Titel-Rückblick 2006
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  • 30.11.2006
    Attraktive Segelevents können auch scheitern
    Die attraktiven Inshorerennen der 60'-Trimarane im diesjährigen können im nächsten Jahr nicht fortgesetzt werden. Es meldeten sich nur die bekannten Namen Banque Populaire IV, Gitana 11, Gitana 12 und Groupama 2 - zuwenig! Die beteiligten Sponsoren, Städte und Medien hatten in diesem Jahr eine Mindestteilnahme von 6 Tris und eine gesicherte Finanzierung vereinbart. Trotz möglicher Programmreduzierungen und Eventwechsel scheinen z.Zt. keine neuen Teilnehmer in Sicht. Die geplante Pressekonferenz auf der Pariser Boatshow fällt deshalb aus.

    27.11.2006
    "Himmlischer" Beistand für Team Shosholoza
    Der lockere Ton und die Unbekümmertheit des südafrikanischen A-Cup Teams Shosholoza fiel schon im vergangenen Jahr auf. Heute empfing Bischof Tutu, wortgewaltiger Kämpfer gegen die einstige Apartheid, das südafrikanische A-Cup Team Shosholoza und sprach den Seglern für nächstes Jahr Mut zu. Schon vorher war sein Ton optimistisch-beschwingt. Tutus email voriges Jahr: "Ich bin in den USA in einem Kloster, hier werde ich sicher eine Hotline zu Gott haben." Als das Team den Sieg in diesem Rennen knapp verfehlte, tröstete Tutu: "Nächstes Jahr bleibe ich länger im Kloster". Tutus Glückwünsche zu den Siegen während der diesjährigen Ausscheidungsregatten: "Jippiee und noch mal Jippiee. Ein doppeltes 'Wow' zum zweiten Sieg. In Liebe, Arch, Pate von Shosholoza". 2006 zeigte infolgedessen die Formkurve des Teams steil nach oben. Die Südafrikaner verbuchten in dieser Saison vier Siege und platzierten sich auf dem guten siebten Platz in der Saison-Schlussrangliste.

    26.11.2006
    Dramatischer Bericht von Mike's D-day
    Mike Golding berichtet ausführlich von der Rettungsaktion für Alex Thomson, die das Drehbuch für einen Actionthriller abgeben könnte. Der versteckte Schaden im Karbonmast muss schon vor der Rettungsaktion eingetreten sein - genau wird man es nie wissen. Ob ein neuer Mast nach Kapstadt geflogen werden kann, ist z.Zt. ungewiß.

    24.11.2006
    Nach Rettungsaktion Mastbruch auf Ecover
    Ein Unglück kommt selten allein.
    Keine 5 Stunden nach der glücklichen Rettung von Alex Thomson brach der Mast der ECOVER um 11:50 über Mike Golding und Alex Thomson in drei Teile auseinander. Die Großsegel wurden gerettet, die Genua ist verloren. Beide sind wohlauf und steuern nunmehr Kapstadt an - mit einem gerefften Großsegel und Vorsegel.

    24.11.2006
    Alex Thomson von Mike Golding gerettet
    Heute Morgen, 04.45-06.30 ist es Mike Goldingh/ECOVER 800nm südlich Kapstadt nach 4 Anläufen gelungen Alex Thomson von seiner im Kielbereich schwer beschädigten HUGO BOSS zu übernehmen. Der perfekt vorbereitete Alex konnte in seiner Rettungsinsel einige persönliche Dinge mitnehmen. Es gab einige kritische Momente und ein Kontakt beider Boote musste vermieden werden. Mike hat inzwischen sein Rennen ohne Hilfe von Alex nach Freemantle fortgesetzt und hofft keine "Strafe" zu erhalten.

