Titel-Rückblick 2006
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    31.01.2006
    Dee/AVIVA 72 Tage unterwegs im Südozean
    Nach ihren bösen Überraschungen beim Durchfahren eines Sturmtiefs ist Dee jetzt nach Süden ausgewichen und hat dabei den 53 Breitengrad gestreift. Die plötzliche Kälte hat ihre Hände fast an der Winch kleben lassen - und sie schrie vor Schmerzen auf, als die Kälte unter Deck wieder aus den Händen floh. Sie ist jetzt nach 11.700 Meilen 72 Tage unterwegs - diese zeit hat Dame Ellen Mac Arthur für die ganze Weltumsegelung gebraucht - sie aber West nach Ost - mit Wind und Wellen. Komische Geräusche jagten Dee Schrecken ein, stellten sich aber dann als harmlos heraus.

    27.01.2006
    27m lang, 5m breit - Brasil 1: 4000 km durch Australien
    Das ist die ungewöhnlichste Reise der Volvo Open 70 Brasil 1, die im Südozean schon zweimal mit Schäden an Land musste. Von Freemantle aus wird sie nun in 5 Tagen über 4000km nach Melbourne gefahren, wo sie am Lag 3 nach Baltimore wieder teilnehmen will. Der Truckfahrer hat schon 52 Meter lange Windrad-Masten über Land transportiert. Es sind nur 12h/Tag und 80km/h erlaubt.

    27.01.2006
    Deutsche A-Cup GER 89 bekommt Gesicht
    26 m lang, 4 m breit, mit einem 33 m-Mast und 24 Tonnen Gewicht stellt sich die im Bau befindliche deutsche Yacht des United-Internet-Team-Germany zumindest teilweise der Öffentlichkeit vor. Neueste Fertigungsmethoden sollen mit Hightec Highspeed generieren. 22 Mann werkeln in der Werfthalle am Nord-Ostsee-Kanal an der deutschen Herausforderung für den Americas Cup 2007 und sind gut im Zeitplan. Die Pressemitteilung stellt auch schon die wichtigsten techn. Daten der neuen Yacht vor.

    26.01.2006
    DSV-Leistungssegeln im Aufwind - Olympiaanwärter
    Der Kieler Ausnahmesegler Heiko Kröger hat am Mittwoch zum siebten Mal die Behinderten-Weltmeisterschaft in der Klasse 2.4mR gewonnen. Zeitgleich erkämpften der Berliner Jens Kroker und sein Team Silber in der Dreimann-Kielbootklasse Sonar. Kommentar von Präsident Bähr zum ersten deutschen America´s Cup-Projekt United Internet Team Germany: "Synergie-Effekte aus dem America´s Cup nutzen". Optimistischer Blick auf Peking. Im Team Olympia Peking finden sich bekannte Namen wie TORNADO: J.Polgar/F.Spalteholz, YNGLING:U.Schümann/U.Höpfner/R.Kappel, LASER RADIAL (neue olympische Bootsklasse; ersetzt die Europe): P.Niemann,H.Jansch, 49ER:J.u.H.Peckolt.
    Termine für WM und EM. Termine für DM stehen noch nicht alle fest.

    25.01.2006
    Deutsche Meisterschaften live im Fernsehen
    SEGELSPORT IM TV: NEUE REGATTAFORMATE FÜR MEHR MEDIENPRÄSENZ
    Der Deutsche Segler-Verband hat eine neue Meisterschaftsordnung für alle olympischen Disziplinen und Juniorenmeisterschaften erlassen. In einer Finalwettfahrt werden die ersten zehn Mannschaften der vorangegangenen Wettfahrten auf einem kurzen Up- and Down-Kurs ihren Meister aussegeln. Wer gewinnt, wird bei Zieldurchgang entschieden. Das Präsidium und der Seglerrat des Deutschen Segler-Verbandes haben mit dieser neuen Meisterschaftsordnung beste Voraussetzungen für TV-Übertragungen geschaffen. Im November 2005 hatte bereits die International Sailing Federation (ISAF) das Regattaformat für die Olympischen Spiele in ähnlicher Form modernisiert.

