Titel-Rückblick 2005
  • 2005 - Dezember
  • 2005 - November
  • 2005 - Oktober
  • 2005 - September
  • 2005 - August
  • 2005 - Juli
  • 2005 - Juni
  • 2005 - Mai
  • 2005 - April
  • 2005 - März
  • 2005 - Februar
  • 2005 - Januar














  • 28.02.2005
    OrangeII kollidierte mit Wal - Ruderschaden
    Das Tief, das die Orange bereits zum Kap Hoorn gepusht hatte, begleitete sie mit Böen bis 80kn auch noch zu den Falklands, die Bruno Peyron eine halbe Meile von der Küste passierte. Bevor er die geplante Inspektion des Bootes bei schwächerem Wind vornehmen konnte, erwischte ihn gestern 17:00GMT vor der argentinischen Küste bei 30kn Fahrt ein Wal und beschädigte das Backbordruder. Bei nachlassendem Wind (in 48h) wird das Ruder, das für die Heimfahrt durch den Nordatlantik im Einsatz ist, ausgebaut und repariert. Noch beträgt das "Rekordpolster" mehr als eine Woche.

    25.02.2005
    Vendee Globe wird zum internationalen Segelevent
    1982 kreierten die briten das BOC Challenge - ein neues Einhand-Round-the-world-Race mit Einrumpfyachten und vier stopovers, das der Newcomer, Philippe Jeantot, überlegen gewann. In einer feuchtfröhlichen Nacht beschlossen die Franzosen einmütig mit ihren eigenen Booten, nonstop und ohne Assistenz diesen schönen Planeten zu umsegeln. 1989 kehrte vom 1.Rennen nur die Hälfte zurück. 1992 und 1996 blieben 2 Skipper auf See. Den Durchbruch zum internationalen Ereignis des Segelsports schaffte 2000 der damals 24-jährige Shootingstar Ellen Mac Arthur, die um ein Haar einen Eisberg gerammt hätte und Zweite wurde. Jetzt hat zum ersten mal ein US Amerikaner das Rennen beendet und die Herzen seiner Landsleute höher schlagen lassen. Der Gouverneur von Maine telefonierte in die Pressekonferenz hinein und lud Bruce Schwab ein zu einem Essen in einem der ältesten historischen Häuser des Landes.

    25.02.2005
    Orange II erreicht Kap Hoorn in Rekordzeit
    Bruno Peyron hat um 22.00GMT mit seinem 37-Meter Giant Kap Hoorn nach nur 32 Tagen erreicht. Damit hat Bruno Peyron den Südatlantik 7 Tage eher erreicht als Steve Fossett mit seiner Cheyenne. Er bricht damit auch seinen eigenen Rekord von Kap Leeuwin zum Kap Hoorn von 2002 mit der Orange I.

    25.02.2005
    Olivier de Kersauson/Geronimo jagt hinterher
    Olivier de Kersauson ist nicht nur von Radio und TV her bekannt sondern segelt als eine der herausragenden Persönlichkeiten des Oceanyachting auch erfolgreich den Maxi-Trimaran Geronimo. Er gewann 6 von 13 Rekordfahrten um die begehrte Jules Verne Trophy und hält mit 63 Tagen 13h den derzeitigen Rekord unter diesen Regeln. Z.Zt. segelt er im Oryx Quest von Doha/UAE aus zusammen mit drei anderen MaxiCats um die Welt und hat nach einer Kollision mit einem Ufo in Freemantle/Australien in drei Tagen eine größere Rumpfreparatur durchführen lassen. Mit fast 3000 Meilen Abstand zur führenden brandneuen Doha2006 nimmt er das Rennen wieder auf, wohl wissend, dass bis zum Ziel allen alles passieren kann...

    21.02.2005
    Die OrangeII setzt im Pazifik neue Maßstäbe
    Im Exprsstempo jagt die OrangeII mit Bruno Peyron und Crew durch den Südozean Richtung Kap Hoorn. Mit 30-35kn reitet die OrangeII auf der Nordseite der Tiefs nach Osten und hat so seit dem Start eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 24,4kn erreicht. Gegenüber der absoluten Rekordfahrt der Cheyenne 2004(außerhalb der Jules Verne-Regeln) hat die OrangeII bis heute(nach 28 Tagen) einen Vorsprung von 2827 Meilen = 5235km herausgesegelt. Doch noch sind 10.000 Meilen zu überwinden - und zuende ist diese sagenhafte rekordfahrt erst in Quessant !

