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2.4mR: Heiko Kröger GER 1 ist Weltmeister 2021

2.4mR: Heiko Kröger GER 1 ist Weltmeister 2021

Schirmherrin der Veranstaltung ist Mona Küppers, die Präsidentin des Deutschen Segler-Verbands. Sie hebt den Segelsport und im Speziellen die Klasse 2.4mR in ihrer Bedeutung für den inklusiven Sport hervor: „Gerade das Segeln eignet sich wie kaum eine andere Sportart als inklusive Sportart. In dieser Klasse segeln alle absolut chancengleich gegeneinander, egal ob jung oder alt, Frau oder Mann, mit oder ohne körperliche Behinderung. Das anspruchsvolle und zugleich gutmütige Boot bietet so viele Adaptionsmöglichkeiten, dass ein fairer Wettkampf garantiert ist. Das ist gelebte Inklusion.“ Mona Küppers wird in Warnemünde unter anderem am Seglerabend teilnehmen und die Siegerehrung vornehmen.

 

2.4mR SER Gold-Cup und Para Worlds erfolgreich beendet

Leaving the marina
Leaving the marina Mittelmole / Warnemünde

Nach vier Segeltagen sind der 2.4mR SER Gold-Cup und die Para Worlds entschieden.

Einige Teilnehmer waren zwar schon etwas eher angereist, um das Revier kennenzulernen. Doch der Wind zwischen 30 und 40 Knoten vereitelte dieses Vorhaben.

Von Sonntag, dem 25.9.2021, bis Mittwoch, dem 29.9.2021 bot die Mecklenburger Bucht vor Warnemünde dann mit vielen Facetten von möglichen Segelbedingungen in 11 spannenden Wettfahrten den insgesamt 32 im Gold-Cup startenden Booten der 2.4mR Klasse eine anspruchsvolle Regatta.
16 Teilnehmer/-innen aus 7 Nationen wurden per Pick-Up aus dem Gold-Cup Ergebnis in den Para Worlds gewertet. Voraussetzung hierfür waren den Norlin MK III One Design Regeln entsprechende Boote.

Nach der wegen der Corona-Pandemie von der ICA abgesagten Weltmeisterschaft in Tønsberg / Norwegen hat World Sailing aus zwei Bewerbungen Warnemünde für die “2.4mR Para World Sailing Championship 2021” im Rahmen einer offenen Regatta gewählt und den Termin Ende September vorgegeben. Sponsoren suchen und finden, Charterboote und Unterkünfte organisieren und vieles mehr – wofür sonst mehr als ein Jahr Zeit benötigt wird, das musste nun innerhalb von vier Monaten geschehen. Wir danken dem Warnemünder Segel-Club, dass er hierfür mit Unterstützung des Wasersportvereins Baldeney 1919 zur Verfügung stand.

Die Schirmherrin Mona Küppers, Präsidentin des Deutschen Segler-Verbandes, hob das Engagement der 2.4mR Klasse im Bereich der Inklusion und des Para-Sportes hervor. Der Deutsche Segler-Verband wird sich dafür stark machen, dass der Segelsport wieder paralympisch wird.

Nach den 11 Wettfahrten standen die Sieger des für alle offenen Gold-Cups und die Sieger der Para World Championship fest.

Antonio Squizzato (ITA), Heiko Kröger (GER), Fia Fjelddahl (SWE)
Megan Pascoe (GBR), Heiko Kröger (GER), Hans Asklund (SWE)
  Para Worlds   Gold-Cup
1. Heiko Kröger (GER)   Heiko Kröger (GER)
2. Antonio Squizzato (ITA)   Megan Pascoe (GBR)
3. Fia Fjelddahl (SWE)   Hans Asklund (SWE)

 

 

 

Team Germany, von links:
Jörg Saeger, Stefan Klötzing, Heiner Forstmann, Manfred Kieckbusch, Oliver Thies, Peter Eckardt, Jürgen Freiheit, Christoph Trömer,Tim Leonard Trömer, Heiko Kröger, Eberhard Werneyer, Mathias Kortke, Mona Küppers, Bernd-Leopold Käther, Peter Bauer, Maik Aberle, Bernd Zirkelbach

Über 300 Fotos von Pepe Hartmann

Alle Ergebnisse in m2s

News Deutscher Segler-Verband

Para Worlds, vor Matthew Bugg und Damien Seguin

Kieler Woche 25.06.2017

25.06.2017

Para Worlds Gold und 11. Kieler-Woche-Sieg für Heiko Kröger
Die Para World Sailing Championships im Rahmen der Kieler Woche waren nach dem paralympischen Aus für den Segelsport eine gute Werbung für die Wiederaufnahme der Sportart ins Programm der Paralympischen Spiele. 77 Segler aus 39 Nationen traten bei der Weltmeisterschaft in Kiel an. Gleich zwei Medaillen gingen an deutsche Segler: Gold an Heiko Kröger in der Bootsklasse 2.4 mR und Bronze an Jens Kroker in der Hansa 303.

