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73. Nordseewoche - Helgoland 2007
www.nordseewoche.org -Übersicht
03.06.2007
73. Nordseewoche 2007 - Edinburgh- Regatta
Stürmisches Jubiläum
Die Bremer Yacht „Sunbird Dry“ ersegelte den Titel „First Ship Home“ bei der
20. Helgoland-Edinburgh Wettfahrt und konnte auch berechnet den Gesamtsieg
in der ORC Wertung einfahren. Die IMS Klasse gewann Jens Nickel aus Stade
trotz angebrochener Rippe mit seiner „X-Play“ Crew. Etwas mehr als vier Tage
dauerte es, bis alle Yachten am Freitagabend das Ziel vor Schottland
erreicht hatten. Wegen des teilweise sehr stürmischen Wetters mussten neun
der 48 gestarteten Crews aufgeben.
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Edinburgh, 03.Juni 2007 – Eine Jubiläumsregatta ist etwas ganz besonderes,
und so war das Teilnehmerfeld zur 20. Helgoland-Edinburgh Regatta auch
außergewöhnlich groß. 48 Crews starteten am Pfingstmontag zur
Langstrecken-Wettfahrt um es mit der rauen Nordsee aufzunehmen. Und die hat
dann auch wieder einmal großzügig ausgeteilt. Während der 400 Seemeilen
langen Abschlusswettfahrt der diesjährigen Nordseewoche durchsegelten die
Crews Sturm bis Windstärke neun und heftige Achterbahn-Wellen, aber auch
Flaute, Nebel und Sonnenschein. Von Deutschlands einziger Hochseeinsel
Helgoland aus führte die Wettfahrt in die schottische Hauptstadt Edinburgh
am schönen Firth of Forth.
Mit stimmungsvollen Dudelsack-Melodien
verabschiedete sich die Flotte der Segler am Pfingstmontag aus dem Hafen von
Helgoland. Nach harten und abwechslungsreichen Tagen und Nächten auf See
segelte die First 44,7 „Sunbird Dry“ von Norbert Drücker aus Bremen am
Donnerstagmorgen mit Abstand als erste Yacht ins Ziel im 400 Seemeilen
entfernten Edinburgh. Erst acht Stunden später folgten die nächsten
Konkurrenten. „Wir waren gerade im Hafen als hinter uns der Wind einschlief
und die folgenden Yachten einparken mussten, da war auch ein bisschen Glück
dabei“, erzählte „Sunbird“-Crewmitglied Lars Koop (39) aus Bremerhaven, der
sich über den Sieg in der ORC Klasse freut.
Die „X-Play“ kam als dritte
Yacht in Edinburgh an und sicherte sich Platz 1 in der nach IMS gewerteten
Klasse. Und das obwohl Skipper Jens Nickel während des Sturms unter Deck der
bockenden Yacht so heftig gegen eine Tischkante geschleudert wurde, dass der
Segelmacher aus Stade den ersten Landgang gleich ins Krankenhaus machen
musste: die schottischen Ärzte prognostizierten eine angebrochene Rippe.
Freitagnachmittag erreichte mit der „Yes“ von Hans-Joachim Goldt aus Hamburg
auch die letzte Crew das schottische Festland und wurde fröhlich empfangen
mit - Dudelsackmusik.
Auch für Wettfahrt-Koordinator Jens Kohfahl hatten es
die letzten 30 Meilen durch den schottischen Fjord in sich. „Dicker Nebel
und umlaufende schwache Winde haben uns kurz vor dem Ziel erwischt“, so der
Cuxhavener, der mit seiner Nicholson 31 „Tramontane“ teilnahm und
schließlich als einer der letzten ins Ziel segelte. Berechnet wurde Kohfahl
17.
Titelverteidiger Harm Müller-Röhlck aus Bremen erreichte mit seiner neuen
„Okke“, einer Dehler 35, mit Rang 14 der ORC Klasse in diesem Jahr einen
Platz im vorderen Mittelfeld.
Die allererste Wettfahrt mit seiner frisch fertig gestellten, selbst
gebauten „Chiro First“ segelte Markus Harbort aus Bremen. Der Chiropraktiker
musste sich mit seiner 55-Fuß-Yacht zum Auftakt allerdings mit Platz 31 in
der ORC Wertung zufrieden geben.
Einige Crews verabschiedeten sich vorzeitig aus dem Rennen und segelten
nicht bis nach Edinburgh. „Chosi IV“, „Dulcibella“, „Gesa VI“, „Sinfonie
Sylt“, „Schwarze Wand“, „Luna“, „Carpe Diem“, „Lena“ und „Zampano“ meldeten
sich bei der Wettfahrtleitung ab, so dass insgesamt 39 Teams die Langstrecke
erfolgreich beendeten. Gar nicht erst starten konnte die als Favorit
gehandelte „UCA“ von Klaus Murmann. Die 26-Meter-Yacht wurde im Hafen von
Helgoland beschädigt und die Crew musste auf die Langstrecke verzichten.
Gewertet wurde die Regatta in den Klassen IMS und ORC. Alle Ergebnisse gibt
es unter www.nordseewoche.org
Trotz einiger Blessuren und kleiner Schäden an den Schiffen war die Stimmung
bestens und erreichte während der Jubiläumsfeier im Royal Forth Yacht Club
am Sonnabend ihren Höhepunkt. Die Feierlichkeiten fanden am Sonntag (3.
Juni) mit einem Empfang beim Bürgermeister ihren Abschluss und brachten
somit die 73. Nordseewoche zu Ende.
Nun steht auch der Sieger des Family Cruiser Cups fest: „Tante Schmidt“,
gesegelt von Heiko Steppat aus Husum und seiner Crew konnte sich in der
über Pfingsten gesegelten Serie vor Helgoland am Ende trotz Punktgleichheit
gegen „Andiamo“ von Peter Schiefelbein aus Bremen durchsetzen. Der Sieger
des Family Cruiser Cups, der für Regattaeinsteiger ausgeschrieben ist, kann
sich über ein Wochenende für die ganze Familie im Atoll Hotel auf Helgoland
freuen.
Aktuelle Ergebnis, nachrichten von Bord, sowie Informationen zu den
einzelnen Wettfahrten unter: www.nordseewoche.org
Aktuelles Fotomaterial steht im Pressebereich in hoch auflösender Qualität
zum downloaden bereit. Ein Zugang wird auf Anfrage gerne zugesandt.
Ansprechpartner für die Presse:
Mareike Guhr
Mobil: 0170 / 310 91 57
email: presse@nordseewoche.org
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