73. Nordseewoche - Helgoland 2007
www.nordseewoche.org -Regatta Deutschland 2007

28. Mai
73. Nordseewoche: 25. - 28. Mai 2007
Bye bye Helgoland

Vier spannende und abwechslungsreiche Tage bei bester Stimmung liegen hinter den Teilnehmern und Organisatoren der 73. Nordseewoche. Ingesamt kamen 131 Crews zur traditionellen Regatta auf die Hochseeinsel Helgoland. 50 Yachten starteten am Pfingstmontag zur Langstrecke nach Schottland. „Static Electric“ gewinnt den Nordsee-Cup.

Helgoland, 28. Mai – In diesem Jahr hatte die Nordseewoche wirklich alles zu bieten: Von leichter Brise bei Sonnenschein über Sturm und heftigen Regen bis hin zu Nebel. „Langweilig wird es zu Pfingsten auf Helgoland nie, das Wetter hält immer Überraschungen parat und die Nordseewoche stellte auch in diesem Jahr hohe Ansprüche an Crews und Material“, sagt Bernd Jörg, Organisationsleiter der Nordseewoche. „Die Stimmung auf der Insel war super und wir freuen uns besonders über das große Teilnehmerfeld zur 20. Edinburgh-Regatta“, so Jörg.

Die Wettfahrt „hanseboot Acht“ wurde am Pfingstmontagmorgen noch einmal zur Geduldsprobe. Wettfahrtleiter Stefan Lehnert hatte den Kurs verkürzt, aber wenig Wind und Gegenstrom machten die Wettfahrt zum Pokerspiel. Dabei ging es für Heiko Päsler und sein Team auf der X-36 „Static Electric“ noch einmal um alles oder nichts. Der Sieg des neu ausgeschriebenen Nordsee-Cups stand auf dem Spiel. Der Cuxhavener konnte sich dabei mit einem starken Endspurt gegen die Crew um den Bremer Christian Plump auf der Evento 46 „Beluga Sailing Team“ durchsetzen.

Für Aufmerksamkeit sorgten auch die kleinsten Boote der Serie. Erstmals starteten die nur 6,50 Meter langen Classe Mini Yachten in einer eigenen Klasse zur Nordseewoche. „Es war super neun Mitstreiter aus unserer Szene versammelt zu sehen“, sagt Henrik Masekowitz, der sich im Anschluss mit seiner „Beijamar“ auf den Weg nach Frankreich macht. Der Hamburger wird im September die Einhandregatta Mini-Transat von Frankreich nach Brasilien mitsegeln.

Nachdem am Pfingstsonntag eine kräftige Brise für spektakuläre Bilder auf der Bahn sorgte, waren am Morgen dann im Hafen emsige Vorbereitungen zu beobachten. Proviant wurde gestaut, Sicherheitschecks durchgeführt und die Navigation für die gut 400 Seemeilen lange Regatta ins schottische Edinburgh vorbereitet.

Für Florian Haufe aus Hamburg wird es die erste Edinburgh-Wettfahrt und gleichzeitig die bisher längste Regatta seines Lebens. Der 13jährige Schüler segelt auf der Lütje 48 „Mamelie“ von Jakob-Hinrich Leverkus über die Nordsee nach Schottland. „Ich freue mich auf schnelles Segeln in der Nacht. Sonnenaufgänge und -Untergänge finde ich auf See besonders toll“, so der Nachwuchssegler, der nach der Nordseetour gleich zum nächsten Segelhighlight weitertourt. „In 14 Tagen starte ich dann in Mexiko zur Nordamerikanischen Meisterschaft der Optis“, erzählt der blonde Hamburger Jung. Auch an Bord der „Mamelie“ wird Florian häufiger das Ruder in der Hand halten.









Traditionell Schlechtwetter zu Pfingsten
Der angekündigte Rekordversuch der „UCA“ von Klaus Murrmann muss leider ausbleiben, da die 26 Meter Yacht im Hafen von Helgoland beschädigt wurde. „Die im Päckchen bei uns liegenden Schiffe sind auf uns getrieben, die Fender sind weggerutscht und die UCA wurde beschädigt. Wir haben Delaminierungen im vorderen Rumpfbereich festgestellt“, berichtete Murmann enttäuscht. „Jetzt muss der Schaden erst repariert werden, es ist zu riskant mit dem Schiff zu starten“.
Murmann und sein 17-köpfiges Team hatten sich vorgenommen die etwa 400 Seemeilen in Rekordzeit zu segeln. Die bisher schnellste Zeit stellte Norbert Plambeck mit seiner „Hexe“, einer Baltic 51 im Jahr 2003 auf: Plambeck kam nach 47 Stunden und 14 Minuten ins Ziel vor Schottland.

Titelverteidiger der Edinburgh-Regatta ist Harm Müller-Röhlck mit der „Okke“. Sein Sohn, nach dem das Schiff benannt ist, erzählt: „Vor zwei Jahren sind wir noch mit unserer Drabant 33 gestartet, jetzt haben meine Eltern ein neues Schiff gekauft. Wir sind eine eingespielte Crew und bei viel Wind könnte es auch mit der neuen Dehler 35 gut für uns aussehen“, so Okke Müller Röhlck (38).


Zur besonderen Herausforderung wird die Abschlusswettfahrt der 73. Nordseewoche für Markus Harbort und seine Crew an Bord der „Chiro First“. Der Bremer hat die 55-Fuß-Yacht in fast 12.000 Arbeitsstunden selbst gebaut. „Ich habe sechs Jahre für die Fertigstellung gebraucht. Deswegen bin ich froh, nun endlich die erste Regatta segeln zu können“, erzählt der 52jährige Chiropraktiker, der die Yacht im Hühnerstall eines befreundeten Landwirtes gebaut hat.
Am Nachmittag starteten um 14.00 Uhr die Rückregatten nach Cuxhaven und Bremerhaven, bevor die große Flotte der Langstreckensegler um 16.30 Uhr an die Startlinie zur Jubiläumsregatta ging. Die Segler werden zwischen zwei und fünf Tage unterwegs sein, bis sie die Hauptstadt von Schottland erreichen.

  • 03.06.2007 - Stürmisches Jubiläum
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    Segeln blindes gif
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