wir sind gut gesegelt und es hat richtig viel Spaß gemacht,
wir haben uns super verstanden“. Inkens Mutter Ingrid (62) war
überglücklich, ihre Tochter heil wieder in die Arme zu schließen: „Beim
Warten habe ich die letzte Email noch mal gelesen und schon im Voraus ein
bisschen geheult. Jetzt bin ich erleichtert“. 20 Tage, 20 Stunden, 37
Minuten und 59 Sekunden brauchten die 14 Seglerinnen mit ihrer 18,60 Meter
langen Yacht für die Nordatlantikroute.
Kurz nach der weiblichen Konkurrenz traf auch die gut 17 Meter lange
„Boatmen“ im Ziel ein. An Bord fuhr Julia Erben als einzige Seglerin unter
Männern. Ein Teil der Crew hatte bereits 2003 mit der „Volksfürsorge“ den
Nordatlantik überquert. Hans Oestmann charterte diesmal die ehemalige
Whitbread-Yacht „Passage“ von Skipper Steffen Blunck und benannte sie
kurzerhand nach seiner Firma. Heilfroh war Oestmann vor allem über die gut
getimte Ankunft – gerade noch rechtzeitig kam der Hamburger ins Ziel, um am
Sonnabend seinen 36. Geburtstag zu feiern.
„Wir sind nicht die Sieger, aber es war trotzdem eine sportliche
Veranstaltung“, freut sich Skipper Steffen Blunck (43) aus Hamburg. „Es war
anstrengend und zäh zum Schluss. Aber das Team war wunderbar. Mit so einer
Truppe würde ich das wieder machen“, lobt Blunck seine Crew, die aus einer
bunten Mischung an Seglern, die sich vorher kaum kannten, zusammenwuchs.
Sportlich bis zum Schluss segelte die Crew der "Iskareen" unter Spinnaker
bis in den Hamburger City-Sporthafen. Im traumhaften Abendlicht wurde die
Swan 45 der Hamburger Familie Bruhns am Sonnabend im Zielhafen empfangen. An
Bord war Vater Reemt Bruhns für die Navigation und somit für den richtigen
Kurs verantwortlich. Mit 75 Jahren segelte er als ältester Teilnehmer des
HSH Nordbank blue race mit.
Nur zwei Minuten nach berechneter Zeit fehlten der 17-köpfigen „Bon
Bon“-Crew zum zweiten Platz im Gesamtklassement. Derzeit liegt der Maxi von
Eigner Johann-Stefan Reith, der bereits als „Morning Glory“ erfolgreich
unter Eigner Hasso Plattner segelte, auf Gesamtrang drei hinter der
„Rambler“ und der „Outsider“.
Jens Kellinghusen (59, aus Hamburg) ging mit seiner IMX 45 „Varuna“ bereits
zum zweiten Mal an den Start der Nordatlantikregatta. „Das Rennen hat viel
Spaß gemacht und war anspruchsvoller als 2003, weil die Wetterbedingungen so
unterschiedlich waren. Wir hatten von allem etwas dabei. Sturm, Flaute,
ständig wechselnde Windrichtungen“, berichtet der Hamburger. „Ich bin mit
einer sehr jungen Crew gefahren, ein tolles Team mit viel Einsatz. Einer
unserer Spinnaker ist kurz vor Point Alpha total zerfetzt und ich dachte,
der ist hin, aber er wurde über Nacht wieder zusammengeflickt“.