 

Für Kröger war der Sieg bei den Para World Sailing Championships der zweite im Rahmen der Kieler Woche. In der ersten Wochenhälfte siegte er bereits in der offenen Klasse der 2.4 mR. Es war sein insgesamt elfter Kieler-Woche-Sieg. Zwischen den Wettbewerben gönnte er sich keinen Ruhetag und segelte dadurch 21 Rennen in Folge. „Das war extrem anstrengend. Bis zur offenen Weltmeisterschaft der 2.4 mR in den Niederlanden in einer Woche ist Ruhe angesagt“, sagte Kröger.

Im Laufe der Weltmeisterschaft lag Kröger stets unter den ersten vier Seglern der Rangliste. „Als ich gemerkt habe, es kann mit dem Sieg etwas werden, habe ich noch eine Schippe draufgelegt“, erklärt er. Schon vor dem letzten Rennen der Weltmeisterschaft wusste er, dass er gewonnen hatte. Die Para World Sailing Championships in die Kieler Woche zu integrieren, bezeichnete er als ideal. „Das war ein guter Schritt nach vorne. Ich hoffe, wir haben das Ruder damit herumgerissen“, sagte er in Bezug auf das Ziel, den Segelsport wieder zurück unter die paralympischen Sportarten zu bringen.

Auch der Deutsche Jens Kroker, der in der Klasse Hansa 303 die Bronzemedaille ersegelte, hofft, dass die Para World Sailing Championships in Kiel geholfen haben, Segeln zurück ins Programm der Paralympics zu bringen. „Es war Ehrensache für mich, in der Hansa zu starten, damit in jeder Bootsklasse ein Deutscher an den Start geht. Eigentlich bin ich zu groß für das Boot“, so Kroker. Dafür, dass er erstmals in der Hansa 303 Rennen gesegelt ist, war er mit dem dritten Platz sehr zufrieden. Die Goldmedaille in der Hansa 303 ging an Piotr Cichocki. „Ich bin überglücklich, gesiegt zu haben“, freute sich der Pole. Platz zwei belegte Christopher Symonds aus Australien, der die Rangliste an den ersten Meisterschaftstagen anführte.

Bei den Frauen der Hansa 303 siegte die Spanierin Violeta del Reino Diez del Valle. „Ich freue mich sehr über den Sieg und kann es kaum fassen. Es waren harte Rennen mit schwierigen Windbedingungen“, sagte sie. Die Silbermedaille nimmt die Brasilianerin Ana Paula Goncalves Maques mit nach Hause. Auf den Platz drei arbeitete sich am letzten Tag der Weltmeisterschaft die Philippinin Cherrie Pinpin vor.

Was das Segelwetter betrifft, gingen die Teilnehmer der Para World Sailing Championships durch ein Wechselbad der Gefühle. Von allem war etwas dabei: Sonnenschein und sommerliche Temperaturen, Regen, Gewitter, Flaute sowie heftige Böen. Sonnig warm mit Leichtwindbedingungen präsentierte sich das Wetter zu Beginn der Meisterschaft als eher untypisch für die Kieler Woche. Die ausländischen Segler aus wärmeren Gefilden freuten sich über das tolle Kieler Sommerwetter und glaubten nicht, dass sich das auch sehr schnell ändern kann.

Genau das passierte an Tag drei der Weltmeisterschaft. „Nass und windig“ lautete die Wetterprognose. Regen, heftige Windböen und starker Wellengang machte den Seglern das Leben schwer. In der Bootsklasse 2.4 mR liefen während zwei ausgetragenen Rennen vier Boote voll und mussten in den Hafen geschleppt werden. Eine Seglerin erlitt eine Unterkühlung. Auch die Teilnehmer in der Klasse Hansa 303 schippten während der Rennen fleißig Wasser aus ihren Booten. „Allmählich haben wir das Windlimit für die Hansa 303 erreicht“, kommentierte Jens Kroker die Situation. Nach einem Tag mit extremen Segelbedingungen zeigte sich das Wetter für den Rest der Para World Sailing Championships wieder moderater. Insgesamt wurden in der Klasse 2.4 mR zehn Rennen ausgetragen und in der Hansa 303 neun.

