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Wild Oats IX gewinnt auch das Hobart-Triple
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Die Gesamtsiegerin des 61. Rolex Sydney Hobart Yacht Race heißt "Wild Oats XI". Das bestätigte die Regattaleitung am Donnerstag (29. Dezember) in Hobart auf Tasmanien. Nachdem sie zwei Tage zuvor schon erstes Schiff im Ziel war und die Strecke in neuer Rekordzeit zurücklegte, gewann die australische 30-Meter-Yacht den berühmten Hochseeklassiker nun auch nach berechneter Zeit gegen die kleineren Schiffe. Es ist die erste Yacht, die das sog. Triple gewann, seit Kapitän John Illingworth mit seiner Yacht "Rani" dies vor 60 Jahren bei der Premiere des Hobart Race geschafft hatte.
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28.12.2005
Wild Oats gewinnt Hobartrace in Rekordzeit
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Wild Oats überfuhr heute morgen 8 Uhr mit seiner 98-foot maxi als erste Yacht die Ziellinie in Hobart.
Mit 1 Tag, 18h und 10 min unterbot er die bisherige Rekordzeit der Nokia um eine Stunde, obwohl er die letzte Strecke im Derwent River wegen starker Beschädigung seines Großsegels nur mit der Fock fahren musste. Zweite wurde Alfa Romeo, die mit mehreren Reffs bei Bilderbuchwetter über die Ziellinie fuhr.
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27.12.2005
Wird Dee Caffari die Strapazen des Südens packen?
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Der Weihnachtsbericht von Dee Caffari(32), die mit ihrer AVIVA erstmalig den schwereren Weg der Nonstop-Weltumsegelung einer Frau
gewählt hat, läßt etwas Sorge aufkommen, ob sie und ihr Schiff den Strapazen des kommenden Kampfes gegen die eisberggespickten Tiefs im Großen Süden jenseits von Kap Hoorn gewachsen sein werden. Probleme mit dem Watermaker, der Autopilotelektronik und jetzt noch dem Hydrauliksystem sind nicht gerade mutmachend. Ihre Beurteilung der Anstrengungen beim Wechsel der Großsegel wecken in mir persönlich Erinnerungen an die coolen Schilderungen von Ellen Mac Arthur vor 5 Jahren, die auch völlig erschöpft von stundenlangen "Ausflügen" in den 28m hohen Masttop zurückkehrte und manchmal ein paar Tränen der aufkommenden Verzweiflung vergoß. Ellens Berichte sind übrigens noch vollständig bei SEGEL.DE vorhanden und auszugsweise nachzulesen. So wie Ellen an ihrem Eisberg haarscharf vorbeischrammte, braucht wohl auch Dee ein gehöriges Quäntchen Glück um alles zu schaffen.
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27.12.2005
Movistar schließt in Kapstadt wieder auf
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Die mit viel Vorschußlorbeeren bedachte spanische Movistar hat wieder aufgeholt. Nach ihrem Desaster gleich in der ersten Sturmnacht, die zur Reise nach Kapstadt per Cargoschiff führte, hat sie jetzt im 2. Inportrace in Kapstadt gezeigt, was in ihrer neuen Volvo-70-Yacht und in der Crew steckt. Bei Böen bis zu 43 Knoten holte sie trotz eines kleinen Manöverfehlers den 2.Platz und damit die z.zt. 5.Position in der Gesamtwertung. Das großzügige Engagement von Movistar für die südafrikanische Izivunguvungu Foundation, eine Segelschule für arme Kinder, sorgt für weitere Publicity.
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26.12.2005
86 Yachten starten in Sydney zum 61.Hobart Race
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Mark Richards/Wild Oats XI gewann heute mit einem Bilderbuchstart das Matchrace gegen Neville Crichton/Alfa Romeo im Hafen von Sydney. An der ersten Rolex-Tonne führte Wild Oats mit zwei Bootslängen.
Wie die Wettervorhersage prognostizierte, ermöglichte die E-SE-Brise von 8-10 Knoten einen perfekten Start. Wehrmutstropfen: Sean Langman/AAPT, der in der vergangenen Woche noch Veränderungen am Boot vorgenommen hatte, meldete technische Probleme an Bord und fiel zurück.
