
31.12.2004
Stimmungsvoll-realistische Marinebilder
 |
 |
Enno Kleinert - der Maler der See - hebt sich von der Künstlerschar ab, die sich mit der künstlerischen Aufarbeitung der Seefahrt befassen. Enno Kleinert - selbst schon an der Grenze der malenden Oldtimer(Baujahr 1941) - hat viele historisch berühmte Schiffe in stimmunsvoller und realistischer Malweise auf Leinwand gebannt. Sie geniessen unter Schiffseignern hohes Ansehen. In seiner neuen Galerie stellt Kleinert jetzt auch in München und damit erstmalig in Süddeutschland seine Marienmalerei aus.
 |
 |
|

29.12.2004
Nicorette gewinnt Sydney-Hobart Race
 |
 |
Nicorette überfuhr am frühen Morgen(05:10:44) nach einem stürmischen Rennen die Ziellinie in Hobart nach 2 Tagen,16h,0 min, 44 sec. Sie unterbot damit den bisherigen Rekord von Nokia(1999) um 1 Tag, 19h, 48 min, 02 sec. Skipper Ingvall hielt sich nach Querung der Bass Strait dicht unter der tasmanischen Küste - oft mit nur einem Meter Wasser unterm Kiel... Dadurch entging er den schlimmsten Wellen draussen und siegte trotz oft kleiner Besgelung und geringer Fahrt.
 |
 |
|

28.12.2004
Ellen Mc Arthur: Noch ein neuer Zeitrekord
 |
 |
Ellen Mac Arthur hat bei ihrem Rekordversuch Around-Solo-Nonstop bei Kap Leuwin mit ihrem B&Q-75ft-Trimaran den dritten Teilrekord aufgestellt.
Ushant-Equator 8d 18h 20m
Ushant-Cape of Good Hope 19d 9h 46m
Ushant-Cape Leeuwin 29d 14h 5m
Sie sucht z.Zt. bei 50 Grad Süd den kürzeren Weg und den besten Wind, muss aber auf die Eisberge südlich Neuseeland achten.
 |
 |
|

28.12.2004
Hobart: Führungs-Duo mit Schäden ausgefallen
 |
 |
Skandia fiel aus wegen Schaden an der Hydraulik des Kiels aus, Konica erlitt schweren Rumpfschaden durch Riesen-Doppelwelle. Dadurch geriet Nicorette in die Pole Position. Offensichtlich präsentieren sich die asiatischen Gewässer von ihrer häßlichen Seite.
 |
 |
|

27.12.2004
Bereits 30 Boote beim Hobart Race ausgeschieden
 |
 |
Die ersten Boote haben bereits die Bass Strait erreicht und kämpfen mit dem angesagten Sturm, der bereits weiter hinten 30 Boote zur Aufgabe zwang. Weitere 15 haben zunächst Schutz unter Land gesucht und entscheiden demnächst, ob sie weitermachen sollen.
 |
 |
|

23.12.2004
Sébastien Josse (VMI) kollidierte mit Growler
 |
 |
Nachdem Jean Le Cam’s (Bonduelle) im Abstand von 100 Metern zwischen zwei Eisbergen hindurchsegelte, hat es nun Sébastien Josse (VMI) erwischt. Ohne Anzeige durch sein Radar stieß er bei 53°46'S/176°52'E und 12-13kn Fahrt mit einem 15m langen und 1.5m hohen, etwa 20-30to schweren Growler zusammen. Sebasrtian blieb unverletzt, auch am Boot scheint kein ernsthafter Schaden entstanden zu sein.
 |
 |
|

23.12.2004
60. Sydney-Hobart Race bei Sturm ?
 |
 |
Stürmische Winde sind angesagt für das 60.Hobart Race(628nm), zu dem am 2.Weihnachtsfeiertag, 11:00GMT 117 Yachten starten. Bereits das erste Rennen begann 1945 mit einem 36-Stunden-Sturm, und immer wieder erreichten in den vergangenen Jahren Katastrophenmeldungen die Segelwelt aus der mörderischen Bass-Straight.
 |
 |
|

22.12.2004
Auch Bruno Pyron/Orange II will neuen Rekord
 |
 |
Die Jagd nach der Jule Verne Trophee für die schnellste Weltumsegelung Nonstop ohne Hilfe - mit Crew - geht in eine neue Runde. Nachdem Bruno Peyron mit der Orange I 2002 die Welt in 64 Tagen,8h umsegelte, schaffte es Olivier Kersauson mit Geronimo 2004 in 63 Tagen,13h. In der Zwischenzeit mußte Ellen Mac Arthur 2003 wegen Mastbruch ihrer Kingfisher II im Indischen Ozean aufgeben, und Steve Fossett schaffte es zwar 2004 in sagenhaften 58 Tagen, 9h - wurde aber wegen Regelwidrigkeiten nicht als Jules Verne Rekord gewertet, sondern nur als absoluter Weltrekord. Nun hat Bruno Peyron seine Orange II erneut zu Wasser gelassen um in 2005 die Trophy zurückzuholen. Er wird dabei von einer 13-Mann-Crew unterstützt. Während also Ellen Mac Arthur noch unterwegs ist um den Nonstop-Solorekord von Francis Joyon/IDEC (72 Tage, 22h) zu brechen, können wir gespannt sein auf das neue Highlight des Oceanyachting in 2005.
 |
 |
|

