Olympische Spiele Athen 2004
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13.08.2004
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Super Stimmung in der deutschen Segel-Olympiamannschaft:
DSV-Präsident Dierk Thomsen hofft auf Top-Platzierungen

Athen. Für fünf deutsche Seglerinnen und drei Segler beginnen die Olympischen Spiele mit einer Qual der Wahl: Sollen sie an der Eröffnungsfeier teilnehmen oder nicht? In der Waagschale liegen einerseits die Faszination, andererseits das Risiko, am folgenden ersten Wettkampftag unausgeschlafen zu sein. Teamchef Jochen Schümann (Penzberg) hat den Crews abgeraten, setzt aber auf "Eigenverantwortlichkeit der Athleten, weil es hier schon genug Restriktionen gibt".

"Es kann zwischen Mitternacht und 5 Uhr morgens werden, bevor die Teilnehmer der Eröffnungsfeier ins Bett kommen", erklärt Schümann die Entscheidungsnot seiner Aktiven. Der dreimalige Olympiasieger ist erstmals als Teamchef und nicht als Teilnehmer olympisch im Einsatz. "Es tut ein bisschen weh", gab der 50-Jährige zu, dessen freier Führungsstil bei den sieben Frauen und zehn Männern der deutschen Segelequipe gut ankommt. Deutschlands größte Medaillenhoffnung, 49er-Steuermann Marcus Baur (Kiel), lobte: "Es macht Spaß, mit einem so kompetenten Mann wie Jochen Schümann zu arbeiten."

Schümanns erste Bewährungsprobe ist die Eröffnungsfeier. Die deutschen Segler sind in vier Disziplinen betroffen, für die am Sonnabend ab 13 Uhr der erste Startschuss fällt: 470er Männer und Frauen, Finn Dinghy und Yngling. Der 34jährige Sportsoldat Michael Fellmann (Sulzberg), zum dritten Mal in Folge bei Olympischen Spielen, hatte es mit seinem Verzicht etwas leichter, als die drei anderen Crews, die zum ersten Mal dabei sind.

470er-Steuerfrau Stefanie Rothweiler (München) bedauerte: "Wir sind traurig, dass wir nicht dabei sein können, aber man muss Prioritäten setzen." Auch die 470er-Segler Lucas Zellmer/Felix Krabbe (Berlin) sagten ab. Lediglich das Yngling-Team von Kristin Wagner (Feldafing) kann der Versuchung bislang nicht widerstehen: "Wir wollen halt gerne dabei sein, denn die Eröffnungsfeier ist ein vielleicht einmaliges Erlebnis im Leben eines Sportlers." Schümann setzt auf Kommunikation statt Konfrontation: "Wir versuchen, Kristin von allen Seiten zu beraten. Ich verstehe ihre Emotionen gut, doch es würde ja auch niemand am Tag vor dem ersten Start in die Disko gehen."

DSV-Präsident Dierk Thomsen (Hamburg), der in dieser Woche sein Team in Athen besucht, ließ sich im Seglerort Glifada bei einem gemeinsamen Abendessen in einem griechischen Restaurant von der "super Stimmung in der Mannschaft" anstecken. Der "Skipper" des Deutschen Segler-Verbandes, der nach der Eröffnungsfeier abreist, blickt optimistisch auf die kommenden beiden olympischen Wochen: "Wir könnten es mit viel Glück schaffen, in allen Disziplinen unter die Top Sechs zu segeln - das wäre fantastisch." Als größte Medaillenhoffnungen nannte Thomsen die 49er-Crew Marcus Baur/Max Groy (Kiel/Fleckeby), die Yngling-Frauenmannschaft und Europe-Seglerin Petra Niemann (Berlin).

Information/Rückfragen:
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