    25.01.2006
    Stunde der Wahrheit beim VOR in Melbourne
    SEGEL.DE titelte bereits am 15.01.: "Mastbruch auf Brasil 1 wegen Übermut!" Nicht nur dieser Mastbruch und Risse in der Bootsstruktur, sondern auch massive Probleme im hydraulisch betriebenen Schwenkkielbereich machten Konsequenzen sehr wahrscheinlich.
    In einem von den Organisatoren des VOR einberufenen Forum in Melbourne tauschten die Rennleitung, Skipper, Crewmitglieder und Designer freimütig ihre Erfahrungen und Meinungen zur Halbzeit des Rennens aus. Die Botschaft der Skipper war deutlich und klar: "Niemand weiß, was uns da draussen passiert - so lasst die Dinge in unseren Händen. Kommt nicht mit großartigen vorausschauenden Ideen, wenn ihr nicht dort draussen an der "Kohlenfront" seid- in 6oft hohen Wellen und bei 45kn Wind". Allen war klar, dass die erste Regatta mit 70ft-Yachten ein Lernprozess ist - die Regeln aber nicht geändert werden müssen. Die meisten Skipper kamen zu Wort. Von den Verbesserungsvorschlägen ist erwähnenswert, dass ein aktiver Radar Transponder (X band) wichtig wäre für die Sichtbarkeit der Boote gegenüber der kommerziellen Schiffahrt im Nordatlantik und in europäischen Gewässern.

    25.01.2006
    Container segeln über die Weltmeere
    Im kommenden Jahr wird das erste Frachtschiff mit dem revolutionären und umweltfreundlichen Wind-Antriebssystem SkySails über die Weltmeere kreuzen. Ein entsprechender Kaufvertrag wurde am 25. Januar 2006 zwischen der Bremer Reederei Beluga Shipping und dem Hamburger Hersteller SkySails unterzeichnet. Damit ist Beluga Shipping die weltweit erste Reederei, die ein Schiff mit dem Zugdrachen-Antriebssystem ausrüstet. Mit der neuen Technologie können Schiffe die Hälfte der Treibstoffkosten einsparen und gleichzeitig außergewöhnlich große Mengen klimaschädlicher Emissionen vermeiden. Die Oltmann Gruppe, ein renommierter Schiffsfinanzierer, hat die Entwicklung ressourceneffizienter Technologien zu ihrem Thema gemacht. Unter ihrer Leitung sollen insgesamt 8,05 Mio. Euro von strategischen, institutionellen und privaten Investoren für das SkySails-Projekt eingeworben werden.

    24.01.2006
    Rolex Miami OCR-größte Jollenregatta der Dekade
    610 Segler auf 406 Jollen aus 40 Nationen segeln im Rolex Miami OCR - dem größten Event der Dekade - um Punkte und Plazierungen. Während Europa unter der Kälte leidet, herrschen in der Biscayne Bay bei angenehmer Brise und blauem wolkenlosen Himmel nahezu perfekte Wettfahrtbedingungen. Die deutschen Regattasegler werden neidisch dorthin schauen, wo allein 7 World Champions segeln. Bei nur noch 2 Jahren vor den olympischen Spielen in Peking können sich hier die Segler in den rankings hocharbeiten. Das US SAILING's Rolex Miami OCR ist eine Regatta der International Sailing Federation (ISAF) Grade 1, also mit dem höchsten Ranglistenfaktor, in der man sich für die Weltrangliste, für das 2006 US Sailing Team und für die Landeslisten der 2007 Pan Am Games qualifiziert.

    23.01.2006
    Audi A4 Avant als Preis im Harbor Race Sydney
    Audi Ausatralia lobt einen der als Lifestyle-Fahrzeug sehr beliebten Audi A4 Avant als Preis in der Audi Sydney Harbour Regatta am 4./5. März 2006 aus. An dieser Regatta werden mehr als 200 Boote - IRC Maxi, IRC, Sports 30, PHS Yachts, JOG, Etchells, Yngling, Dragon, J24, Sydney 38 One Design, Cav 28 yachts und Sydney 32 One Design - teilnehmen.

    21.01.2006
    Hat trick für ABN AMRO ONE in Melbourne
    Nach 18 Tagen, 22h, 8min und 40sec überfuhr Mike Sanderson/ABN AMRO ONE mit seiner erschöpften Mannschaft heute um 09:08:40 GMT (20:08:40 local time)die Ziellinie in Williamstown,Melbourne. Damit machte er nach dem Sieg von Leg 1 und dem Inportrace in Kapstadt mit dem Sieg von Leg 2 (6.400nm) einen "hat trick" und verbucht 29 Punkte auf seinem Konto. Er liegt damit 5 Punkte vor dem Schwesterschiff ABN AMRO TWO. Sanderson sagte:"Ich bin wirklich erleichtert, dies hier hinter mir zu haben. Es war sehr stressig in den letzten 18 Stunden, aber das ist nichts im Vergleich zur ganzen Strecke. Ich habe soetwas noch nicht kennengelernt".

