HSH Nordbank blue race 2007
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09.07.2007
Presseinformation HSH Nordbank blue race
Prov.Ergebnistabelle

Alle Schäfchen im Trockenen

Am Montag war es soweit: 22 Tage und zehn Stunden nach dem ersten Start in Newport/USA am 16. Juni haben alle Teilnehmer des HSH Nordbank blue race die Ziellinie vor Cuxhaven überquert. Bunt beflaggt liegen die Yachten nun im Hamburger City Sporthafen. „Rambler“ ist Gesamtsieger. „Outsider“, „Iskareen“ und „Peter von Seestermühe“ konnten in ihren Klassen gewinnen. Zwei von 24 Yachten mussten das Transatlantikrennen abbrechen, aber alle Teilnehmer haben die 3600 Seemeilen lange Nordatlantikroute ohne große Schäden überstanden.
Hamburg, 9. Juli - Geschafft! Alle Yachten des HSH Nordbank blue race sind im Ziel angekommen und die Ergebnisse stehen fest. Die Segler feiern beim ersten Bier im HSH Nordbank blue race Village an der Kehrwiederspitze. Bis zur großen Preisverleihung am kommenden Sonnabend bleibt Zeit, sich wieder an das Landleben zu gewöhnen. Mehr oder weniger unversehrt und ohne große Schäden kam die Flotte innerhalb einer Woche in den Hamburger Hafen. Als erste Yacht erreichte am 1. Juli die „Outsider“ von Tilmar Hansen (57) aus Kiel die Ziellinie. Als Schlusslicht segelte Constantin Claviez (44) mit seiner Swan 44 am 10. Juli um 6.42 Uhr morgens ins Ziel und nahm aus der Hand von Friedhelm Landwermann ein Modell der Kugelbake entgegen, das der Vorsitzende der Segelvereinigung Cuxhaven allen Skippern nach dem Finish überreichte.

Die Crews der Marten 49 „Taonga“ von Jochen Claussen und der 54 Meter langen „Parsifal III“ mussten wegen Schäden an den Segeln das Rennen aufgeben. Somit erreichten 22 Yachten das Ziel innerhalb der Wertung, obwohl der Nordatlantik in den vergangenen drei Wochen eine heftige Mischung aus Sturm, haushohen Wellen, Flaute und Strom sowie einen Cocktail aus verschiedensten Windrichtungen parat hielt.
In einer E-Mail an alle in Bereitschaft stehenden Rettungsstationen verkündete Wettfahrtleiter Alan Green aus London daraufhin das Ende der Wettfahrt und bedankte sich bei allen Beteiligten für die Unterstützung. Damit konnte der Brite seinen verantwortungsvollen Job vorerst beenden und den wohlverdienten, lange vermissten Schlaf nachholen. Green und ein großes Team aus ehrenamtlichen Helfern vom Norddeutschen Regattaverein waren während der Zieldurchläufe in Cuxhaven Tag und Nacht auf standby und hatten wenig Ruhe gefunden. Nun fällt die Anspannung ab und Erleichterung macht sich breit. „Alle Crews ohne schwere Verletzungen und die Yachten ohne größere Schäden wieder im Hafen zu wissen, ist ein gutes Gefühl“, so der 68-jährige Green.

Die Swan 62 „Albatros“ humpelte zwar mit einem Ruderschaden über den Parcours, aber die Crew hatte sich vorgenommen, das Rennen trotz des Handicaps zu beenden. „Wir wollten die Wettfahrt mit Stil zu Ende bringen“, sagt Eigner Manfred Kerstan (70) aus Berlin. Bei einer Kollision mit einem Wal war das Ruderblatt so stark beschädigt worden, dass es ständig bremste. „Ich dachte, der Mast kommt runter, so hat das geknallt. Ich bin schon oft über den Atlantik gesegelt, aber dass mir das ausgerechnet in einer Regatta passiert, ist ganz blöd gelaufen“, so Kerstan, der bereits zum 28. Mal den Ozean überquerte.

