Rockwool Germany SailGP Sassnitz: Nur eine Frage der Zeit, Sehested prognostiziert 105 km/h Rekord in Sassnitz
„Da ist noch jede Menge Luft nach oben.“
So lautet die vielversprechende Einschätzung von Nicolai Sehested, dem Piloten von ROCKWOOL Racing. Er glaubt, dass der Allzeit-Geschwindigkeitsrekord im SailGP an diesem Wochenende beim ROCKWOOL Germany Sail Grand Prix in Sassnitz pulverisiert werden könnte.
Sehested und sein dänisches Team stellten den bestehenden Rekord in der vergangenen Saison am selben Ort auf, als sie bei einer rasanten Fahrt im Auftaktrennen eine erstaunliche Geschwindigkeit von 103,93 km/h erreichten.
Da für Sassnitz erneut starker Wind vorhergesagt ist, hält Sehested eine Geschwindigkeit von 105 km/h für durchaus erreichbar.
„Wir haben nicht gezielt darauf hingearbeitet“, sagte er. „Ich weiß, dass wir oft darauf angesprochen werden, wenn wir hier in Sassnitz sind, aber ehrlich gesagt haben wir uns eher darauf konzentriert, Punkte zu sammeln.
Aber wenn sich die Gelegenheit bietet, kann man sie natürlich nutzen.“
Den Rekord zu brechen, ist alles andere als einfach. Es muss die richtige Kombination aus Wind, Winkel, Timing und Bootsgeschwindigkeit stimmen, wobei die schnellsten Läufe typischerweise nur in einem engen Zeitfenster möglich sind.
„Das Zeitfenster muss passen“, erklärte Sehested. „Man muss die erste Boje richtig ansteuern, eine gute Windböe erwischen und mit einem weiten Winkel vom oberen Ende der Startlinie kommen. Alles muss perfekt zusammenpassen, um es zu schaffen.“

Da er den F50 bei Trainingsfahrten in Sassnitz in den vergangenen Tagen bereits auf über 100 km/h beschleunigt hat, weiß Sehested genau, wozu das Boot fähig ist.
„Wenn alles passt, ist das locker drin“, sagte er. „Da war noch deutlich mehr Luft nach oben. Das Potenzial steckt in diesen Booten, und es ist nur eine Frage der Zeit, bis wir die Marke von 105 Stundenkilometern knacken.“


Diese Äußerungen folgen auf einen Vorfall, bei dem ROCKWOOL Racing vor Augen geführt bekam, wie gnadenlos Hochgeschwindigkeitssegeln sein kann: Das Team stand Anfang der Woche während des Trainings kurz vor einer dramatischen Kenterung.
Sehested erklärte, der Vorfall habe sich ereignet, als das Team mit neuen Crew-Konstellationen experimentierte, und sei schlicht auf ein missglücktes Manöver zurückzuführen gewesen.
Der Pilot bestätigte, dass er trotz einiger Prellungen und Schrammen renntauglich ist, und betonte, das Team sei bereit, beim Start des Rennens wieder voll anzugreifen.
„Wir fahren heute im Rennmodus und werden alles geben“, sagte er.
Angesichts des aktuellen Rekords von 103,93 km/h ist das Ziel klar: 105 km/h. Und laut Sehested steckt in der F50 noch jede Menge weiteres Geschwindigkeitspotenzial, das nur darauf wartet, abgerufen zu werden.

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by Will Carson