    21.01.2006
    Dee hat den "Point Nemo" erreicht
    Als "a defining moment" für Dee Caffari/AVIVA bezeichnete der Wetterplaner die derzeitige Situation der AVIVA inmitten eines permanenten Sturms mit 40-50kn - vergleichbar mit dem im legendären Fastnetrace 1979.Immer wieder dreht der Wind plötzlich von Nord nach SW und zurück nach NW und erzeugt dabei eine gefährliche Kreuzsee.Dee erreichte gestern den Point Nemo - der am weitesten von jedem Land entfernte Punkt der Reise.Mike Golding - einer der wenigen, die diesen Kurs gegen Wind und Wellen gesegelt sind, sagte:"Dee wird sich nach Passieren des halfwaypoints auf dem Heimweg fühlen und wird den Gedanken haben - Du kannst es schaffen!" Dee hat am Montag 33.Geburtstag ! Sie können ihr einen Gruß per email über diesen Link - Gruss an Dee senden, was schon viele getan haben.

    19.01.2006
    Nav-Station Brand auf ABN AMRO TWO
    Rund 500 Meilen vor Melbourne erwischte den Zweiten - Sebastian Josse - ein Brand in der Navigationsstation. Rauch unter Deck schreckte die Crew auf, und nach einigem Suchen sahen sie die verschmorten Kabel und eine zum Schmelzen erhitze Plattform der Instrumente. Obwohl er alles abschaltete, bekam Sebastian noch etliche el.Schläge, die ihn mit seinen nassen Händen "wie eine Katze auf heissen Briketts" umherspringen liessen. "Alles schlimm genug - aber nicht so arg wie der Mastbruch der Brasil1".

    15.01.2006
    Mastbruch auf Brasil1 wegen Übermut
    Um 06:30UTC erlitt die Brasil1 1200nm vor Freemantle Mastbruch nach Versagen eines Püttings, das in Bohrungsmitte brach. Skipper Torben Grael meldete, dass der Mastbruch sich unter klarem sonnigem Himmel bei 18kn Wind aus NW ereignete und der Mast in drei Teile zerbrach. Schiksalhaft ? - nein: Seit zwei Tagen hatten sie ihren Spi oben und nahmen ihn auch bei 30kn Wind nicht herunter - in übermütiger Stimmung, u.a. weil sie seit ihrem Restart in Port Elisabeth 500 Meilen aufgeholt hatten - eine tolle Leistung. Analyse eines erfahrenen Prüfing.: Gewaltbruch durch Dauer-Wechselbelastung. Brasil 1 hatte bereits am dritten Tag nach dem Start in Kapstadt nach harten Wellen von vorn Risse im Bootsrumpf festgestellt, die dann in Port Elisabeth repariert worden waren.

    15.01.2006
    Neuer Rekord im Cape to Bahia-Race
    Im Heineken Cape to Bahia Race (vormals Cape to Rio) überfuhr der brasilianische Cat Adrenalina Pura - Nomen est omen - gestern die Ziellinie in Salvador de Bahia - der schwarzen Seele Brasiliens - in der neuen Rekordzeit von 10 Tagen, 8h und 1min. Sie brach den bisherigen Rekord im Cape to Rio Race 2003(15 Tage 8h und 44min) damit um mehr als 5 Tage. In diesem Rennen waren Multihulls zum ersten Mal erlaubt - also bei etwas kürzerer Strecke ein schnelleres Boot...

    11.01.2006
    Das Drama auf der Black Pearl der Piraten
    Vergangene Nacht rissen böse Geräusche und Wassereindringen im Schwenkkielbereich die Mannschaft der Pirates of the Caribbean (Paul Cayard) hoch. Folge: Segel reduziert, Beratschlagung mit Shoreteam, z.Zt. max. 20 Grad Kielschwenkung und 80% der max.Geschwindigkeit vertretbar. Wassereintritt beherrschbar. Hoffnung, dass der achterliche Wind aus NW weiter 30 Stunden hält. Der wirkliche Schaden kann erst an Land ermittelt werden. Supercoole Schlußbemerkung von Paul Cayard: ”In general, all is well and stable onboard the Black Pearl.”