 

Ergebnisliste Kieler Woche

 

2.4mR (Para Worlds): (10) 1. Heiko Kröger (Ammersbek,4/2/4(5)5/1/1/3/1/5) Punkte 26; 2. Matthew Bugg (AUS,5(22)3/3/1/3/5/1/5/1) 27; 3. Damien Seguin (FRA,7/1/2/4/2/2/6/5(8)2) 31; 4. Bjørnar Erikstad (NOR,9(11)1/2/6/5/3/2/3/8) 39; 5. Antonio Squizzato (ITA,7.2/7.2/7/1/3/11(13)8/4/3) 51.4; 6. Bruno Jourdren (FRA,2/7(15)9/9/7/2/9/6/7) 58;

Hansa 303 M: (9) 1. Piotr Cichocki (POL,(2)2/1/1/1/1/1/1/1) Punkte 9; 2. Christopher Symonds (AUS,1/1(11)2/2/2/3/3/6) 20; 3. Jens Kroker (Hamburg,(7)3/2/3/3/3/4/2/2) 22; 4. Jingkun Xu (CHN,3/13/5(13.5,5/6/2/4/8) 46; 5. Chang Hoon Lee (KOR,9/7(26)8/7/13/5/7/3) 59; 6. Sergio Roig Alzamora (ESP,11/6/7/4/4/11(12)12/7) 62;

Hansa 303 W: (9) 1. Violeta Del Reino Diez Del Valle (ESP,3/3/1/2/2(5)1/3/1) Punkte 16; 2. Ana Paula Gonçalves Marques (BRA,3(8)2/4/3/8/3/5/4) 32; 3. Cherrie Pinpin (PHI,(9)6/3/9/1/3/2/7/5) 36; 4. Clytie Bernardo (PHI,5/4(11)5/9/2/7/2/2) 36; 5. Jana Mestre (ESP,7/6(11)1/6/6/5/4/3) 38; 6. Magali Moraines (FRA,1/3/7/6(8)4/6/6/6) 39;

Kieler Woche Terminplan:
Kieler Woche, Teil I (17.-20. Juni)
2.4mR (open), 29er (Euro Cup), 505, Albin Express, Contender, Europe, Flying Dutchman, Folkeboot, Formula18, Hobie16, J/24, Laser 4.7, Laser Rad. (open), OK-Jolle

Kieler Woche, Teil II (21./22.-25. Juni)
Para World Sailing Championships (2.4mR, Hansa 303 m, Hansa 303 w), 470 M/W, 49er M, 49erFX (open), Finn M, Laser Rad. W, Laser Std. M, Nacra17 Mix, 21.-25. Juni.
420, J/70, J/80, Melges24 (European Sailing Series), 22.-25. Juni.

Kieler Woche, ORC (17.-24. Juni)
Welcome Race (Kiel – Eckernförde – Kiel) 17.-18. Juni.
Kiel-Cup Alpha, 19.-21. Juni.
Senatspreis, 22. Juni.
Silbernes Band, 23.-24. Juni.

Kieler Woche, Klassiker (17.-20. Juni)
Rendezvous der Klassiker, 17. Juni.
5.5mR & 12mR Trophy, 18.-19. Juni.

Kieler Woche, Segel-Bundesliga
1. Bundesliga, 17.-19. Juni.

Kieler Woche, Aalregatta
Aalregatta (Kiel – Eckernförde – Kiel) 17.-18. Juni.

Informationen zur Kieler Woche 2017 unter www.Kieler-Woche.de

 

 

Sehnlicher Wunsch erfüllt: Ein Stück typisch deutsche Torte essen, bevor man nach der Weltmeisterschaft wieder nach Hause auf die Philippinen fliegt.

Kieler Woche 25.06.2017

25.06.2017

Para Worlds und Schwarzwälder Kirschtorte
Strahlend saß die Philippinin Cherrie Pinpin im Café Backbord in Kiel-Schilksee vor dem großen Stück Schwarzwälder Kirschtorte und konnte ihr Glück kaum fassen. Der Grund für ihre Freude: Neben einer guten Platzierung bei den Para World Sailing Championships im Rahmen der Kieler Woche stand das Verspeisen der typisch deutschen Torte ganz oben auf der To-Do-Liste der Seglerin für ihren Deutschlandaufenthalt.

 

Auf den Philippinen und auch in vielen anderen Ländern gilt die Schwarzwälder Kirschtorte als eine der typisch deutschen Spezialitäten schlechthin. „Aus Deutschland nach der Weltmeisterschaft abzureisen, ohne Schwarzwälder Kirschtorte gegessen zu haben, kam nicht in Frage. Das hatte ich mir fest vorgenommen“, erklärte Pinpin.

