13.07.2007
Presseinformation HSH Nordbank blue race
Ein Resümee mit Blick in die Zukunft
Während der Abschlusspressekonferenz des HSH Nordbank blue race am Freitag
wurde Bilanz gezogen und ein Ausblick gewagt. Zufriedene Segler,
Veranstalter und Partner wünschen sich eine Neuauflage der
Nordatlantikregatta.
Hamburg, 13. Juli - „Ich freue mich, dass alle heil hier sind, mit Ausnahme
von einem Gipsbein“, eröffnete Manuel Cadmus, Präsident des Norddeutschen
Regatta Vereins (NRV, Hamburg), die Abschlussbilanz mit einem schmunzelnden
Seitenblick auf die Verletzte Kerstin Tröger. Die Hamburgerin musste während
des HSH Nordbank blue race wegen einer Fußverletzung von Bord der „HSH
Nordbank“ abgeborgen werden, zeigte sich aber bereits wieder vergnügt im HSH
Nordbank blue race Village.
Die Wettfahrt ist vorbei – 3600 Seemeilen, viele Entbehrungen, aber auch
schöne Momente und große Ereignisse liegen hinter den Crews. Der
Brückenschlag zwischen New York und Hamburg scheint gelungen. Vom New York
Yacht Club war Andrew Scholtz gekommen, um den Ausklang der Regatta
mitzuerleben. Der Amerikaner hatte als Mitglied des renommierten Clubs in
Newport maßgeblich geholfen, die beiden Starts vorzubereiten. „Alle Segler
haben sich sehr gut vorbereitet und die Wettfahrt ist großartig verlaufen“,
freute sich Scholtz.
24 Hochsee-Regattayachten hatten sich am 16. und 23. Juni auf den Weg von
Newport, dem Sitz des New York Yacht Club, auf den Weg nach Hamburg in die
Heimat des Norddeutschen Regatta Vereins gemacht. Und bis auf zwei Crews,
die wegen Materialschäden aufgeben mussten, war die Regatta für alle ein
voller Erfolg.
Projektleiter Torben Knappe gab von Seiten des Organisationsteams einen
Ausblick: „Wir planen eine Neuauflage. Die genauen Eckdaten müssen aber noch
diskutiert werden. Es steckt viel Arbeit in so einem Projekt und insgesamt
waren im Organisationsteam gut 200 Leute beschäftigt. Aber es hat Spaß
gemacht und ist eine Veranstaltung mit viel Spirit geworden. Die Segler
haben alles erlebt, was man sich vom Nordatlantik so vorstellt“.
Gunter Persiehl, Kommodore des NRV, war bereits an der Transatlantikregatta
2003 intensiv beteiligt. „Wir brauchen ein neues Konzept, so dass alle
sofort sagen - wir sind wieder dabei. Eventuell ist eine zweigeteilte
Routenführung angebracht. Wir fangen jetzt an zu planen und brauchen dazu
natürlich wieder die richtigen Partner“, so Persiehl.
Von Seiten der Partner kam viel positives Echo: Gesine Dähn,
Pressesprecherin der HSH Nordbank äußerte sich begeistert: „Die Regatta war
in jeder Hinsicht ein großer Erfolg und ein unvergessliches Erlebnis. Was
mitfiebern heißt, haben wir über Wochen hinweg in der Bank erleben können.
Das Rennen war allgegenwärtiges Gesprächsthema. Es ist jetzt aber noch zu
früh, um schon zum nächsten Mal Stellung zu nehmen“, so Dähn.
Auch Tobias König vom Emissionshaus König & Cie, der mit seiner „Grey Goose“
an den Start ging, war zufrieden: „Skipper und Partner gleichzeitig zu sein,
passt fantastisch zusammen - wie ein Zweikomponentenkleber“. Ein klares
Bekenntnis zur Fortführung des Engagements war von Bekleidungspartner
Marinepool zu hören. „Wir sind wieder dabei“, ist sich Geschäftsführer
Robert Stark sicher.
Wettfahrtleiter Alan Green aus London blickte vorerst eher zurück als in die
Zukunft und zeigte sich erleichtert, dass alle Segler wohlbehalten über den
Nordatlantik gekommen sind: „Diese Regatta ist schon wegen der nördlichen
Route einzigartig und etwas ganz Besonderes. Sie ist ein toller Erfolg,
nicht nur wegen der Organisation, sondern vor allem die Eigner und Crews
haben einen fantastischen Job gemacht“. Er betonte die gute Zusammenarbeit
mit den Rettungsorganisationen.
Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) ist der
Charity Partner des HSH Nordbank blue race. „Die SAR-Dienste stehen immer im
Hintergrund bereit. Wir sehen es daher als eine große Ehre an, als Charity
Partner des HSH Nordbank blue race ausgewählt worden zu sein“, freute sich
Antke Reemts, Sprecherin der DGzRS aus Bremen.