    11.01.2006
    Brasiliens Präsident grüßt Brasil 1-Crew
    Ereignisreiche Zeit bei der VOP-Flotte: Die jungen Segler von ABN AMRO TWO(Sebastien Josse) haben den 24h-Rekord nocheinmal hochgetrieben auf 563 Meilen. 4 Boote haben mehr als 500 Meilen gemacht und den Waypoint passiert - eine tolle Leistung. Sogar die wieder ins Rennen eingestiegene Brasil 1 erhielt eine Grußbotschaft des Präsidenten von Brasilien - Luiz Inácio Lula da Silva. "Er gratuliert dem Skipper Torben Grael für dessen Stehvermögen trotz einiger Probleme, die zeigen würden, dass wir eine Nation sind, die niemals aufgibt. Er wünscht allen brasilianischen Seglern, die um die Welt segeln und dabei den Namen unseres Landes repräsentieren, Glück bei diesem bedeutenden Wettkampf".

    11.01.2006
    Neuer Weltrekord mit 558 Meilen/24h für ABN AMRO TWO
    Nachdem bereits im Leg 1 von Vigo nach Kapstadt Mike Anderson/ABN AMRO ONE mit 546nm/24h einen neuen Weltrekord errungen hatte, hat nun das Schwesterschiff ABN AMRO TWO unter Sebastien Josse im Leg2 nach Melbourne die Marke weiter nach oben geschoben(558nm/23,3kn). Auch Paul Cayard/Black Pearl und Bouwe Bekking/Movistar brachen mit 540nm bzw. 510nm die 500-Meilenmarke.

    10.01.2006
    ABN AMRO ONE holt 3,5 Pkte, Brasil 1 zurück
    Es gibt keinen Sekt - aber Schokolade für die Crew der ABN ONE, die als Erste sowohl den Eis-Waypoint als auch die Kerguelen Isls. passiert hat und damit 3,5 Punkte mehr auf dem Konto. Bei dem Tanz in der Wetterfront riss der zuvor geflickte Spi in Stücke. Infolge der diesmal zwei weniger erlaubten Spis, musste die Nähmaschine in Aktion treten. Heute hat Brasil repariert und stabiler als zuvor Port Elisabeth verlassen und nimmt das Rennen wieder auf, während Ericsson per unterwegs nach Melbourne ist.

    09.01.2006
    ABN AMRO ONE tanzt auf dem Vulkan...
    Mike Sanderson müsste sich eigentlich wirklich freuen über seine 495 Meilen an erster Stelle - gegenüber den "nur" 368 Meilen/24h der Piraten. Aber die Höllenfahrt auf der Vorderseite der Wetterfront läßt ihn manche Welle mit mehr als 30kn hinunterjagen. Seine Sorge: Hält das Boot das aus - wenn er es auch z.Zt. unter Kontrolle hat?? "Während ich euch hier schreibe, denke ich daran, in einer pechschwarzen Nacht um eine Ecke zu biegen - und in San Franzisko zu sein"....

    09.01.2006
    Kanzlerin eröffnet Kieler Woche
    Die Kieler Woche 2006 erlebt ihren Höhepunkt schon zur Eröffnung am 17. Juni: Mit Bundeskanzlerin Angela Merkel eröffnet erstmals eine deutsche Regierungschefin die größte Segelsportveranstaltung der Welt und das größte Sommerfest Nordeuropas. Das Kieler-Woche-Büro ist beim Empfang hochrangiger Gäste zur Eröffnung ja bereits in Übung; schließlich kam im Vorjahr Bundespräsident Horst Köhler zum ersten Kieler-Woche-Wochenende.

    09.01.2006
    Dee/AVIVA nimmt Kampf mit Südozean auf
    Nach 7 Wochen hat Dee Caffari bereits 8500 Meilen und Kap Hoorn hinter sich. Nach einem Psychotief kurz vor Kap Hoorn fühlt sie sich z.Zt. sehr stark und bietet dem Horror des Großen Südens die Stirn. Nach mäßigem Wind am Kap sind die Temperaturen massiv gefallen und die Windstärke nahm innerhalb einer Stunde auf 45kn zu. Dieser Wind und die Wellen trieben sie unaufhaltsam auf die kleine Islas Diego Ramirez zu. Mit aller Kraft verkleinerte sie das Großsegel um sicher Kurs halten zu können - ein unübrthörbare Erinnerung daran, wie schrecklich wind und Wellen in der Wildnis des Südozeans sein können.

