
31.01.2005
Ein Nordatlantik-Hoch sorgt für Spannung
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Sowohl die drei Führungsboote des Vendee Globe als auch Ellen Mac Arthur mit ihrem 75ft-Tri B&Q werden von einem südwestlich Irland liegenden Hoch in der Endphase ihrer Rennen gepeinigt. Vincent Riou, Jean Le Cam und Mike Golding liefern sich in diesen letzten Tagen des 90 Tage Rennens um die Welt ein Kopf an Kopf Rennen. Ellen mac arthur hält weiterhin ihre Fans mit abwechselnden Erfolgs- und Horrormeldungen in Atem. Beispiel von heute: “The only thing I hope really doesn’t happen is that we end up finishing with 35 knots upwind and, to be honest, I think that’s the most likely scenario. I’m not trying to be negative, it’s going to be really, really bad at the end if that’s what happened. It will be 'boat-breaking' scenario”.
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28.01.2005
Ellen hält ihre weltweiten Fans in Atem
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Ellen Mac Arthur hat mit Ihrem 75ft-Trimaran B&Q den Äquator in neuer Rekordzeit gekreuzt. Die meisten ihrer Erfolgsmeldungen werden jedoch mit einem deutlichen Ja-Aber relativiert. Diesmal sind es die Doldrums, die ihr noch Sorgen bereiten. Die Liste der auf dieser Rekordfahrt gebrochenen Rekorde ist beeindruckend:
Ushant-Equator 8d 18h 20m (-14h 3m gegenüber Joyon)
Ushant-Cape of Good Hope 19d 9h 46m (-10h 45m)
Ushant-Cape Leeuwin 29d 14h 5m (-17h 24m)
Ushant-Cape Horn 44d 23h 36m (-4 days 2h 45m)
Ushant-Equator 60d 13h 35m 27/1/05 2145GMT (-1d 10h 50m off Joyon's time)
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26.01.2005
Ellen: Abwechselnd in schwarzen und roten Zahlen
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Ellen Mac Arthur hatte seit Kap Hoorn durch widrige Windverhältnisse und Reparaturen im Mast ihren einstigen 5-Tage Vorsprung völlig verloren und war gestern bereits mit 13 Stunden Verlust gegenüber Joyon in die roten Zahlen geraten. Letzte Nacht briste der Tradewind bis 23kn auf und verhalf Ellen mit einem Tagesetmal von mehr als 300nm zu einem mächtigen Sprung nach vorn, sodass sie z.Zt. wieder 6 Stunden Vorsprung hat. Doch während damals Joyon am Äquator die Doldrums schon hinter sich hatte, muss Ellen bis 4 Grad Nord mit Flautenintermezzos rechnen und zeigt deshalb heute nur verhaltenen Optimismus. Fazit: Noch lange ist nicht aller Tage Abend...
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25.01.2005
VG: Aus der Traum für Nick Moloney
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Heute morgen 05:00GMT brach plötzlich der Kiel der Skandia von Nick Moloney - Team Partner von Ellen Mac Arthur - 30cm unterhalb des Rumpfes ab. Nick blieb unverletzt, hat die Segel eingeholt, das Boot mit Wasserballast stabilisiert und will allein die 120nm nach Rio segeln. Nick hat über lange Zeit den 7.Platz gehalten und wollte - als "Mann mit einer Mission" zum dritten Mal - in drei Disziplinen - die Welt umsegeln. Die Nachrichten des 25. Januar überschlugen sich dementsprechend.
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24.01.2005
Jules Verne Trophy: ORANGE II ist gestartet
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Bruno Peyron und seine Crew sind mit dem Maxi-Catamaran Orange II
nördlich von Ouessant bei 20kn Wind aus NNE zum RTW Record am
Montag, 24. Januar, 10:03’07’’GMT gestartet. um den absoluten Weltrekord von Steve Fossett von 2004 zu brechen, muß die ORANGE II
vor dem 23. März, 19:34’52’’ GMT wieder über die Ziellinie in Ouessant segeln. Um die Jules
> Verne Trophy zu erobern - derzeit bei Olivier de Kersauson am 29. April 2004 mit 63 Tagen, 13h, 59min - , muss die ORANGE II vor dem 29.März, 00:01’53’’ GMT zurück sein.