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23.12.2005
Dee Caffari löst Autopilotproblem bravourös
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Dee Caffari/AVIVA, die als erste Frau nonstop von Ost nach West die Erde umrunden will, hatte elektrische Probleme mit ihrem Reserve-Autopilot, ohne den sie nicht in den Südpazifik segeln sollte.
Innerhalb von drei Wochen hat sie in 70 Stunden Sysiphusarbeit mit Hilfe des einfachen Spannungsmessers die gesamte zusammengeschaltete Anlage durchgecheckt und in den Umschaltern einen Fehler gefunden. Sie glaubt zwar, dass sie das Problem nicht ganz verlassen wird, ihre Reise ist aber z.Zt. nicht mehr gefährdet. Für sie das schönste Weihnachtsgeschenk.
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23.12.2005
Auch Weltumsegler kämpfen für die Albatrosse
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Bereits am 12.12.2005 ist Dame Ellen MacArthur nach Südgeorgien aufgebrochen um dort 8 Wochen lang zusammen mit dem Biologen Sally Poncet den Lebensraum der Albatrosse selbst zu erkunden, deren Existenzbedrohung durch die Fischfangflotten auch sie auf den Plan gerufen hat. Unter der Schockwirkung der Aussage, dass während des Volvo Ocean Race 60.000 Albatrosse durch die Fangleiunen der Fischereiflotten umkommen werden, haben sich auch 20 Crewmitglieder der Volvo Ocean Race Flotte in Kapstadt aufgemacht, um bei einem Schiffsausflug südlich des Kaps die Lebensumstände dieser symbolträchtigen Begleiter aller Weltumsegler näher kennen zu lernen und so in Zukunft Kampagnen zu ihrem Schutz in der Weltöffentlichkeit besser unterstützen zu können.
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22.12.2005
Hobart:Gratwanderung zwischen speed und survival
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In vielen Rennen erreicht man eine Siegeschance über die Länge und das Gewicht des Bootes. Nicht so im Sydney-Hobart Race, das durch seine extremen und unvorhersehbaren Wetterverhältnisse in der Basstreet eine Vorraussage des Siegers verhindert. Im letzten Rennen scheiterten die beiden 98-ft-Maxiyachten von Neville Crichton and Bob Oatley in den sturmgepeitschten Wellen. Stattdessen siegte Ludde Ingvall mit seiner etwas schmaleren 92-ft-Nicorette auf einem Kurs "weit draußen" und einer der Crew verordneten Max-Geschwindigkeit von 8 Knoten. Mehr speed hätte das brandneue Boot auseinandergerissen.
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19.12.2005
Tony Kolb geht von Bord der Ericsson
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Tony Kolb, der deutsche Profisegler, der vor 4 Jahren auf der illbruck im Team von John Kostecki siegreich in Kiel einlief, hat z.Zt. nicht die Kraft auf der Ericsson im Team von Neal McDonald weiter am Volvo Ocean Race 05/06 teilzunehmen. Seine seglerischen Erfahrungen im Südpazifik und die ganz persönlichen Beziehungen zu seiner jungen Familie haben zu diesaem Entschluß beigetragen. Man kann dies als ein deutliches Zeichen dafür sehen, dass der heutige Hochleistungs-Segelsport nicht nur aus Schulterklopfen und Sektduschen besteht, sondern die Sportler auch an ihre physischen und psychischen Grenzen bringen kann. Skipper NealMcDonald respektiert den Entschluß von Tony Kolb.
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17.12.2005
Dramatischer dritter Tag des Rolex Trophy Race
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Der Tag begann aussichtsreich mit der Rückkehr des krank gewesenen Neville Chrichton an Bord der Alfa Romeo. Trotzdem leistete sich die 98-foot Super maxi einen Fehlstart. Vor dem zweiten Rennen lief eine Gewitterfront mit 3m hohen Wellen durch, die manche Yachten in Bedrängnis brachte. Lichtblick war dann der 5.Sieg von Ray Roberts in 6 Rennen, sodass er mit seiner DK46 Quantum Racing weiter einer der großen Favoriten des in einer Woche beginnenden Hobart Race bleibt. Den Abschluss dieses ereignisreichen Tages bildete bei der täglichen Preisverleihung das Gedenken an John Bennetto, der gestern mit 79 Jahren starb. Bennetto hat seit 1947 44 mal am Sydney-Hobart Race teilgenommen - ein einmaliger sportlicher Rekord.