Heinke Böhnert hat vor allem der „Luv“ von Skipper und Eigner Heiko Tornow
aus Buxtehude die Daumen gerückt. An Bord segelte ihr Mann Freddy als
Wachführer und erkämpfte in der internen Wertung der drei baugleichen
Yachten vom Typ X-482 den ersten Platz gegen die Konkurrenten „Haspa
Hamburg“ und „Seeadler“. Mitten in der Nacht wurde die „Luv“ stürmisch am
Ziel in Cuxhaven begrüßt. Heinke Böhnert war natürlich dabei. Aber bereits
vor dem Start sammelte die Hamburger Künstlerin in Newport Impressionen zum
HSH Nordbank blue race. Im Race Village an der Kehrwiederspitze sind nun
ihre daraus entstandenen Werke zu sehen. Die Malerin, die phantasievoll
verschiedenste Materialien vom Segeltuch bis zur Gemüsepackung in ihre Werke
einarbeitet, zeigt Segelmotive, die teilweise einen direkten Themenbezug zum
Transatlantikrennen haben. Ausgestellt sind die Bilder im Race Club, im
Infozelt und in der Vip-Lounge des HSH Nordbank blue race Village.
Wie die „Taonga“ musste die „Parsifal“ sich zwar wegen Schäden aus dem HSH
Nordbank blue race abmelden. In Hamburg wurde die 54 Meter lange Luxusyacht
am Sonntag aber ebenso gebührend empfangen, wie die gewerteten Segler.
Für die fünf, noch im Rennen verbliebenen Crews heißt es jetzt: ansetzten
zum Endspurt. Für Sonntagabend sind die „Maiden“, „Albatros“ und „Peter von
Seestermühe“ in Cuxhaven avisiert. Am Montag erreichen dann mit „Charisma“
und „HSH Nordbank“ voraussichtlich die letzten beiden der 24 Yachten
umfassenden Flotte, die Ziellinie. Noch bis zum 15. Juli lädt das HSH
Nordbank blue race Village auf der Kehrwiederspitze zum mitfeiern ein.
HSH Nordbank blue race - Die vom Norddeutschen Regatta Verein (NRV)
initiierte Regatta wird unter Mithilfe des New York Yacht Club (NYYC)
ausgerichtet. Das HSH Nordbank blue race von Newport, Rhode Island, nach
Hamburg wurde am 16. Juni 2007 in Newport (USA) gestartet. Damit die Flotte
zeitgleich in der Hansestadt ankommt, haben sich die schnellen Maxiyachten
in einer zweiten Startgruppe am 23. Juni auf den Weg gemacht. Über den
Atlantik führt die rund 3600 Seemeilen lange Strecke nördlich um
Großbritannien bis nach Hamburg, wo vom 6. bis 15. Juli ein großes HSH
Nordbank blue race Village die Segler sowie alle Besucher empfängt. Das
Rennen ist für alle Einrumpf- Hochseeyachten mit einer Länge ab 40 Fuß
(12,20 Meter) offen. Schirmherr des HSH Nordbank blue race 2007 ist Ole von
Beust, der Bürgermeister der Hansestadt Hamburg. Neben der HSH Nordbank als
Titelsponsor zählen die Mercedes Benz Niederlassung Hamburg, König & Cie,
Georgsmarienhütte Holding, hanseboot, Marinepool, sowie Holsten zu den
weiteren Partnern der Regatta. Als offizielle Charity wurde die Deutsche
Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) ernannt.
Das Pressebüro mit Arbeitsmöglichkeiten in Hamburg befindet sich im Floating
House im City-Sporthafen. Herzlich Willkommen!
Weitere Informationen, der Race Tracker, sowie Fotos des Events stehen Ihnen
im Pressebereich unter www.hsh-nordbank-blue-race.com kostenlos zur
redaktionellen Nutzung zur Verfügung. Aktuelles TV-Material ist kostenfrei
bei ZAG-media erhältlich, Tel. +49 040 /429 49910, www.zag-media.de
Pressekontakt HSH Nordbank blue race
Mareike Guhr
Tel: +49 (0) 40 28 40 81 85
Fax: +49 (0) 40 28 40 81 80
Mobil: +49 (0) 170 31 09 157
Email: media@hsh-nordbank-blue-race.com
www.hsh-nordbank-blue-race.com
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