Auch die Segler zeigten sich begeistert und waren natürlich ein wenig stolz
auf den eigenen Erfolg. Wouter Verbraak aus den Niederlanden von der
Siegeryacht „Rambler“ sprach vor allem dem Race Tracker ein großes Lob aus:
„Hochseesegeln ist im Kommen, dank des Race Trackers. Viele haben dadurch
das Rennen auch von Land aus gut mitverfolgen können“, so der Navigator.
„Auch unser Eigner George David war wirklich begeistert von der Regatta. Für
die nächste Transatlantikregatta gibt es sicher ein neues Boot“.
Als einzige Frauencrew in der Wettfahrt haben die 14 Seglerinnen auf der
„KPMG“ ein starkes Team gebildet. „Kurz vor Cuxhaven hatten wir alle das
Gefühl, auch noch weitersegeln zu können. Ich würde das gerne noch mal
machen - genau mit dieser Truppe, wir sind toll zusammen gewachsen“,
berichtete Skipperin Inken Braunschmidt. „Wir wollen mit diesem Projekt
Vorbild sein für Mädchen und Frauen und dazu animieren, mit dem Segeln
anzufangen“.
Höchst erfolgreich segelte die Mannschaft der „Peter von Seestermühe“ auf
Rang fünf der Gesamtwertung. Die 1936 gebaute Yawl von Christoph von
Reibnitz forderte viel Einsatz, da an Bord keine modernen Winschen und große
hydraulische Hilfen vorhanden sind. „Es hat eine Riesenfreude, gemacht die
Regatta zu segeln, trotz der harten Arbeit. Auf dem ersten Teilstück sind
wir voll an der Grenze gefahren. Es ist auch das erste Mal, dass wir 1000
Meilen in weniger als fünf Tagen zurückgelegt haben“, so von Reibnitz. „Aber
es reicht mir, alle vier Jahre einmal um Fair Isle zu segeln“. Der
41-jährige Skipper war bereits 2003 auf dem Nordatlantik dabei.
Die erste Atlantiküberquerung war es für Christian Stoffers, Vorschiffsmann
der Zweitplatzierten „Outsider“ von Tilmar Hansen aus Kiel. „Mit dem zweiten
Platz haben wir geliebäugelt aber das Ziel war der „First Ship home“-Titel“,
so Stoffers. „Ich würde es sofort noch einmal machen“, strahlte der
22-Jährige begeistert. Und so geht es vielen Teilnehmern des HSH Nordbank
blue race 2007.
Alle Ergebnisse, sowie unter:
http://www.hsh-nordbank-blue-race.com/uploads/media/Final_Results_HSH_BR_200
7.pdf
HSH Nordbank blue race - Die vom Norddeutschen Regatta Verein (NRV)
initiierte Regatta wird unter Mithilfe des New York Yacht Club (NYYC)
ausgerichtet. Das HSH Nordbank blue race von Newport, Rhode Island, nach
Hamburg wurde am 16. Juni 2007 in Newport (USA) gestartet. Damit die Flotte
zeitgleich in der Hansestadt ankommt, haben sich die schnellen Maxiyachten
in einer zweiten Startgruppe am 23. Juni auf den Weg gemacht. Über den
Atlantik führt die rund 3600 Seemeilen lange Strecke nördlich um
Großbritannien bis nach Hamburg, wo vom 6. bis 15. Juli ein großes HSH
Nordbank blue race Village die Segler sowie alle Besucher empfängt. Das
Rennen ist für alle Einrumpf- Hochseeyachten mit einer Länge ab 40 Fuß
(12,20 Meter) offen. Schirmherr des HSH Nordbank blue race 2007 ist Ole von
Beust, der Bürgermeister der Hansestadt Hamburg. Neben der HSH Nordbank als
Titelsponsor zählen die Mercedes Benz Niederlassung Hamburg, König & Cie,
Georgsmarienhütte Holding, hanseboot, Marinepool, sowie Holsten zu den
weiteren Partnern der Regatta. Als offizielle Charity wurde die Deutsche
Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) ernannt.
Weitere Informationen, der Race Tracker, sowie Fotos des Events stehen Ihnen
im Pressebereich unter www.hsh-nordbank-blue-race.com zur Verfügung.
Pressekontakt HSH Nordbank blue race
Mareike Guhr
Tel: +49 (0) 40 28 40 81 85
Fax: +49 (0) 40 28 40 81 80
Mobil: +49 (0) 170 31 09 157
Email: media@hsh-nordbank-blue-race.com
www.hsh-nordbank-blue-race.com
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