    05.01.2006
    Konstruktionsgrenzen im Rennyachtbau erreicht?
    Nicht erst der neuerliche Schaden an der 70ft-Brasil 1 in der Flotte des Volvo Ocean Race läßt die Frage berechtigt erscheinen, ob die Konstruktionsgrenzen der Ozean-Rennyachten erreicht sind. Neue Verbundwerkstoffe, Gewichtsersparnis und immer längere Boote führen offenbar zu unvorhergesehenen Schäden an der Bootsastruktur nach schwerer Belastung durch Wind und Seegang. Die Brasil 1 registrierte zwar nachts in schwerer See ein paar harte Aufschläge, musste dann aber am nächsten Morgen erhebliche Risse in der Bootshaut und Dellen feststellen, die zur Aufgabe und Rückkehr nach Südafrika zwangen. Im Flugzeug- und Brückenbau kennt man seit Jahrzehnten die Probleme der sog. Betriebsfestigkeit unter wechselnden Belastungen.

    04.01.2006
    Dee Caffari/AVIVA rundet Kap Hoorn
    0940UTC rundete heute Dee Caffari mit ihrer AVIVA Kap Hoorn auf ihrem erstmaligen Solotörn Nonstop von Osten nach Westen um die Welt. Trotz moderatem Wetter mit wenig Wind war es für sie doch eine aufregende Sache: Zuerst wollte der Mr. Cape Horn Radio nicht glauben, dass sie allein an Bord war. Dann erzählte ihr der Ulf auf der südafrikanischen Hanseatic, dass er von Kapstadt aus über Trinidad, die Antarktik Halbinsel, Kap Hoorn nach Ushuaia unterwegs ist. Schließlich wollte sie die chilenische Marine noch inspizieren, ließ aber dann doch davon ab. Jetzt ist sie wohlbehalten schon auf Südwestkurs - hinein in den Großen Süden...

    04.01.2006
    Ericsson muss zurück nach Kapstadt
    Am frühen Morgen brach auf der Ericsson ein Teil des hydraulischen Schwenkkielsystems bei 10kn Fahrt und 15-20kn Wind. Skipper Neal McDonald musste seinen 2.Platz aufgeben um in Kapstadt den Schaden nach Möglichkeit zu beheben.

    03.01.2006
    AVIVA rundet heute Nacht Kap Hoorn
    Nach dem von einem Stimmungstief geprägten Weihnachten/Neujahr hat sich manches zum Guten gewendet. Beide Autopilotsysteme funktionieren wieder, Hydrauliköl geht nicht mehr verloren und 15-20kn Nordwind versprechen eine problemlose Umrundung von Kap Hoorn. Kleines Sensatiönchen: Dee sichtete 300nm nördlich der Falklands einen Eisberg, d.i. die Breite von La Rochelle ! Natürlich wurden das Antarctic Survey Team, die Falklands Coastguard und Falmouth Coastguards informiert.

    02.01.2006
    Mit gemischten Erwartungen in den Südozean
    Vor dem heutigen Start zum Leg2 des Volvo Ocean Race äußern sich die Skipper zu diesem wohl schwersten Streckenabschnitt von Kapstadt nach Melbourne. Dem unvergleichlichen Segeleerlebnis in den einsamen Wasserwüsten des großen Südens stehen die nüchternen Überlegungen zum Thema der Eisberge und Wetterbedingungen gegenüber, die durch die Festlegung der beiden Waypoints gemildert werden sollen. "Du musst realistisch bleiben", sagt Skipper Neal McDonald/Ericsson, "kein Boot, das offshore geht, ist 100%-ig - das gibt es nicht. Diese Boote werden nach taktischen Gesichtspunkten gebaut, sind komplizierter geworden, schneller, mit mehr Power, leichter und weniger robust. Somit ist große Aufmerksamkeit angesagt." Sanderson beschrieb die Verantwortung des Skippers mit den Worten:"Ich denke immer an meine Kameraden, die ich an ihre Frauen und Mütter zurückgeben muss. Es bedrückt mein Herz, wenn ich daran denke, dass ich verantwortlich für sie bin, wenn ich sie mit hinunter nehme in den Südozean, mit 30kn vorbei an Eisbergen um Mitternacht mit beschränkter Sicht".


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