

|

Segelferien an der Ostsee-Schärenküste Schwedens
Nävekvarn zwischen Norrköping und Oxelösund
Segelreviere Schweden
Nur 100km südwestlich von Stockholm, das man mit dem Auto in einem Tagesausflug besuchen kann, liegt im Küstengebiet zwischen Norrköping-Oxelösund-Nyköping Nävekvarn - ein kleines unbedeutendes und deshalb ruhiges Örtchen.
Segeln zwischen Schäreninseln - vom Ferienhaus aus - das ist ein besonderes Vergnügen, verbinden diese Ferien doch die Annehmlichkeiten eines gemütlichen Familienurlaubes mit den Möglichkeiten eines spannenden Küstensegelns zwischen Inseln und Untiefen, der Begegnung mit Hochseeschiffen sowie dem Erleben eines oft frischen Seewindes.
|
|
Von Hälsingborg- oder Malmö aus - fährt man auf der E4 nach Nordosten Richtung
Jönköping und Norrköping. Am Roxensee lohnt sich eine Mittagspause mit Bad.
|
|
Die Treppenschleuse des Götakanals von Berg war Anfang des 19.Jhds. eine technische Meisterleistung. Wenn man den Bootsverkehr an den Schleusen beobachtet, bekommt man vielleicht Lust auf einen Törn von der Ostsee bis zum Vänersee - oder gleich weiter bis Göteborg.
|
|
Jetzt im Juli sind die Schweden, die hier ein Ferienhaus besitzen und ein Boot liegen haben, meist in südlicgheren gefilden, sodaß wir diese Bucht praktisch für uns allein haben. Als einmal ein Ehepaar ankam, verzog es sich gleich um die ecke um uns nicht zu stören - oder selbst nicht gestört zu werden.
|
Wir haben unser Boot in der nahegelegenen kleinen Steganlage festgemacht - können allerdings hier nicht slippen , sondern erst wieder im 15sm entfernten Industriehafen von Oxelösund mit seinem großen Hüttenwerk an der Küste .
Von hier aus geniessen wir diese herrliche Küstenlandschaft bei optimalem Wetter.
|
|
|
|
Während der Jüngste im Opti vor dem Strand seine ersten Segelversuche macht und dabei auch schon mal ein Bettuch als Spinnaker ausprobiert , können die größeren auf der Hansajolle die Küste erkunden.
Dabei zeigt uns der Blick auf die obligatorische Sportbootkarte (Kungl.Sjökarteverket,Stockholm) schnell die Unübersichtlichkeit dieser Schärenküste mit ihren vielen Untiefen, an der man sich nicht allein auf den Augenschein verlassen kann sondern die eigene Position im Gewirr von Inselchen, Klippen und Untiefen jederzeit genau kennen muß.
Als unsere Schläge vor der Küste immer länger wurden, wären wir um ein Haar auf eine nur 50cm unter dem Wasser liegende Granitplatte aufgelaufen, die nur durch einen winzigen hellblauen Fleck auf der Karte verzeichnet war. Unser vorrausfahrender Opti hatte uns gewarnt.
|
|
|
|
So haben wir uns Ferien in Schweden immer vorgestellt. Unberührte heile natur, felsen und sand bis ans wasser und bunte Blumen im Gras neben einer Birke.
Hier können wir uns richtig wohlfühlen, wenn nicht gesegelt wird.
Doch einmal überraschte uns beim Segeln eine Gewitterfront, die sich plötzlich hinter uns aufgebaut hatte, und als der Regen begann, hörte der Wind auf zu blasen, und wir paddelten mit aller Kraft zurück um nicht mit einem Blitzeinschlag in den Mast Bekanntschaft zu machen.
So wurde es hier niemals langweilig - und Dorsche für den heimischen Herd konnten wir auch noch angeln - mit einem Haken am Bindfaden. Zwei Jahzre Später angelten wir dann am Bolmensee mit Profigerät.(siehe Ferienbericht - Reviere-Schweden-Segeln auf dem Bolmensee).
|
|
|
|
|
Am Ende dieser schönen Sgeltage wurden wir nocheinmal richtig gefordert, als wir das Boot nach Oxelösund überführen mußten. Es blies ein strammer Nordostwind uns dierekt auf die Nase, sodaß wir mit gerefftem groß und Fock 18 Seemeilen kreuzen mußten. Bei der Abkürzung zur Einfahrt in den Hafen von Oxelösund, dessen Fahrrinne 18m Wassertiefe hat, mußten wir mit Schlägen von 2-3 Bootslängen durch die Untiefen kreuzen und den Seglerspruch ernst nehmen:
"Wenn die Möven zu Fuß gehen, ist es zeit zum Wenden". Dann haben wir Oxelösund mit einer Krananlage erreicht und hier schmelzen die Schweden schon seit 100 Jahren Stahl aus schwedischem Erz und polnischer Kokskohle für Deutschland.
|
|
Auf der Rückfahrt mit Auto und Trailer machen wir noch einen Abstecher nach Orrefors - versteckt in den Wäldern westlich der Insel Öland. Der Umweg lohnt sich aber, weil hier internationale Künstler im Laufe von Jahrzehnten einmalige Kunstwerke der Glasbläserkunst und Glasgravur geschaffen haben.
|
Hier kann man nicht nur den Glasbläsern bei ihrer heißen Arbeit zusehen, sondern auch im Factory-Shop preiswert wunderschöne Glassachen kaufen. Im Glasmuseum sieht man moderne und traditionelle Kunstwerke, die wie diese Glasschale neun Monate Handarbeit erforderten.
Über Hälsingborg und Helsingör fahren wir an der dänischen Riviera entlang nach Kopenhagen, wo wir im Illums noch einkaufen und dann glücklich nach Hause fahren - mit dem festen Vorsatz weitere Ferienwochen mit Segelboot in Schweden zu erleben.
Siehe unsere Berichte Fahrtensegeln-Berichte
Traumreise unter Segeln
sowie unter Reviere Schweden
Segelferien am Bolmensee
|
Copyright © 1996-2014 - SEGEL.DE
|
|
|