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24.01.2005
Musto-Segelschuh zum Schnäppchenpreis !!!
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Unser Shop-Partner Segelservice.com bietet ganz aktuell einen Musto Segelschuh statt bisher für 145,- € - jetzt für nur sensationelle 69,- € an. Greifen sie zu, so lange der Vorrat reicht! Der PERFORMANCE verbindet klassisches Decksschuh-Styling mit modernster Technologie. Die innovative GripDeck2-Sohle sorgt für ausgezeichnete Rutschfestigkeit und gibt sehr guten seitlichen Halt. Das Leder ist wasserdicht, Zunge und Rand sind gepolstert und sorgen für bequemen Sitz. Das Fußbett ist fest vernäht. Die Schuhbänder sind mit einer Sicherung versehen.
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23.01.2005
Dennis Connor pusht North Cove Marina/NYC
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Es ist gelungen den berühmtesten Segler der Welt, Dennis Connor an die Spitze der North Cove Marina in der Battery Park City von New York zu holen. Nachdem der 11.September 2001 auch für diesen exponiert am World Financial center gelegenen Yachthafen einen Rückschlag bei prominenten Besuchern gebracht hatte, soll nun Dennis Connor dieser Marina neuen Glanz verleihen und manche prominente Megayacht nach New York locken. SEGEL.DE wird von solchen Yachtbesuchen berichten.
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22.01.2005
ARD und ZDF haben TV-Rechte für Americas Cup !
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ARD und ZDF werden 2007 den Louis Vuitton Cup und das 32. Match um den America´s Cup live übertragen sowie in verschiedenen Formaten bereits 2005, 2006 und 2007 von den vorangehenden Louis Vuitton Acts berichten. Der Vertrag beinhaltet außerdem, dass bis 2007 auch 26 Minuten lange Zusammenschnitte der täglichen Höhepunkte von allen der zehn noch anstehenden Louis Vuitton Acts übertragen werden. 2007 werden mindestens 60 Stunden live von der Louis Vuitton Cup-Herausfordererserie und dem 32. America´s Cup-Match übertragen.
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21.01.2005
Ellen Mac Arthur - "mit des Geschickes Mächten...
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...ist kein ewger Bund zu flechten".
Nachdem Ellen im Südatlantik durch geschickte Ausnutzung der Wettersysteme und hervorragendes Segeln bis kurz vor Kap Hoorn 5 Tage und 2 Stunden Vorsprung vor dem Rekordhalter Joyon herausgesegelt hatte, haben sich die "Mächte" seit Kap Hoorn gegen sie verschworen. Der Südatlantik empfing sie mit instablem und schwerem Wetter, das sie bis an die Erschöpfungsgrenze brachte. Dann versagte auch noch das Material, als der "headboard Car" - der Läufer zwischen Mast und Großsegelvorliek aus der Führung sprang. Ellen musste zweimal in den Mast und dabei "nachhause" segeln, sodass ihr Vorsprung auf Joyon auf heute 1 Tag 20 Stunden zusammenschmolz.(siehe techn. Skizzen unter 20.01.). Letztendlich wird auch noch für das Wochenende leichter Wind vorausgesagt - und sie muss 1500nm "Umweg" segeln um einigermaßen Wind zu behalten. Spannender kann man einen solchen Rekordversuch kaum absolvieren.