    20.02.2005
    Conrad Humphrey trotz allem 7th im VG 2004
    Conrad Humphrey/HELLOMOTO überfuhr heute 02:34:24 GMT als Siebenter die Ziellinie vor Les Sables d'Ollonne. Conrad(31) hat damit eine herausragende sportliche Leistung gezeigt, denn er musste am 4.Dezember nach einer Kollosion mit einem "Ufo" Kurs auf Kapstadt nehmen, wo er in drei Tagen vor dem Strand von Simonstown allein seine Ruderanlage reparierte. Am 10.12.2004 nahm er die Verfolgungsjagd wieder auf und arbeitete sich konsequent nach vorn, bis er in einem spannenden finish auch noch Joe Seeten/Arcelor D. überholte. Ähnlich erging es vor 4 Jahren Mike Golding, der gleich zu Beginn in der Biskaya Mastbruch hatte und zurückkehren mußte. Auch er wurde damals 7. und fuhr die 4.schnellste Zeit.

    19.02.2005
    Oryx Quest Flotte hat den Southern Ocean erreicht
    Die 4 MaxiCats des Oryx Quest Rennens - Around von Quatar aus - Cheyenne, Geronimo, Doha2006 und Dädalus - haben die Roaring Forties südlich Australien erreicht. Die Doha 2006 führt z.Zt., die Cheyenne hat aber auf weniger als 200nm aufgeschlossen. Paul Larsen/Doha2006 schrieb in sein Logbuch: Eigentlich ist der Südozean das Gewässer südlich des 60.Breitengrades. Segler beziehen aber die Roaring Forties, die Furious Fifties und die Screaming Sixties in diesen Teil der Weltmeere ein, in dem man darauf achten muss, dass die Tiefs immer über einem bleiben. Die ständigen starken Westwinde bauen die höchsten Wellen auf und peitschen die Maxicats mit mehr als 40kn vorwärts. Die Albatrosse sind die ständigen Begleiter in diesem schönen aber rauen Teil unseres Planeten.

    18.02.2005
    Bruno Peyron/OrangeII überfährt Datumslinie
    Gestern noch verließ die Orange II südlich von Tasmanien den Indischen Ozean und wechselte in den südlichen Pazifik. Heute hat sie bereits um die Mittagszeit die Datumslinie - und damit den Halfwaypoint der Weltumsegelung in absoluter Rekordzeit erreicht (Durchschnitt 23kn seit Start). Ein sehr zufriedener Bruno Peyron: "Es ist eine bedeutende Passage, wenn wir daran denken, dass wir die Hälfte unseres Kurses um die Erde in 25 Tagen absoviert haben. Wir mußten auch heute Morgen daran denken: Kap der Guten Hoffnung in 11 Tagen, Kap Leeuwin in 21 Tagen und die "midway mark" in 25 Tagen. Wir sind alle stärker als beim Start - und ich habe wie ein Baby geschlafen!- ein Zeichen, dass alles an Bord ok ist."

    15.02.2005
    Bruno Peyron/OrangeII läßt Rekorde purzeln
    Kaum eine Woche, nachdem Ellen Mac Arthur eine Reihe gebrochener Rekorde auf ihrer Solo-Weltumsegelung vermelden konnte, gibt Bruno Peyron und seine Crew die neuesten mit der Orange II eingestellten neuen Rekorde des Oceanyachting bekannt. Nur 21 Tage 14h benötigte er von Quessant bis zum Kap Leeuwin/Südwestecke Australien. Auch die Teilstrecken Äquator-Kap Leeuwin und Kapstadt-Kap Leeuwin segelte er mit in neuen Rekordzeiten. Bruno segelt seit dem Start durchschnittlich 22,8kn und übertrifft damit die Geschwindigkeit der Cheyenne von Steve Fossett um 15% !

