23.08.2004
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Versöhnlicher Olympia-Abschluss für Amelie Lux
"Wenn Mistral olympisch bleibt, dann möchte ich noch einmal zu den Spielen"
Athen, 23. August 2004. Für Amelie Lux gehen die Olympischen Spiele versöhnlich zuende. Mit zwei sechsten Rängen arbeitete sich die Silbermedaillen-Gewinnerin der Olympischen Spiele 2000 am Montag auf Platz sieben vor. Verbessern kann die 27 Jahre alte Profisurferin diese Position im letzten Rennen am Dienstag zwar nicht mehr, doch nach verpatztem Olympia-Auftakt konnte sie sich immerhin erheblich steigern. Ihr Fazit: "Mit diesem Abschluss bin ich zwar nicht glücklich, konnte mich aber am Ende gerade noch mal vor einem Misserfolg retten."
In der ersten Analyse vergleicht Amelie Lux (Kiel) ihre beiden Olympia-Einsätze: "Die zweiten Spiele sind eben anders als die ersten. In Sydney war ich damals völlig unbeschwert, habe die Medaille, obwohl sie schon zum Greifen nah war, erst einen Tag vor dem Finale richtig wahr genommen. Beim zweiten Mal sind die Erwartungen doch höher. Ich habe hier in Athen erst nach den ersten Wettfahrten meine innere Ruhe wiedergefunden. Eigentlich erst, als die Medaille schon weg war. Da ist der Druck von mir abgefallen. Und mit den Erfolgen kam dann auch mein Selbstbewusstsein wieder."
Für den dreimaligen Tornado-Weltmeister Roland Gäbler (Tinglev) und seinen Vorschoter Gunnar Struckmann dagegen war der dritte Wettfahrttag kein guter. Mit den Rängen 13 und zehn rutschte das norddeutsche Duo vom NRV Olympic Team nach sechs von elf Wettfahrten auf Platz elf zurück. "Wir sind schlecht gesegelt", räumte Gäbler ein, der sich aber an der Seite von sieben weiteren Tornado-Mannschaften bereits am Sonntag und erneut am Montag über die Beendigung von aus seiner Sicht irregulärer Rennen ärgerte. In beiden betreffenden Wettfahrten hatte es Winddreher von bis zu 180 Grad und heftige Windlöcher gegeben. Einen entsprechenden Protest der Mannschaften jedoch lehnte die Internationale Jury an beiden Tagen ab.
Marcus Baur (Kiel) und Max Groy (Fleckeby) konnten im zwölften Rennen zwar mit Rang sechs an ihre gute Auftakt-Form anknüpfen, liegen allerdings als Neunte vier Wettfahrten vor Schluss der Serie bereits 20 Punkte hinter dem Bronzeplatz.
Alexander Hagen (Hamburg) und Jochen Wolfram (Damme) fielen mit Rang 15 im einzigen Starboot-Rennen des Tages zur Halbzeit ihrer Serie auf Platz zwölf zurück.
Mistral-Surfer Toni Wilhelm ersegelte gleichzeitig mit den Rängen 20 und 21 seine beiden besten Ergebnisse in bislang zehn Rennen, ist aber insgesamt nur 29.. Teamchef Jochen Schümann lobte den jungen Kieler trotzdem: "So eine Premiere ist nicht einfach und Toni hält sich angesichts der Ergebnisse sehr gut, bleibt locker und kämpft in jedem Rennen wieder aufs Neue."
Am Dienstag sind für die 49er zwei Rennen, für die Starboote eine Wettfahrt geplant. Die Tornados und die Mistral-Surfer pausieren. Für die Surfer geht es am Mittwoch um Gold, Silber und Bronze. In beiden Disziplinen werden angesichts der engen Punktabstände spannende Finals erwartet.
ERGEBNISSE
Gesamtstand Mistral Frauen nach 10 (von 11) Wettfahrten
1. Alessandra Sensini (ITA) 27 Punkte; 2. Faustine Merret (FRA) 29; 3. Jian Yin (CHN) 32; 4. Lai Shan Lee (HKG) 39; 5. Barbara Kendall (NZL) 54; 6. Jessica Crisp (AUS) 61; 7. Amelie Lux (Kiel) 81
Gesamtstand Mistral Männer nach 10 (von 11) Wettfahrten
1. Ricardo Santos (BRA) 37 Punkte; 2. Gal Fridman (ISR) 40; 3. Nikolaos Kaklamanakis (GRE) 42; 4. Nick Dempsey (GBR) 52; 5. Przemyslaw Miarcynski (POL) 57; 6. Joao Rodrigues (POR) 70; 29. Toni Wilhelm (GER) 225
Gesamtstand Tornado nach 6 (von 11) Wettfahrten
1. John Lovell/Charlie Ogletree (USA) 20; 2. Roman Hagara/Hans-Peter Steinacher (AUT) 21; 3. Santiago Lange/Carlos Espinola (ARG) 25; 4. Olivier Backes/Laurent Voiron (FRA) 26; 5. Mitch Booth/Herbert Dercksen (NED) 26; 6. Enrique Figueroa/Jorge Hernandez (PUR) 27; 11. Roland Gäbler/Gunnar Struckmann (Tinglev/Kiel) 40
Gesamtstand Starboot nach 12 (von 16) Wettfahrten
1. Iker Martinez/Xavier Fernandez (ESP) 46; 2. Chris Draper/Simon Hiscocks (GBR) 55; 3. Rodion Luka/George Leonchuk (UKR) 55; 4. Tim Wadlow/Pete Spalding (USA) 60; 5. Thomas Johanson/Jukka Piirainen (FIN) 68; 9. Marcus Baur/Max Groy (Kiel/Fleckeby) 80
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