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12.01.2005
Mike Golding/ECOVER zum ersten Mal an der VG-Spitze
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Der Favorit des Vendee Globe, der im Rennen 2000/2001 8 Stunden nach dem Start wegen Mastbruch zurück mußte und trotzdem noch die 4.schnellste Zeit segelte, hat es diesmal bis an die Flottenspitze geschafft. Nach 66 Tagen und 18000 Meilen hat er den Flottenführer Vincent Riou/PRB 23 Meilen und Le Cam/Bonduelle 140 Meilen hinter sich gelassen. Der Bruch seines Großfalls hat das Ergebnis dieser Aufholjagd nur um 36 Stunden verzögert. Große Frage aller Experten und Fans: Kann Mike diesen Vorsprung in den kommenden 2 Wochen halten und das Rennen zum ersten Mal und als Nichtfranzose gewinnen??
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12.01.2005
Ellen passierte Kap Hoorn in Rekordzeit
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Am heutigen Morgen, 07:46:44 GMT, passierte eine völlig übermüdete Ellen nach 20 Tagen in der Hölle des Südpazifik das legendäre Kap Hoorn 4 Tage, 2h,45min eher als der bisherige Rekordhalter Francis Joyon. Neue Rekordzeit zum Kap Hoorn: 44 Tage, 23h und 36min. Ellen telefonierte kurz vom Kap aus - dann versagte ihre Stimme vor Erschöpfung. Sie klärt jetzt noch den Kurs zu den Falklands und muss sich dann bei abnehmendem Wind erst erholen.
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10.01.2005
VG: Mike Golding - Großfallbruch 2nm vor Pole Position
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Nur noch 2 Seemeilen trennten Mike Golding am Morgen(06:30GMT) auf der Höhe von Buenos Aires vom Flottenführer Vincent Riou/PRB, als ihm das Großfall brach. 15:00GMT war er bei 6kn Fahrt auf 47,6nm zurückgefallen. Mike hat anderes im Kopf als zu telefonieren, Ecover’s Boat Project manager, Graham Tourell, gab Auskunft über Mikes Pläne...
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07.01.2005
Kurswechsel beim DSV nach Olympia
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Der Deutsche Segler-Verband (DSV) hat seine olympischen Strukturen neu geordnet. Nach dem mäßigen Abschneiden der deutschen Segler und Seglerinnen, die ohne eine einzige Medaille aus Athen heimkehrten, hat der Verband mit dem Abstieg in Förderstufe drei auch rund 120.000 Euro an Fördermitteln für sein Kaderprogramm eingebüßt. „Dadurch stehen der olympischen Förderung nur noch begrenzte Mittel zur Verfügung“, so DSV-Sportdirektor Hans Sendes (Hamburg), „die wir künftig konzentriert und zielgerichtet einsetzen werden.“ Mit den beiden Standorten Kiel und Warnemünde stehen in den kommenden Jahren nur noch zwei Trainingsreviere zur Verfügung.
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06.01.2005
Yachten in Tsunami-Katastrophengebieten
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MarinaMap meldet im Newsletter: Zwei Websites bieten detaillierte Informationen über von der Tsunami-Katastrophe betroffene Yachten und Marinas in Thailand, Indonesien, Malaysia und Sri Lanka. Berichte sprechen davon, dass Yachten, die in tieferem Wasser vor Anker lagen, weitgehend unbeschädigt geblieben sind, während in den Marinas große Schäden entstanden. Die Websites sind:
http://www.cruiser.co.za/Tsunami1.asp
http://www.cruiserlog.com/forums/forum.asp?FORUM_ID=2
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06.01.2005
Ellen Mac Arthur hat 3 Tage Vorsprung
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Ellen Mac Arthur ist bei ihrem Rekordversuch genauso wie der Rekordhalter Joyon dem Wechselbad der Stürme und Flauten im Südpazifik ausgesetzt. Nachdem zu Weihnachten ihr bereits "erarbeiteter" Vorsprung unter die 2-Tage-Marke abgefallen war, holte sie in den letzten 3 Tagen unter extrem wechselnden Wetterbedingungen - und ohne Schlaf - wieder enorm auf und hat z.Zt. 3 Tage, 1h,58min(1510GMT) Vorsprung, d.s. 8,78% der verbleibenden Rennzeit. Es sind aber noch 3000 Meilen bis Kap Hoorn und Ellen versucht z.Zt. eine weiteres Sturmtief zu managen, von denen eines vor 3 Jahren Joyon arg zugesetzt hatte. Ellen versteht es immer wieder, ihre Fans und segelinterssierten Leser mit den Schilderungen von Leid und Freud, Angst und Selbstbewußtsein in ihren Bann zu schlagen - insofern die PR-talentierteste der Profigilde.
