Rundum 17.06.2017

17.06.2017

90 Prozent kommen ins Ziel

Fritz Trippolt vom Yacht Club Bregenz hat die 67. RUND UM 2017 gewonnen.
Er brauchte mit seinem Katamaran D35 Skinfit 6 Stunden 22 Minuten für
die rund 100 Kilometer lange Strecke von Lindau über Romanshorn,
Konstanz, Überlingen und wieder zurück ins Ziel nach Lindau. Zweiter mit
elf Minuten Abstand wurde Vorjahressieger Ralph Schatz vom Lindauer
Segler-Club, der bereits im März mit dem Training für die RUND UM
begonnen hatte. Dritter ist Albert Schiess vom Yacht-Club Arbon, der
Schweizer hatte knapp 15 Minuten Rückstand. Der Sieger zeigte sich im
Ziel sehr glücklich: “Es war eine unglaubliche Fahrt, das neue Schiff
fährt unheimlich gut. Aber wir hatten an ein paar Stellen auch Glück,
der Wind war ein paar Mal günstig für uns. Ich bin überglücklich mit dem
Gewinn des Blauen Bandes.”

Die RUND UM 2017 war ein lange offenes Rennen, nach dem Start führte
Fritz Trippolt, konnte sich aber nicht recht absetzen. Es gab lange
einen Dreikampf mit Ralph Schatz und Albert Schiess, zum Schluss konnte
Schatz einen Rückstand noch aufholen, Trippolt aber nicht mehr
überholen.

Das Kleine Blaue Band verteidigte Karl Cernovsky mit der Grace vom
Yacht-Club Langenargen.

Den Blauen Pokal für das schnellste Einrumpfboot ohne beweglichen
Ballast der Startgruppe 2 erhält die Shooting Star von Dieter Kurz vom
Yacht-Club Langenargen.

Zum ersten Mal ausgeschrieben war in diesem Jahr der Sailing Media Preis
für das schnellste Einrumpfboot nach berechneter Yardstickzeit. „Wir
wollten endlich einen Preis, um den sowohl die Tourenschiffe, als auch
ambitionierte sportliche Boote und die extrem schnellen Renner gemeinsam
segeln können,“ sagte Wettfahrtleiter Achim Holz zur neugeschaffenen
Auszeichnung. „Gewonnen hat ihn Hans-Jörg Etter mit der Teaser vom
Yacht-Club Arbon auf einer Henderson 30 in der Klasse Yardstick 1.“ Nach
berechneter Zeit ist er der schnellste Segler der Startgruppe zwei.

Von den Wind- und Wetterbedingungen gehört die RUND UM 2017 zu den
schönsten aller Zeiten. 90 Prozent der Segler sind die RUND UM
durchgesegelt, fast keiner hat aufgegeben. „So schöne Bedingungen hatten
wir noch selten. Es war warm in der Nacht, es gab noch fast einen
Vollmond und nahezu die ganze Zeit wehte der Wind,“ so Achim Holz. „Die
berüchtigten nächtlichen Flautenlöcher sind sogar im Überlinger See
ausgeblieben. Nach dem Start bei knapp zwei Windstärken aus Südwest,
drehte der Wind auf Nord, frischte etwas auf, um dann später wieder
abzuflauen. Das große Feld wurde im Lauf des Samstagvormittags von einem
frischen Schönwetterwest nach Lindau getrieben.

„Besonders froh bin ich, dass wir keine Personenschäden hatten,“
erklärte der LSC Vorsitzende Karl-Christian Bay zum Ende der
Veranstaltung. „Zwar gab es beim Start im dichtgedrängten Feld ein paar
Zusammenstöße, es blieb aber bei Materialschäden.“ Auch sind aufgrund
technischer Defekte zwei Masten heruntergekommen. „Leider beide bei
Schiffen vom LSC.“

Pech hatte auch einer der Favoriten: Der Katamaran Sonnenkönig
delaminierte sich beim Überführen von Romanshorn nach Lindau. Ein Beam,
die Verbindung zwischen den beiden Rümpfen, löste sich, der Sonnenkönig
musste die RUND UM schon vor dem Start beenden.

Die RUND UM ist die größte Segelregatta am Bodensee, in diesem Jahr
starteten 324 Schiffe in die Nacht, 292 von ihnen fuhren durchs Ziel.
Der Wind war relativ schwach mit anfangs drei, später nur noch ein
Beaufort aus Südwest bis Nordwest. Die RUND wurde am Freitag, 16. Juni
um 19.30 Uhr gestartet, sie endete 24 Stunden später.

Kostenlose Pressefotos finden Sie unter:
https://www.lsc.de/galerie/pressefotos/ Die Bildunterschriften gehen aus
dem Dateinamen hervor. Die Veröffentlichung ist nur kostenlos, sofern
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Ergebnislisten stehen unter:
https://www.lsc.de/ergebnisse-der-rund-um-2017/

Stephan Frank, Presse LSC
+49 171 22 321 84

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