    23.11.2006
    Alex Thomson mit Kielschaden gekentert
    03:30 in der vergangenen Nacht wurde Alex bei 30kn Wind, 18kn Fahrt mit 3 Reffs plötzlich durch die Kabine geschleudert. Die Hugo BOSS hatte einen extremen Schaden am Schwenkkiel erlitten und lag auf der Seite. Alex ist dabei, den Kiel mit Hilfe des Shoreteams in den Griff zu bekommen. Der Raceofficer hat den nachfolgenden Kojiro alarmiert evtl. Hilfe zu leisten. Alex Thomson segelte zum Zeitpunkt des Unglücks 1000nm südlich Kapstadt vor dem Wind mit einer Meile Abstand hinter Mike Golding.
    Inzwischen versucht Kojiro Thomson zu erreichen.
    Mike Golding und Kojiro Shiraishi kämpfen sich bei 30kn Wind gegenan und hoher See zu Alex durch, der offiziell aufgegeben und um Hilfe gebeten hat. Die Rettungspläne sind schon formuliert.

    23.11.2006
    Neuer "CLASSIC SAILBOAT 2007" Kalender
    Am 1. November ist zu dritten Mal der neue Klassiker-Kalender von Sönke Hucho erschienen.
    In diesem Jahr sind ausnahmslos alle Bilder bei Regatten entstanden. Dieser Segelkalender zeigt mehr als nur "Supermacker mit Superyachten auf der Superwelle". Neben der Schönheit der glänzenden Holzrümpfe wurden daher auch die Emotionen der Segler eingefangen. Die Kalenderfotos entstanden bei der Berliner Havel Klassik, auf Regatten in Laboe, Neustadt und Schwerin sowie während der Classic Week, auf der Kieler Förde, im dänischen Sonderburg und auf der Schlei.

    22.11.2006
    5Oceans: Golding überholt wieder Thomson
    Alex Thomson/HUGO BOSS , der jüngste Skipper der Flotte, wurde heute Nacht wieder von dem erfahrenen Haudegen Mike Golding/ECOVER überholt. Noch 4000 Meilen bis Freemantle; aber Bernard Stamm kann bei 700 Meilen Vorsprung nicht mehr eingeholt werden, und so man liefert sich seinen eigenen Kampf. Paradoxon: Mike ist zwar Zweiter in der Entfernung nach Freemantle, Alex aber Zweiter in der Entfernung zu Bernard. Sir Robin läßt sich derweil seinen leckeren Früchtekuchen schmecken.

    22.11.2006
    Über 700 Design-Ideen für die Germany I
    Große Resonanz beim Designwettbewerb des United Internet Team Germany.
    Die Teilnehmer beim Designwettbewerb des United Internet Team Germany haben ihre Mission erfüllt - und das mit einem überwältigenden Ergebnis. Während der zweimonatigen Laufzeit des Wettbewerbs sind über 700 Design-Vorschläge für die deutsche America's Cup-Yacht eingegangen. Nun ist es die Aufgabe der Jury, aus dieser großen Zahl an Ideen das siegreiche Design auszuwählen, mit dem die Germany I im Frühjahr 2007 als erstes deutsches Boot bei der bedeutendsten Segelregatta der Welt im spanischen Valencia an den Start gehen wird.

    18.11.2006
    Thomson: 2 Schritte zurück- 10 Schritte vor
    Die taktische Entscheidung von Alex Thomson/HUGO BOSS "zurück" nach SW zu segeln um dem Hoch zu entkommen, hat sich mehr als ausgezahlt. Es war sein D-day. Gestern Nachmittag zog er so am Dritten Kojiro Shiraishi vorbei und überholte in der Nacht sogar Mike Golding. Alex ist nun Zweiter - aber 800 Meilen hinter Flottenführer Bernard Stamm/Cheminées Poujoulat, der schon die ersten Albatrosse begrüßt hat.

    16.11.2006
    78ft "wave-piercing Tri" promotet Biodiesel
    Im Dennis Conner North Cove Haror von New York ist der 78ft-Motor-Tri "Earthrace" eingelaufen. Der Trimaran ist speziell zur Promotion von Biodiesel konstruiert worden und macht eine weltweite Promotiontour. Anschließend versucht die Eartrace den Powerboat Rekord Around (74 Tage) zu brechen. Das Schiff kann z.Zt. besichtigt werden.