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10.12.2005
Jeden Abend Lichterketten im North-Cove/NYC
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Während der Weihnachtsferien zeigt sich der North Cove Yachthafen in New York jeden Abend von 5:15 to 10 p.m. im Lichterkleid. Eine weihnachtliche Geste für die Familien und Menschen, die in New York downtown arbeiten und leben. Die NY Mercantile Exchange, Battery Park City Authority und North Cove machten dies möglich.
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09.12.2005
Dee Caffari/AVIVA hat Äquator gekreuzt
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Dee hat nach 17 Tagen (8.12., 22h25) am Äquator die erste psychologische Hürde ihrer Ost-West-Umrundung genommen. Ellen Mac Arthur brauchte vor genau einem Jahr mit ihrem 75ft-Trimaran B&Q nur 8 Tage, 18h und 20 min ! Nach einer strapaziösen Woche mit Schlafproblemen, zu wenig Wind und plötzlichen 30kn Wind von vorn bereitet sie sich nun auf Kap Hoorn vor.
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08.12.2005
Abschluß der Americas Cup Saison 2005 in Paris
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Im Salon Nautique de Paris wurde der erfolgreiche abschluß der AC-Saison 2005 gefeiert.In 2005 gab es 211 race starts, mit 13 fleet races und 198 match races. Jedes Team segelte fast 500 Meilen auf den Regattakursen. Nach Trapani waren 1 Mio Besucher gekommen und über 1 Milliarde haben die Rennen 2005 im TV verfolgt. 5 neue Boote werden z.Zt. konstruiert und in Valencia entsteht eine neue Marina für 600 Boote.
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07.12.2005
Dee Caffari/AVIVA kurz vor dem Äquator
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Dee Caffari, die erstmalig als Frau den Ost-West-Around-Rekord von Jean Luc Van Den Heede (122 days, 14 hours, 3 minutes and 49 seconds) brechen will, hat mit ihrer 72ft-AVIVA nach 16 Tagen fast den Äquator erreicht. Derzeitige technische Probleme: Ingangsetzung der Hochdruckpumpe des Wassermachers. Menschliches Problem: Umgang mit den fliegenden Fischen an Deck.
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06.12.2005
Sunergy and Friends in Kapstadt eingelaufen
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Der 5.Platz bei Leg1 tut der großen sportlichen Leistung der Crew keinen Abbruch. Gleich im ersten Sturm ging der Großbaumbeschlag hinüber und wurde im "kürzesten Pitstop" von weniger als 12 Std. in Madeira repariert. Mit 600-700 Meilen Rückstand jagte sie hinter den anderen her (an einem Tag sogar 501 Meilen !) - und immer auf der "falschen" Seite der Wetterfronten. Für die Neulinge an Bord war es zu Anfang die Hölle - desto ehrenvoller der Empfang in Kapstadt.
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06.12.2005
"Eisarsch", die Regatta der etwas anderen Art
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137 gestandene Männer gingen am 03.12.2005 an den Start zur 37. Eisarsch-Regatta des LYC auf der Wakenitz. Leichter SE-Wind,
nur ein Pinnenbruch und 170 Liter Glühweinverbrauch bei einer Meldegeldberechnung von 20cent/kg Lebendgewicht(137kg der Schwerste); das sind nur Stichworte dieser gelungenen Traditionsregatta - nur für Männer - die sogar aus Wuppertal und Duisburg angereist waren. Der rosarote Kinder-Popo ging wieder an Sven-Erik Horsch vom NRV. Übrigens: einer der nettesten Regattaberichte des Jahres !
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01.12.2005
Mike Sanderson/ABN AMRO ONE gewinnt in Kapstadt
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Um 13:24 GMT überfuhr heute die ABN AMRO ONE in Kapstadt die Ziellinie des Leg 1 des Volvo Ocean Race. Für die 6.400 Meilen benötigte die Crew 19 Tage, 24 min und 2 sec.Dabei wurde auch noch ein neuer 24h-Weltrekord geholt. Mike Sanderson hat damit den ersten von 11,5 Punkten in der Tasche. Nachdem er zwei Rennen mit Grant Dalton gesegelt ist, ist dies sein erstes großes Rennen als Skipper.
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