Noch vor dem Start hatte Peter Flügge allen Crews viel Glück gewünscht, denn der Bremer Segler büsste im Nordatlantikrennen 2003 seine „Monsun“ ein. Die Yacht war nach einer Kollision mit einem unbekannten Objekt auf dem Nordatlantik gesunken. Alle Crewmitglieder konnten ohne Verletzungen gerettet werden, aber die Erinnerung an das Unglück saß vielen Seglern in den Knochen als sie am 16. Juni an den Start zum HSH Nordbank blue race 2007 gingen. Daher war der Empfang der Segler in den vergangenen Tagen meist von Erleichterung geprägt. Die Familien, Freunde und Bekannte nahmen ihre mit Atlantikwasser gewaschenen Liebsten befreit und froh in die Arme. Ein großes Hallo gab es auch für die fröhliche Crew der „Peter von Seestermühe“. Das älteste Schiff der Regatta (Baujahr 1936) segelte auf einen hervorragenden Gesamtrang fünf und ließ damit manche moderne Yacht hinter sich. „Es waren gerade zu Anfang unsere Bedingungen“, sagt Eigner und Skipper Christoph von Reibnitz. „Bei dem anfänglichen Sturm hätte so manch anderer Mast nach seiner Mama geschrieen, aber unsere alten Holzmasten haben sich hervorragend bewährt“. Die großen Sympathieträger des Rennens kämpften bis zum Schluss um die Plätze, wurden aber kurz vor dem Ziel noch einmal ausgebremst. „Wenige Meilen vor dem Ziel sind wir ganz gemein in der Flaute hängen geblieben, das war frustrierend. Nach 22 Tagen auf See will man nur noch ankommen“, meint Crewmitglied Gerhard Rötters (61). Der Hamburger war 2003 als Chef der Mercedes Benz Niederlassung Hamburg als Titelpartner der Regatta an Land geblieben. Diesmal war er auf dem Nordatlantik mit dabei. Kerstin Tröger aus Hamburg arbeitet für den diesjährigen Titelpartner und fuhr trotz Gipsfuß bis nach Cuxhaven, um ihre Crew der „HSH Nordbank“ zu empfangen. Die 41-Jährige war auf dem Schiff in Newport an den Start gegangen, musste aber nach einigen Tagen wegen eines Unfalls von der Kanadischen Küstenwache von Bord der Luffe 48 abgeborgen werden, um ihren gebrochenen Knöchel operieren zu lassen. Sie konnte daher die Regatta nicht zu Ende segeln und empfing „ihre Jungs“ mit einem lachenden und einem weinenden Auge im Ziel.

Nach dem Vorfall hatte die Crew alles gegeben, um das Feld wieder einzuholen und schaffte es, nicht als letzte Yacht ins Ziel zu segeln. Noch kurz vor Cuxhaven konnten die Kieler und Flensburger Segler die „Charisma“ von Constantin Claviez überholen und ihnen die so genannte „rote Laterne“ übergeben. Claviez hatte mit dieser Position aber gerechnet und sah es nicht als Niederlage an, schließlich segelt der Hamburger das kleinste Schiff der HSH Nordbank blue race-Flotte. Berechnet sieht es für den professionellen Skipper daher auch nicht schlecht aus: Siebte von 22 gewerteten Yachten lautet das Ergebnis für die „Charisma“-Crew. Die „HSH Nordbank“ segelte trotz des Zwischenfalls auf Rang 17.

Alle Ergebnisse im Anhang, sowie unter http://www.hsh-nordbank-blue-race.com/175.0.html?&L=0

HSH Nordbank blue race - Die vom Norddeutschen Regatta Verein (NRV) initiierte Regatta wird unter Mithilfe des New York Yacht Club (NYYC) ausgerichtet. Das HSH Nordbank blue race von Newport, Rhode Island, nach Hamburg wurde am 16. Juni 2007 in Newport (USA) gestartet. Damit die Flotte zeitgleich in der Hansestadt ankommt, haben sich die schnellen Maxiyachten in einer zweiten Startgruppe am 23. Juni auf den Weg gemacht. Über den Atlantik führt die rund 3600 Seemeilen lange Strecke nördlich um Großbritannien bis nach Hamburg, wo vom 6. bis 15. Juli ein großes HSH Nordbank blue race Village die Segler sowie alle Besucher empfängt. Das Rennen ist für alle Einrumpf- Hochseeyachten mit einer Länge ab 40 Fuß (12,20 Meter) offen. Schirmherr des HSH Nordbank blue race 2007 ist Ole von Beust, der Bürgermeister der Hansestadt Hamburg. Neben der HSH Nordbank als Titelsponsor zählen die Mercedes Benz Niederlassung Hamburg, König & Cie, Georgsmarienhütte Holding, hanseboot, Marinepool, sowie Holsten zu den weiteren Partnern der Regatta. Als offizielle Charity wurde die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) ernannt.

Das Pressebüro mit Arbeitsmöglichkeiten in Hamburg befindet sich im Floating House im City-Sporthafen. Herzlich Willkommen!
Weitere Informationen, der Race Tracker, sowie Fotos des Events stehen Ihnen im Pressebereich unter www.hsh-nordbank-blue-race.com kostenlos zur redaktionellen Nutzung zur Verfügung. Aktuelles TV-Material ist kostenfrei bei ZAG-media erhältlich, Tel. +49 040 /429 49910, www.zag-media.de
Pressekontakt HSH Nordbank blue race Mareike Guhr Tel: +49 (0) 40 28 40 81 85 Fax: +49 (0) 40 28 40 81 80 Mobil: +49 (0) 170 31 09 157 Email: media@hsh-nordbank-blue-race.com www.hsh-nordbank-blue-race.com

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