    16.11.2006
    Kojiro stochert verzweifelt im Helena-Hoch
    Das Hoch im Südatlantik treibt den Dritten des 5Oceans, Kojiro Shiraishi zur Verzweiflung: "Seit gestern hat der Wind auf 140-120 Grad gedreht, genau in meine Richtung. Als ich letzte Nacht wendete, lag ein Kurs von 60Grad, bestenfalls 90 Grad an. Keinesfalls schaffte ich Südkurs. Egal, welchen Kurs ich fahre, es geht nicht vorwärts. Damit bleibt mir nur zu beten, dass das Hoch südlich von uns nach Osten abzieht. Was geschehen sollte, ist nicht geschehen". Mike Golding hatte gestern seinen Abstand zu Bernard Stamm auf 170 Meilen verringert. Heute Morgen sind daraus 789 Meilen geworden !

    13.11.2006
    Route du Rhum: Fast alle am Ziel
    Das diesjährige traditionelle Rennen in mehreren Bootsklassen war durch mehrere Kenterungen gekennzeichnet.Das Gesamtfeld war weit auseinandergezogen. Hier die Rankingtabelle:
    IMOCA Roland JourdainSill et Veolia
    Classe 1 Pierre-Yves Guennec Jeunes Dirigeants
    Classe 2 Kip StoneArtforms
    Classe 3 Michel KleinjansRoaring Forty
    Classe 40 Phil Sharpphilsharpracing.com Multihulls
    ORMA Lionel lemonchoisGitana 11
    Classe 2 Franck-Yves EscoffierCrêpes Whaou!
    Classe 3 Pierre AntoineImagine-Institut des Maladies Génétiques


    12.11.2006
    5Oceans: Golding hat Chance gegen Stamm
    Nach 20 Tagen auf See scheint der Sieg von Bernard Stamm in Freemantle nichrt mehr so sicher. Mike Golding - jetzt an zweiter Stelle segelt die gleiche Geschwindigkeit von 13kn wie Bernard und könnte auf dem Run ums Kap der Guten Hoffnung noch wieter aufholen. Währenddessen pflegt der auf den 3.Platz zurückgefallene - aber stolze - 60-Open-Rookie Kojiro Shiraishi die Kontakte zu seiner Highschool und den japanischen Schulkindern - wie vor Jahren auch Ellen Mac Arthur in GB.

    09.11.2006
    Aus der Traum - für Tim Troy/USA
    Der amerikanische Segler Tim Troy/MARGARET ANNA(ex-Petit Navire) gab heute seinen Rücktritt von der Teilnahme am VELUX5OCEANS Race - Solo Around - bekannt. Damit zerbrach ein langer Traum des 48-jährigen Seglers aus den USA. "Ich bin sowohl emotional als auch finanziell erschöpft.Ihr könnt euch nicht die Enttäuschung vorstellen - nach so langer und harter Arbeit, um ein Mitglied dieser Elitegruppe von Leuten zu werden, die allein um die Welt gesegelt sind". Troy hat mit seinem 60ft-Boot die Sicherheitsanforderungen der IMOCA nicht erfüllen können. Der Race Director dazu:"Wir sind alle enttäuscht. Tim war ein fantastischer Wettbewerber und anständiger Charakter. Aber die Sicherheit ist eine der Prioritäten für die Organisatoren und Skipper dieses Rennens".

    08.11.2006
    Stève Ravussin's dramatische Kenterung+Rettung
    Wie wir bereits aktuell meldeten, ist Stève Ravussin mit seinem Trimaran Orange Project am 07.11.,00:24 (French time)600 Meilen NW der Azoren gekentert und wurde vom russischen Tanker Okhta Bridge 9:45 gerettet. Die Rettungsaktion war genauso dramatisch wie die Kenterung selbst und versetzte Steve in einen Schockzustand: "Ich hatte heute drei Leben..." - war sein einziger Kommentar. Lesen Sie den ungewöhnlichen Bericht, der die menschlichen und technischen Grenzen aufzeigt - trotz aller Perfektion.