Auf den Philippinen gäbe es zwar Schwarzwälder Kirschtorte zu kaufen, aber nicht mit frischen Kirschen. „Das schmeckt überhaupt nicht“, meint die Seglerin. Umso mehr genoss sie die Torte in Schilksee, die das Team vom Café Backbord extra auf ihren Wunsch hin frisch angefertigt hatte. Besonders die Kirschen hatten es Cherrie Pinpin angetan, denn die sind in Asien eine echte Rarität und für die meisten Menschen kaum erschwinglich. „Das war der perfekte Abschluss für einen guten Regattatag auf dem Wasser. Schon während der Rennen habe ich mich auf die Torte gefreut“, sagte die Seglerin glücklich.

Abschlusstag:
Heute stehen ab 11 Uhr die letzten Wettfahrten der Hansa 303 an. Ab 16 Uhr sind die Siegerehrungen geplant, allerdings ohne Schwarzwälder Kirschtorte.

Kieler Woche Terminplan:
Kieler Woche, Teil I (17.-20. Juni)
2.4mR (open), 29er (Euro Cup), 505, Albin Express, Contender, Europe, Flying Dutchman, Folkeboot, Formula18, Hobie16, J/24, Laser 4.7, Laser Rad. (open), OK-Jolle

Kieler Woche, Teil II (21./22.-25. Juni)
Para World Sailing Championships (2.4mR, Hansa 303 m, Hansa 303 w), 470 M/W, 49er M, 49erFX (open), Finn M, Laser Rad. W, Laser Std. M, Nacra17 Mix, 21.-25. Juni.
420, J/70, J/80, Melges24 (European Sailing Series), 22.-25. Juni.

Kieler Woche, ORC (17.-24. Juni)
Welcome Race (Kiel – Eckernförde – Kiel) 17.-18. Juni.
Kiel-Cup Alpha, 19.-21. Juni.
Senatspreis, 22. Juni.
Silbernes Band, 23.-24. Juni.

Kieler Woche, Klassiker (17.-20. Juni)
Rendezvous der Klassiker, 17. Juni.
5.5mR & 12mR Trophy, 18.-19. Juni.

Kieler Woche, Segel-Bundesliga
1. Bundesliga, 17.-19. Juni.

Kieler Woche, Aalregatta
Aalregatta (Kiel – Eckernförde – Kiel) 17.-18. Juni.

Informationen zur Kieler Woche 2017 unter www.Kieler-Woche.de

 

 

KYC-Vorsitzender Carsten Krage,

Kieler Woche 21.06.2017

21.06.2017

Gelungene Eröffnung der Para Worlds
Die Samba-Trommeln führten die 80 Teilnehmer aus 39 Nationen vom Olympischen Feuer von 1972 zur Audi Sailing Arena. Dort wurden die Para World Sailing Championships (PWSC) am Dienstagabend in Kiel-Schilksee feierlich eröffnet.

KYC-Vorsitzender Carsten Krage und der Innenminister des Landes Schleswig-Holstein, Stefan Studt, sowie der Präsident des Weltsegler Verbandes, Kim Andersen (Dänemark), hießen die Segler und Seglerinnen willkommen. „Wir sind sehr froh, Sie hier begrüßen zu können, und haben viel im Vorfeld dafür getan, damit Sie schöne Wettkämpfe haben“, so Krage, der für die veranstaltenden Vereine Kieler Yacht-Club, Norddeutscher Regatta Verein, Verein Seglerhaus am Wannsee und den Hamburger Segel-Club sprach. „Dank der Unterstützung des Landes sind solche Großveranstaltungen in Kiel möglich“, so Krage. Studt betonte, dass Kiel-Schilksee ganz gezielt behindertengerecht ausgebaut wurde, um im Segelsport Inklusion vorzuleben. Natürlich ist Kiel-Schilksee nicht nur zu Großveranstaltungen, sondern das ganze Jahr über barrierefrei.

 

Kim Andersen, der bereits häufiger in Kiel aktiv im FD und Drachen gesegelt ist, betonte, dass diese Kieler Woche mit der Integration der PWSC ganz besonders wichtig für den Weltverband sei. „Hier gilt es, Zeichen zu setzen, damit Segeln wieder paralympisch wird“, so Andersen unter dem Applaus der Segler/innen.