    12.02.2005
    Bruno Peyron/OrangeII verteidigt J.Verne Trophy
    Bruno Peyron ist mit seiner 14 Mann Crew auf der neuen Orange II seit 24.Januar 2005 von Quessant aus unterwegs um mit seinem 120ft-MaxiCat die Jules Verne Trophy, die er 2002 gewonnen hatte, zu verteidigen. Bruno Peyron(48) ist einer der Pioniere des Oceanyachting und hat sich auf das Segeln mit Mutihulls spezialisiert. Er überquerte in seiner Traumkarriere 34 Mal den Atlantik, davon 12 Mal singlehanded und kennt mit mehreren hunderttausend Meilen alle Meere dieser Erde. 1993 gewann er als Erster die Jules Verne Trophy - Around in 79 Tagen, 6 Stunden, die ihm dann 1994 Sir Peter Blake und 1997 Olivier de Kersauson abnahmen. 2002 holte sich Peyron mit der Orange I die Trophy mit 64 Tagen 8 Stunden zurück und ist nun dabei alle bisherigen Rekorede einzustellen. So den neuen Rekord England-Kap der Guten Hoffnung in 14 Tagen 8h und 19min - 2 Tage 6h 16min weniger als Kersauson.

    08.02.2005
    Der "Countdown" der Around-Rekorde
    Die erfolgreiche Solo-Nonstop-Weltumsegeung von Ellen Mac Arthur(MBE) macht den harten Kampf von Skippern und Booten um die prestigeträchtigen - und PR-wirksamen - Rekorde deutlich. Hier eine Zusammenstellung der Around-Rekorde im 21.Jahrhundert:
    2000/2001 Michael Desjoyeaux/PRB - Mono Open60 - Vendee Globe
    93 Tage, 3h, 57min
    2003/2004 Francis Joyon/IDEC - 90ft-Tri
    72 Tage, 22h, 54min
    2004/2005 Ellen Mac Arthur(MBE)/B&Q - 75ft-Tri
    71 Tage, 14h, 18min
    2002 Bruno Peyron/OrangeI 14Mann-110ft-Cat
    64 Tage, 8h, 37min
    2003 Olivier de Kersauson/Geronimo - 12 Mann 110ft-Tri
    63 Tage 13h, 59min
    2004 Steve Fossett/Cheyenne 12Mann-125ft-Cat
    58 Tage, 9h, 32min


    08.02.2005
    Ellen Mac Arthur hat neuen Solo-Around-Rekord
    Ellen Mac Arthur(MBE) hat mit ihrem 75ft-Tri B&Q am 07.02.2005, 22:29:17GMT die Ziellinie bei Ushant überfahren und damit den bisherigen Rekord Solo-Around-Nonstop gebrochen. Sie benötigte 71 Tage,14h,18min,33sec und war so 1Tag,8h,35min,49sec schneller als Francis Joyon 2004. Erste Worte von Ellen:"I am elated but very drained, absolutely exhausted but great to cross the line and switch my brain off".

    06.02.2005
    Ellen Mac Arthur kurz vor Solo-Around-Rekord
    Ellen Mac Arthur setzt alle Taktik ein um den Solorekord in den nächsten 24 Stunden zu brechen. Nach einer Sturmnacht mit bis zu 40kn Böen versucht sie z.Zt. mit einem Ostkurs in der Biskaya noch den letzten richtigen SE-Wind zu erwischen, der sie bis morgen Nachmittag nach Falmouth trägt, wo man schon alle Vorbereitungen für einen triumphalen Empfang getroffen hat. Ellen's Vorsprung vor Rekordhalter Joyon schmolz zwar gestern von 2Tagen+6h auf 1Tag+23h zusammen, dürfte aber jetzt reichen - wenn, ja wenn nicht in letzter Minute noch etwas Gravierendes passiert...

    05.02.2005
    1.Hochseerennen von Nahost aus gestartet
    Pünktlich 14:00LT(11:00GMT) startete bei strahlenden Himmel und stetigem NE-Wind His Excellency, Sheikh Jassim Bin Thamer Al Thani, the Vice President of the Qatar National Olympic Committee das erste Hochseerennen Around von 4 MaxiCats. "Natürlich" überfuhr die Doha 2600 in ihrem Heimatrevier als Erste die Startlinie. Von Doha, der Hauptstadt von Qatar aus segeln die Cheyenne, Geronimo, Doha2600 und Daedalus nonstop um die Welt, d.h. durch den Indischen Ozean in die Antarktis und - nach den 3 Kaps - wieder zurück nach Doha. Damit meldet sich der Nahe Osten für die kommende Nachölzeit auch sportlich zur Stelle.