    06.11.2006
    Neuer Regattaname: "Die Rhum-Autobahn !!"
    Begeistert begrüßte Victorin Lurel, der Präsident der "Région Guadeloupe" den Sieger der Route du Rhum und erklärte sie kurzerhand zur "Autoroute du Rhum". Lionel Lemonchois hatte mit seiner Gitana 11 den Nordatlantik auf dieser historischen Route(3542sm) in der Rekordzeit von 7 Tagen,17h,19min und 6sec überquert - mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 19,11kn. Damit war er 4 Tage, 15h und 22 min weniger unterwegs als Laurent Bourgnon (Primagaz). Lionel am Kai:"Unter den Wetterbedingungen, die wir hatten, konnten wir nahezu auf der direkten Route segeln. Roland Jourdain/Sill et Veolia: "Er ist der perfekte Repräsentant dessen, was einen Segler ausmacht. Er ist in seiner Art etwas untypisch, er ist ein freier Mensch, der frei denkt.

    05.11.2006
    Ladys Only auf der Alster
    Im Finalkrimi beim Ladies Only 2006 konnte sich Hahlbrock im dritten Rennen gegen Schümann durchsetzen. Spannung und Nervenkitzel wurde den Zuschauern geboten, die am Sonntagnachmittag dem Segelfinale der Teams um die Steuerfrauen Silke Hahlbrock und Ulrike Schümann auf der Hamburger Außenalster beiwohnten. Kopf an Kopf holten sich beide Frauen-Crews immer wieder die Kontrolle in den einzelnen Rennen zurück. Erst im dritten und letzten Kampf „Boot gegen Boot“ hatte die Hamburgerin Hahlbrock, durch eine Strafrunde der Berlinerin Schümann in der Vorstartphase, die Nase vorn im Kurs auf den ersten Platz bei den Ladies Only 2006. Zwei gewonnene Rennen reichten der 22-jährigen Silke Hahlbrock im „Best of Three“- Modus gesegelten Finale, um wie im Vorjahr die Siegestrophäe zu ersegeln.

    02.11.2006
    Orange ist bei Azoren mit Container kollidiert
    Heute 09:00GMT ist Stève Ravussin's Orange Project Trimaran bei 20kn Fahrt und 30-35kn Wind aus Nord (2 Reffs) mit einem unter Oberfläche schwimmenden Container kollidiert. Das Zentralruder ist zerstört, das Haupt-Daggerboard beschädigt. Orange, 140sm NW der Azoren steuert - so gut es geht - zur Schnellreparatur Horta auf Faial an. Steve will das Rennen fortsetzen.

    02.11.2006
    Ladies Only 2006: Ab Freitag geht’s zur Sache
    im diesjährigen "Ladies Only" auf der Alster vom 3.-5. November 2006 messen sich zwölf internationale starke Frauen-Teams im Match Race. Die Seglerinnen aus sieben Nationen gehen am Donnerstag vor den Steganlagen des Hamburger Segel-Clubs (HSC) zur Trainingsrunde auf’s Wasser. Von Freitag bis Sonntag geht es dann um den Match Race Titel der Frauen. Zum Saisonende müssen sich die Seglerinnen gut einpacken, denn es verspricht kalt zu werden auf der Alster. Ausgetragen werden Duelle wie im America’s Cup, dabei segeln pro Lauf zwei Teams gegeneinander. Und die Matches des Teilnehmerfeldes aus sieben Nationen versprechen enorm spannend zu werden, denn einige der besten Seglerinnen kommen zu dem als Grade 2 ausgeschriebenen Event nach Hamburg.

    01.11.2006
    Mit 1 Reff und 30kn an den Azoren vorbei
    Die Spitzengruppe der Multihulls erreicht heute in der Route du Rhum mit full speed die Azoren. "Segler sind doch aus einem anderen Holz geschnitzt als andere Sterbliche". So berichtet Stève Ravussin, dass er einen guten Schlaf hatte und dabei fast vergessen hatte, dass er mit 30kn bei einem Reff und Solent unterwegs war. Mäßige Wellen und ein frischer Ostwind geben z.Zt. den hochmodernen Multihulls die Möglichkeit u.U. Rekorde zu brechen.

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