ISAF WM, Perth 2011

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München/Perth. SPORT. ISAF WM 2011. Segeln.
Zweikampf der deutschen 470er-Frauen - was ist erlaubt?

Am Freitag überschlugen sich die Nachrichten- und diverse Facebook-Seiten fast. Doch diesmal ging nicht etwa um neue sportliche Spitzenleistungen, sondern um die angeblich regelkonforme, aber unschöne Taktik, die die 470er-Frauen nicht etwa gegen Dritte und für das eigene oder nationale Weiterkommen anwendeten sondern intern und gegeneinander.

Klar war jedoch von Anfang an, wer hier gegen wen 'arbeitet' und auch das 'Warum' schien mit dem Punktestand im Gesamt-Weltcup und den möglichen Olympia-Nominierungen hinreichend erklärt. Dennoch darf man hinterfragen, ob ein Team wie GER-61, das so deutlich zurück lag, sich nur noch dadurch 'empfehlen' darf, indem es das einzige deutsche 470er-Team, das auf Platz 11 noch echte Chancen HATTE in's Medal Race zu kommen, also Tina Lutz und Susann Beucke, so derart 'ausbremsen' und (Yacht.de) "umarmen" darf, dass es dadurch fast hoffnungslos zurückfällt? Die meisten Experten und Fachjournalisten sagen alle mehr oder weniger deutlich, dass dies so, wie in den Rennen 5 bis 8 vom Team GER-21 gegen GER-61 praktiziert, auch moralisch gesehen eigentlich nicht sein darf. Aktive Beobachter, wie der Spitzensegler Philipp Buhl (Laser), zeigten sich enttäuscht und äußerten vor Ort und in Bayern ihre Kritik am Verhalten der Konkurrentinnen.

Tina Lutz(r) und Susann Beucke(li)


Fotos: www.bayernsail.de
Einige Pressestimmen und Zitate:
"Die 470er-Crew Kathrin Kadelbach und Friederike Belcher (Berlin/Hamburg) sieht ihre Olympia-Qualifikation gefährdet und versucht, die im nationalen Vergleich nur zwei Punkte zurückliegenden Rivalinnen Tina Lutz und Susann Beucke (Bergen/Kiel) von vorderen Plätzen fernzuhalten. Das Reglement gestattet solche Manöver. Kann sich keines der Teams qualifizieren, beginnt der Ausscheid bei der WM im Mai 2012 erneut." (WELT online)
"14 Nationenstartplätze für die Olympischen Spiele werden am Ende der Titelkämpfe in Perth vergeben, fünf bleiben für die WM 2012. Beim Stand Freitagabend wäre Deutschland in Perth zunächst leer ausgegangen, denn Lutz/Beucke waren zu dem Zeitpunkt nur noch 15. In der Nationenwertung. Die vielleicht moralisch fragwürdige Taktik ist durch das Reglement gedeckt - Kadelbach/Belcher bewegen sich im Rahmen des Erlaubten, soweit das bislang absehbar ist, kämpfen auf ihre Weise um den Traum von der Olympiateilnahme." (Yacht.de)
"Die Situation ist entstanden, weil Kadelbach/Belcher mit einem Frühstart in die Serie gestartet sind und dann nach zwei 25. Plätzen die Spitzenränge außer Reichweite gerieten. Ab dem fünften Rennen änderten sie daraufhin die Strategie und konzentrierten sich auf die direkten Gegnerinnen im Olympiaqualifikationsduell." (Segelreporter.com)
"Wir sind unheimlich enttäuscht, dass bei unserer Olympiaqualifikation leider komplett der sportliche Geist und die Kollegialität fehlt! Morgen ist für uns der letzte Segeltag und wir haben noch zwei Rennen zu segeln. Wir haben nun wirklich nichts mehr zu verlieren und werden alles dafür tun um auf den 18. Platz zu kommen. Da jedoch morgen, wie auch heute ,mit "Match Race Attacken" zu rechnen ist, können wir nicht versprechen ob unser Plan gelingt!! Wir geben Alles!!" (Sanni Beucke in einem offenen Brief, u.a. bei web&sail.de )
Laser-Segler Philipp Buhl: "Die Trauernachricht des Tages: Tina und Sanni sind auf Gesamtrang 20. Somit vermutlich kein Olympiaticket. Weil die nationale Konkurrenz sie nach hinten gefahren hat! Das Behindertste, das ich je gesehen hab. Kadelbach/Belcher haben bei mir an Respekt verloren - massiv!"
Patrick Follmann (470er) in München "Das ist halt manchmal so, hätte bei uns theoretisch auch passieren können - zum Glück kam es nicht so..." und Frank Weigelt, Tempest-Weltmeister: "Da gehört doch jetzt echt mal ein Machtwort her..!" - in Perth ist es jetzt bereits 09.00 Uhr morgens - viel Zeit bleibt dafür nicht. (cn)

Mit freundlichem Gruß.
BSV e.V. - Pressestelle Christopher Nordhoff Pressereferent
Georg-Brauchle-Ring 93 80992 München

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Über den BSV: Der Bayerische Segler-Verband e.V. wurde im Jahr 1946 gegründet und gehört zum BLSV (Bayerischer Landessportverband e.V., München). Im BSV sind 218 Segelvereine an 60 bayerischen Segelrevieren vom Bodensee bis Nordfranken vertreten. Den Clubs und Vereinen im BSV gehören 31.795 Mitglieder an (Stand: 30.06.11), darunter viele aktive Regattasegler. Einige der weltbesten Segler kommen aus Bayern und auch im Jahr 2011 nahmen sie an Events zwischen Buenos Aires und Hamilton Island (Australien) erfolgreich teil. Der BSV ist der drittgrößte Landesverband im Deutschen Seglerverband (DSV), Hamburg.

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