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BALTIC SPRINT CUP 2008
19.07.-01.08.2008 - www.balticsprintcup.com - Regattaszene Europa 2008
Abschlußbericht
31. Oktober 2007
Baltic Sprint Cup 2008: Von der Travemünder Woche
übers Klaipeda Sea Festival nach Rønne auf Bornholm
Vierte Hochseeregatta führt über 710 Seemeilen in fünf Länder
HAMBURG. Die Pflege panbaltischer Beziehungen per Hochseeregatta war 2005
die Idee. Seitdem hat der Baltic Sprint Cup eine kleine Tradition erlangt
und steigt am 19. Juli 2008 schon zum vierten Mal.
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Auf der 48.Internationalen Bootsausstellung hanseboot wurden am Mittwoch (31. Oktober)
in Hamburg nicht nur die Ausschreibung präsentiert, sondern auch gleich die
ersten namhaften Teilnehmer. Start der vier Etappen über insgesamt 710
Seemeilen ist am ersten Tag der 118. Travemünder Woche. Der Kurs führt die
Seglerinnen und Segler übers schwedische Karlskrona nach Klaipeda in Litauen
zum Sea Festival. Von dort geht es nach Gdynia und Gdansk in Polen, wo auch
zwei Kurzwettfahrten geplant sind, bevor das Ziel am 1. August vor Rønne auf
Bornholm ausliegt.
„Das Interesse am nächsten Baltic Sprint Cup ist enorm, obwohl es noch neun
Monate hin ist“, freuen sich Regattaleiter Alan Green und Eventmanager
Henning Rocholl vom Veranstalter SAIL & RACE. Die Organisatoren zählen
bereits 28 Voranmeldungen, von denen die ersten drei auf der hanseboot das
frisch gedruckte Meldeformular ausfüllten. Das waren der Kieler Tilmar
Hansen mit der „Outsider“, Volker Andreae aus Hamburg für die „Inschallah VI
“ sowie Christopher Wuttke von der „Guts ’n Glory“ (Bückeburg).
„Wir waren bei der traumhaften Premiere 2005 dabei, als es durchs Baltikum
und Skandinavien nach Warnemünde ging, und auch im Folgejahr. Damals hatten
wir viel Spaß, aber seglerisch keine Chance“, sagte Hansen, „aber mit der
neuen ‚Outsider’ wollen wir auf dem wiederum reizvollen Kurs auch gewinnen.“
Die Elliott 52 war dieses Jahr Klassensiegerin und insgesamt Zweite bei der
Transatlantikregatta.
Mit Christopher Wuttke und dessen Unternehmen „SE Spezial-Electronic“ wurde
gleichzeitig auch der so genannte Start-up-Sponsor für den Starthafen
Travemünde vorgestellt, der die Eröffnungsparty am 18. Juli gibt. „Das
Rahmenprogramm der Baltic Sprint Cups ist seit jeher ein besonderes
Highlight der Regatta“, erklärte der Eigner und Skipper der DK 46 „Guts ’n
Glory“, „das soll auch in Zukunft so bleiben.“
Ein weiterer Höhepunkt der Social Events wird wiederum der Etappenstopp in
der litauischen Hafenstadt Klaipeda am Wochenende 26./27. Juli, denn dann
wird dort auch das große Sea Festival gefeiert. „Wir planen wieder eine
öffentliche Preisverteilung auf dem maritimen Volksfest“, so Henning
Rocholl, „denn die Begeisterung der Bevölkerung vor Ort war eine schöne
Anerkennung für die Aktiven und Motivation für die kommenden Strapazen.“
Denn die Teilstrecken des Baltic Sprint Cups zwischen 111 und 216 Seemeilen
dauern je nach Bootsgröße meist länger als 24 Stunden und damit auch nonstop
über Nacht.
Neu sind beim Baltic Sprint Cup 2008 zwei Kurzrennen, die am 27. Juli im
Golf von Gdansk stattfinden und zusammen als eine Wertungsetappe zählen. Die
polnische Tochter des Hauptsponsors, die Bank DnB NORD Polska S.A., die
jüngst mit der polnische BiSE Bank fusioniert hat, veranstaltet im Rahmen
des Events die „DnB NORD Offshore Days“. „Wir wollen einen zusätzlichen
sportlichen Aspekt hineinbringen, der die Teilnehmer in Wettfahrten um enge
Bahnmarken zeigt, wo sie ihr klassisches Segelkönnen unter Beweis stellen
müssen“, erläutert Regattadirektor Green die Idee. Im Anschluss geht es auf
die Schlussetappe zur dänischen Urlaubsinsel Bornholm, wo der „Final
Showdown“ in Rønne alle Beteiligten nach mehr als 700 Seemeilen mit der DnB
NORD-Abschlussparty und den Gesamtsieger mit einer Porzellantrophäe der Bank
belohnt.
Der vierte Baltic Sprint Cup für Yachten ab 30 Fuß (9,14 Meter) Länge und
mit mindestens vierköpfiger Mannschaft wird in zwei Divisionen
ausgeschrieben, die je nach Beteiligung in unterschiedliche Größenklassen
unterteilt werden. Das Resultat der schlechtesten Einzeletappe darf
gestrichen werden. Die Wertung für die Racer erfolgt erstmals nach IRC,
während die Cruiser-Racer weiter nach ORC Club berechnet werden. „Die
meisten internationalen Hochseeklassiker wie das Rolex Fastnet Race oder das
gerade zu Ende gegangene Rolex Middle Sea Race in Malta werden inzwischen
nach IRC gewertet“, erklärten Alan Green und Henning Rocholl die
Entscheidung, die Wasser auf die Mühlen von Volker Andreae bedeutet. „Das
System hat sich durchgesetzt und als gerechtes Handicap unterschiedlich
großer Boote bewährt“, so der Eigner und Skipper der Gesamtsiegerin von
2006, „Inschallah VI“. „Wir sind davon überzeigt, dass die Leistungen gerade
unterschiedlicher moderner Yachten mit Schwenkkiel oder Wasserballast damit
am fairsten gegenüber konventionellen Schiffen bewertet werden.“
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Fotos: Nico Krauss







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„In den drei ersten Jahren haben wir 103 Yachten in 14 verschiedenen Häfen
von neun Ostseeanrainern gesehen“, resümierten Rocholl und Green den
bisherigen Baltic Sprint Cup, „sie waren die beste Werbung für neue
Interessenten. Wir hoffen auf zahlreiche Neumeldungen.“ Erstmals wird die
Regatta in Deutschland starten, in Travemünde, wo sie in die
Großveranstaltung Travemünder Woche integriert wird. Auch in Karlskrona,
Gdynia und Rønne feiert der Event Premiere. Die Organisationsspitze
überzeugt: „Der Baltic Sprint Cup ist das Hochseehighlight im nordischen
Regattakalender 2008.“
Andreas Kling
PR Consultant
01.08.2008 - Baltic Sprint Cupper feiern Finale in Rønne mit „Sommerwein“
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