„Wenn ich in Kiel bin und an Veranstaltungen in Kiel denke, dann bin ich ganz entspannt und mache mir keine Sorgen. Ich weiß, dass es läuft. Natürlich weiß ich, dass es ein bisschen mit einem schwimmenden Hund zu vergleichen ist. Über der Wasseroberfläche sieht es ruhig aus, aber unter Wasser wird viel gestrampelt, viel gearbeitet. Aber der Anblick überzeugt. Die Arbeit ist zuverlässig“, zollte Andersen den Ausrichtern der Kieler Woche und damit der PWSC 2017 großes Lob.

Die Präsentation und Show auf dem Wasser für die Aktiven und die Zuschauer an Land sei perfekt. „Dazu haben wir es zusammen geschafft, so viele Nationen zu aktivieren, nach Kiel zur PWSC zu kommen, um dem IPC zu zeigen, dass Segeln 2024 wieder paralympisch sein muss. Und die Signale sind gut“, so der Däne, der zugab, dass er beim Blick auf die Meldungen mit 41 Nationen ein wenig Angst vor den Absagen hatte, die es immer gebe. Aber 39 Nationen am Start sind das erste Ausrufezeichen. Unter 32 Nationen bei Großereignissen bedeutete das Aus für den Segelsport. Aber die Segelgemeinschaft hat gerade nach dem Aus großen Zusammenhalt demonstriert und trete jetzt noch geschlossener auf.

„Ich selbst habe erst spät erfahren, dass bereits im Frühjahr 2018 die Entscheidung über die paralympischen Klassen fällt“, so Andersen, der im Vorjahr zum Präsidenten des Weltsegler-Verbandes gewählt wurde und den sein erster offizieller Antrittsbesuch nach Kiel zum traditionellen Curry-Essen des Kieler Yacht-Clubs führte. Bereits in der Nacht musste er wieder Richtung Kopenhagen abreisen. Das volle Vertrauen in die Kieler Organisatoren machte den Abschied vertretbar.

Am Freitag wird der Vizepräsident des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC), John Petersson (Dänemark), nach Kiel kommen, um sich gemeinsam mit der Sportdirektorin des DSV, Nadine Stegenwalner, einen Eindruck von den Para World Sailing Championships in Kiel zu verschaffen. „Ich freue mich, dass der IPC-Vizepräsident unserer Einladung gefolgt ist. Kiel wird ihn überzeugen“, ist sich Andersen sicher.

In keiner Sportart wird die Inklusion so perfekt gelebt, denn nirgendwo sonst können Behinderte und Nichtbehinderte auf gleichem Niveau gegeneinander antreten. Zudem hat die Kieler Woche seit 2000 die 2.4mR in das Regattaprogramm integriert, seit 2008 auch als offene Klasse ausgeschrieben. Und letztlich unterstreicht der Bau der behindertengerechten Rampe und Stege Kiels Einsatz.

Zum ersten Mal in Kiel am Start ist die Hansa 303, die als Einstiegsklasse für Neusegler/innen gilt und besonders leicht und sicher zu segeln ist. Dank der großen Verbreitung akquiriert die Hansa Segler aus neuen Nationen. Bei der Wiederaufnahme in den paralympischen Status dürften wieder die Sambatrommeln erklingen.

Kieler Woche Terminplan:
Kieler Woche, Teil I (17.-20. Juni)
2.4mR (open), 29er (Euro Cup), 505, Albin Express, Contender, Europe, Flying Dutchman, Folkeboot, Formula18, Hobie16, J/24, Laser 4.7, Laser Rad. (open), OK-Jolle

Kieler Woche, Teil II (21./22.-25. Juni)
Para World Sailing Championships (2.4mR, Hansa 303 m, Hansa 303 w), 470 M/W, 49er M, 49erFX (open), Finn M, Laser Rad. W, Laser Std. M, Nacra17 Mix, 21.-25. Juni.
420, J/70, J/80, Melges24 (European Sailing Series), 22.-25. Juni.

Kieler Woche, ORC (17.-24. Juni)
Welcome Race (Kiel – Eckernförde – Kiel) 17.-18. Juni.
Kiel-Cup Alpha, 19.-21. Juni.
Senatspreis, 22. Juni.
Silbernes Band, 23.-24. Juni.

Kieler Woche, Klassiker (17.-20. Juni)
Rendezvous der Klassiker, 17. Juni.
5.5mR & 12mR Trophy, 18.-19. Juni.

Kieler Woche, Segel-Bundesliga
1. Bundesliga, 17.-19. Juni.

Kieler Woche, Aalregatta
Aalregatta (Kiel – Eckernförde – Kiel) 17.-18. Juni.

Informationen zur Kieler Woche 2017 unter www.Kieler-Woche.de