    04.02.2005
    Mike Golding hat es geschafft - 3.Platz !
    03:17:13 GMT überfuhr Mike Golding mit seiner Ecover - ohne Kiel - die Ziellinie in Les Sables d'Olonne und wurde damit Dritter des Vendee Globe 2004/2005. Mit wenigen Worten dankte er seinem Boot, das es durchgehalten hat. Mike Golding, der schon beim Vendee Globe 2000/2001 trotz Mastbruch und Rückkehr gleich zu Anfang noch 7.wurde und die 4.schnellste Zeit fuhr, hat auch diesmal wieder mit etlichen Schwierigkeiten zu kämpfen gehabt, die er mit großem Können, Kraft und Mut bewältigt hat.

    03.02.2005
    Mike Golding hat seinen Kiel verloren !
    1500GMT meldete Mike Golding/Ecover - 54 Meilen vor dem Ziel - seinem Shoreteam, dass der Kiel unterhalb des Rumpfes abgebrochen sei, er aber versuche, das Rennen - nach den Regeln - ohne Hilfe von außen zu beenden. Die Stahlyacht Ecover67 und das französiche 40-m-Küstenwachboot “L'Epée” sind ausgelaufen um die persönliche Sicherheit von Mike zu gewährleisten.

    03.02.2005
    Vincent Riou/PRB ist Sieger des Vendde Globe
    Am Mittwoch, 22Uhr 49 min und 55 sec GMT überfuhr Vincent als Sieger des Vendee globe 2004/2005 die Ziellinie in Les sables d'Olonne an der französischen Antlantikküste. Er benötigte für die 2368o Meilen - bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 11,28kn - 87 Tage, 10h, 47min und 55sec und damit 5 Tage,17h, 9min und 37 sec weniger als Michael Desjoyeaux, der mit dem gleichen Boot das Vendee Globe 2000/2001 gewann. Vincent wurde mit Begleitbooten, Feuerwerk und großem Champus-Pressespektakel empfangen und gefeiert. Knapp 7 Stunden später war Jean Le Cam/Bonduelle, der zeitweise das Rennen auch angeführt hatte, um 05 Uhr, 22min und 08sec GMT an der Ziellinie.

    03.02.2005
    Das Leben geht auch nach dem Tsunami weiter
    Unbeeindruckt von den Folgen der Tsunamikatastrophe geht der Segelsport in Thailand wieder zur Tagesordnung über. Für die 8.QBE Insurance Phang Nga Bay Regatta vom 9.-13-Februar 2005 wirbt die Website mit den klassischen Worten: "Brisk winds, blue skies, stunning scenery and great beach parties: Asia’s most fun sailing event is confirmed to take place this Chinese New Year, February 9th – 13th."

    02.02.2005
    Vincent Riou und PRB sind die Gewinner des VG
    Weniger als 100 Meilen vor dem Ziel - mit mehr als 100 Meilen Abstand zum Zweiten - ist Vincent Riou der Sieg heute Abend wohl nicht mehr zu nehmen. Vincent hat die PRB , die diesmal zum 2.Mal das Vendee Globe Race gewinnt, bereits 2000/2001 im Shoreteam betreut. Er hat bei seiner ersten VG-Teilnahme gleich einen Sieg eingefahren. Gratulation von SEGEL.DE für eine konstante höchste sportliche Leistung! Vincent stellt gleichzeitig mit 87 Tagen + gegenüber Michael Desjoyeaux/PRB(92 Tage+) einen neuen Rekord in dieser Klasse auf.

    01.02.2005
    Dieses Vendee Globe wird historisches Rennen
    Das Vendee Globe 2004/2005 wird in die Geschichte des Oceanyachting eingehen. Noch nie war ein Rennen 300nm so schnell und vor dem Ziel noch nicht entschieden. Die drei Führungsboote PRB, Bonduelle und Ecover kämpfen verbissen mit den Tücken eines Hochs westlich Irland. Nach 86 Tagen und 23600 gesegelten Meilen liegt Vincent Riou/PRB an der Spitze mit Jean Le Cam/Bonduelle 33 Meilen im Nacken. Da ist 90 Meilen dahinter für Mike Golding nur noch ein Platz auf dem Podium sicher. Morgen Nacht werden die Boote in Les Sables d'Olonne ankommen, das den Weltumseglern einen grandiosen Empfang bereiten will.

    Copyright © 1996-2016 - SEGEL.DE



    Segeln blindes gif