18.12.2004
Ellen setzt neuen Solo-Rekord zum Kap
 |
 |
Ellen Mac Arthur überfuhr am Freitag, 17:56 GMT in 40ft-Wellen den Längengrad von Kapstadt in neuer Rekordzeit von 19 Tagen, 9 h, 46min und damit 10h, 45min schneller als Francis Joyon 2003. Es ist Ellens zweiter Solorekord(1.zum Äquator), und er gibt auch neue Maßstäbe für Boote mit voller Crew vor. Ellens neue Vorgabe: Joyon segelte 2003 12.044 Meilen im Südozean mit einer mittleren fahrt von 17.3 kn, also 415 Meilen/Tag. "If I can keep the boat together, that has got to be do-able", meint Ellen - wieder zuversichtlich nach bangen Stunden...
 |
 |
|

18.12.2004
VG: Roland Jourdain/SILL-"Bilou" muss aufgeben
 |
 |
Roland Jourdain meldete am Morgen einen irreparablen Kielschaden: “It´s all over, there is no way I can continue”. Der Publikumsliebling "Bilou" war Dritter im Vendee Globe 2000/2001 und ein dauernder sportlicher Streiter mit Ellen Mac Arthur. Desto enttäuschender jetzt die Aufgabe durch technischen Schaden. Le Cam/Bonduelle (2.) hat den baugleichen Kiel und ist etwas in Sorge...
 |
 |
|

16.12.2004
VG: Conrad Humphreys wieder voll im Rennen
 |
 |
Conrad Humphreys/HELLOMOTO hat die bisher sportlichste Leistung in diesem härtesten Rennen des Segelsports gezeigt. Nach der Kollision, die sein Ruder beschädigte, hat er in einer 3Tage-Soloaktion vor dem Strand von Simonstown/SA das Ruder gewechselt und ist bei 40kn Wind wieder gestartet. Inzwischen hat er die Roaring Forties wieder erreicht und steuert auf ein Sturmtief bei den Kerguelen Isl. zu. Er hat allen Zuspruch und mentale Aufmunterung nötig, nähert sich aber erfolgreich dem Ende der Flotte.
 |
 |
|

15.12.2004
VG: Nick Moloney hat Kenterung überstanden
 |
 |
Östlich der Kergeluen Isls. erwischte die Skandia von Nick Moloney eine 20ft-Welle bei 65kn Orkan und ließ ihn fast durchkentern. Er schätzt 130 Grad Schlagseite und sah nur noch grünes Wasser durch das Bullauge. Alles Bewegliche flog durch die Kabine und er war im Moment völlig geschockt - hat aber trotz kleinerer Schäden- Verlust der Windmesser - das Desaster heil überstanden und bleibt im Rennen.
 |
 |
|

13.12.2004
Vendee Globe: Halbzeit für die Ersten
 |
 |
Vincent Riou/PRB hat bei 110 Grad Ost praktisch die Hälfte der 26.000 Meilen des Vendee Globe Rennens geschafft. Die jetzt noch im Rennen befindlichen 17 Boote sind max. 3513 Meilen auseinander. Vorn segeln zwei Zweierpacks, im Mittelfeld - 1200-2400 Meilen hinter dem Ersten zwei Dreierpacks und schließlich eine 5er Gruppe mehr als 300o Meilen hinter der PRB.
Conrad Humphrey hat trotz seines 3-Tage Reparaturaufenthaltes in Kapstadt, der ihn 6 Tage lang vom Rennkurs abbrachte, das Ende des Feldes wieder eingeholt und wird sicher noch einige Plätze gutmachen.
 |
 |
|

07.12.2004
Ellen's neuer Solo-Rekord zum Äquator
 |
 |
Nur 8 Tage, 18 Stunden und 20 Minuten hat Ellen Mac Arthur mit ihrem 75ft-Triamaran B&Q von Ushant bis zum Äquator gebraucht. Damit hat sie den bisherigen Solo-Rekord von Francis Joyon im Dezember 2003 um 14 Stunden, 3 Minuten unterboten. Kurz vor dem Äquator arrangierte die Royal Navy ein Rendevouz auf hoher See - eine gentlemanlike Referenz an die britische Segelqueen.
 |
 |
|

02.12.2004
Erste dramatische Ereignisse beim VG
 |
Alex Thomson ist nach den Regeln aus der Wertung, wenn er Kapstadt anläuft um ein 30x30cm großes Loch im Deck zu reparieren, das beim Bruch der Basis des Großbaumbeschlages entstanden ist. Nicht ganz so dramatisch hat es Mike Golding/ECOVER erwischt, dem die Satelliten Kommunikation (wahrscheinlich dauerhaft)ausgefallen ist. Großes Glück hatte Conrad Humphrey/HELLOMOTO, dem sein einziges Code 5 Segel herunterkam und vom Boot überfahren wurde. Wie durch ein Wunder wurde es zur Seite abgetrieben und durch eine Böe wieder aufs Deck geweht. Normalerweise war das Segel verloren.
 |
 |
|