25.05.2012
Wonnewetter, Weltpremiere und Weltklasseleistungen
Ein Bilderbuchtag auf dem Bodensee:
Laurie Jury führt im Match Race Germany
Langenargen, 25. Mai 2012. Bilderbuchtag auf dem Bodensee: Sonnenschein von
früh bis spät, konstante Winde um zehn bis 15 Knoten, die Weltpremiere von
Bavarias neuem Sportboot B/one und vor allem die Weltklasseleistungen der
Profimannschaften im Match Race Germany – der zweite Regattatag im Match
Race Germany hat gehalten, was Wetterprognosen und Gastgeber bereits am
Vortag versprochen hatten. „Mehr geht nicht“, sagte Veranstalter Eberhard
Magg, „solche Tage sind ein absoluter Traum für jeden Segler, unsere Partner
und unser gesamtes Team.“
Nach 14 von 22 Durchgängen und 42 von 66 Duellen in der Vorrunde, in der
jedes der zwölf teilnehmenden Teams aus zehn Ländern einmal gegen jedes
andere segelt, lag Laurie Jurys neuseeländisches Team KiwiMatch mit sechs
Siegen bei zwei Niederlagen in Führung vor Pierre-Antoine Morvans Vannes
Agglo Sailing Team (5:1 Siege). Die Franzosen haben sich mit einer
Disqualifikation im Duell gegen Staffan Lindbergs finnisches Alandia Sailing
Team selbst um eine makellose Bilanz gebracht, als die Schiedsrichter auf
dem Wasser ihnen nach drei Penalties regelgemäß die schwarze Flagge zeigen
mussten. Gleich auf mit Morvan lag nach 14 Flights Phil Robertsons
neuseeländisches WAKA Racing Team ebenfalls mit fünf Siegen und einer
Niederlage. Die Rennen wurden am Abend noch fortgesetzt.
Weiterhin ohne einen Siegpunkt blieb bis zum frühen Abend das Hamburger
NRV Match Racing Team mit Steuermann Jan-Eike Andresen. „Wir haben heute gar
nicht schlecht gesegelt und in mehreren Begegnungen geführt. Es liegt gar
nicht so sehr an unseren Gegnern, dass wir noch ohne Sieg sind“, sagte der
30-jährige Deutsche Match Race Meister, „unsere Manöver sind einfach nicht
ganz perfekt und wir haben es einige Male selbst aus der Hand gegeben.“
Für Begeisterung an Land sorgte die Weltpremiere von Bavarias neuem
Sportboot B/one. Das zusammen mit dem renommierten Konstruktionsbüro Farr
Yacht Design entwickelte erste trailerbare Sport-Modell begeisterte die
Fachjournalisten und Besucher vor Ort. Farr Yacht Design Präsident Pat
Shaughnessy reiste aus Annapolis nach Langenargen, um Boot und Konzept
persönlich vorzustellen und sagte: „Die B/one ist eine herausragende
Kombination aus Größe, Leistung und Vielseitigkeit. Ein solches Paket für
einen solchen Preis ist weltweit einzigartig.“ Bavarias Projektmanager Peter
Meyer sagte: „Unser Ziel ist es ganz klar, die größte
Kielboot-Einheitsklasse der Welt zu werden.“ Das Boot kostet knapp unter
30.000 Euro, regattafertig mit Segeln und Trailer etwa 33.000 Euro. Die
B/one zeichnet sich durch einfaches Handling, puristisches Design, einen
günstigen Einstiegspreis und den leichten Trailer-Transport aus und soll
Brücken zwischen Jollen- und Kielbootseglern bauen.
Veranstalter Harald Thierer zog nach dem zweiten von insgesamt fünf
Wettfahrttagen im einzigen deutschen Grand Prix der Alpari World Match
Racing Tour begeistert Bilanz: „Wir hatten noch nie so viele Besucher an
einem Freitag. Und wir haben selten so viele glückliche Gesichter im
Langenargener Gondelhafen gesehen wie heute. So kann es weiter gehen. Die
Prognose für morgen spricht ganz dafür.“ Das Match Race Germany endet am
Pfingstmonat mit dem Finale am frühen Nachmittag.
Zwischenstand nach Tag 2
(nach 14 von 22 Flights in der Vorrunde)
1. Laurie Jury, NZL, Team KiwiMatch, 6 Punkte
2. Pierre-Antoine Morvan, FRA, Vannes Agglo Sailing Team, 5 Punkte
3. Phil Robertson, NZL, WAKA Racing, 5 Punkte
4. Eric Monnin, SUI, Team Okalys Corum, SUI, 5 Punkte
5. Karol Jablonski, POL/GER, Jablonski Sailing Team, 5 Punkte
6. Keith Swinton, NZL, Black Swan Racing, 4 Punkte
7. Staffan Lindberg, FIN, Alandia Sailing Team, 3 Punkte
8. Peter Gilmour, AUS, YANMAR Racing, 3 Punkte
9. Simone Ferrarese, ITA, Ferrarese Sailing Team, 3 Punkte
10. Joachim Aschenbrenner, DEN, Team Trifork, 2 Punkte
11. Björn Hansen, SWE, Hansen Global Team, 2 Punkte
12. Jan-Eike Andresen, NRV Match Race Team, Hamburg; 0 Punkte
- Ende -
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