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05.01.2005
Conrad Humphreys/HELLomoto grift von hinten an
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Conrad kollidierte 430nm westlich Kapstadt bei 15kn Fahrt und 35kn Wind mit einem "UFO" und mußte zur Reparatur des Ruders Kapstadt anlaufen. Vor den Badegästen am Strand von Simonsstown führte er in 3 Tagen die Reparatur ohne äußere Hilfe durch und startete bei 40kn Wind am 10.12. wieder ins Rennen. zu dieser Zeit betrug sein Abstand zum Flottenführer 3032nm und zum Letzten 239nm. Bereits am 19.12. erreichte er das Ende der Flotte und überholte in den folgenden Tagen ein Boot nach dem anderen. So war seine Position am 20.12. 14., am 27.12. 13., am 29.12. 11., zu Neujahr 10. und am 5.1. nur wenige Meilen vor dem 9.Platz. Trotz dieser tollen Aufholjagd vergrößerte sich sein Abstand zum überlegenen Jean Le Cam/BONDUELLE auf 3796nm. Man ersieht hieraus die große Bandbreite technischer Potenz und seglerischen Könnens bei diesem Rennen.
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03.01.2005
Kap Hoorn erreicht - wichtigste VG-Wegmarke
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Am 3.Januar 0515 GMT rundete Jean Le Cam/BONDUELLE als Erster Kap Hoorn in ruhiger See. Er erreichte damit 5 Tage und 9 Stunden eher das Kap als der Sieger des Vendee Globe am 10.Januar 2001. Obwohl auch in diesem Rennen das Regattafeld weit auseinandergezogen ist - nämlich 5465 Meilen bis zur Letzten - Karen Leibovici/BENEFIC(15.) - betrug vor 4 Jahren die Meilendifferenz zwischen Michel Desjoyeaux/PRB(1.) und Fedor Konyoukov/Modern University(17) 7239 Meilen. Das bedeutet eine insgesamt höhere Durchschnittsgeschwindigkeit der Vendee Globe Flotte.
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02.01.2005
Zum Jahresbeginn Neues aus dem Großen Süden
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Zum Jahresbeginn 2005 tummeln sich im Südpazifik zwischen Australien und Kap Hoorn die Yachten von drei großen Regatten. An erster Stelle natürlich die Vendee Globe Skipper, von denen der Flottenführer Jean Le Cam ein überlegenes Rennen segelt und heute Nacht einen neuen Rekord von Frankreich zum Kap Hoorn in 57 Tagen aufstellt - 5 Tage weniger als Michel Desjoyeaux (Sieger) im Vendee Globe 2000/2001. Derweil war weiter hinten Nick Moloney/Skandia kurze Zeit mit 15,5kn die schnellste Yacht der (noch) 15-er Vendee-Flotte. Am Jahresende hatte er Kontakt mit einer Yacht des Global Challenge, die z.Zt. Richtung Neuseeland unterwegs sind. Der an der tasmanischen Küste von Patrice Carpentier/VMI reparierte Großbaum ist wieder gebrochen. Ellen Mac Arthur hat bei Ihrem Solo-Rekordversuch gegen Joyon 2 Tage, 11 h, 48 min Vorsprung, verliert aber etwas durch ihre weiter nördlich liegende Route und hat bei 30kn Wind erste Eisberge gesichtet.
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