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Pinar Coscuner Genc aus Istanbul ist die Wettfahrtleiterin Olympia in Marseille 2024 !

Pinar Coscuner Genc aus Istanbul ist die Wettfahrtleiterin Olympia 2024 in Marseille !

Pinar Coşcuner Genç aus Istanbul leitet die Wettfahrten in Marseille 2024: Olympia-PRO auch in Kiel aktiv

Ihre Vita zeigt ein Leben mit und für den Segelsport durch und durch. Die internationale Wettfahrtleiterin Pinar Coşcuner Genç (50) war bei paralympischen und zwei olympischen Segelwettbewerben im Einsatz und wird diese bei den Spielen von Paris leiten. Auch die Veranstalter der Kieler Woche haben die Türkin als oberste Wettfahrtleiterin an der Seite von Fabian Bach als Local-PRO gewonnen.

Als sie Anfang Februar vom Weltverband World Sailing zum Principal Race Officer der Olympischen Segelwettbewerbe 2024 berufen wurde, ließ die Einladung der Kieler Woche nicht lange auf sich warten. Dem Wunsch des Organisationsteams um Dirk Ramhorst, auch internationale Chefin der Regattabahnen auf der Kieler Förde zu werden, entsprach Pinar Coşcuner Genç aus voller Überzeugung sofort: „Die Pläne für Marseille bei der wichtigsten Regatta der Welt einzubringen, ist eine großartige Gelegenheit.“
Pinar Coşcuner Genç freut sich auf die Kieler Woche 2022 als internationale PRO. Foto: privat
An die Kieler Woche hat die hochkarätige Funktionärin aus Istanbul beste Erinnerungen. 2016 war sie als Schiedsrichterin dabei und nicht nur das Flair und die schöne Zeit an der Förde hinterließen einen bleibenden Eindruck. Auch vom hohen sportlichen wie organisatorischen Niveau der Rennen war sie begeistert. „Kiel misst sich immer am höchsten Standard und steht neuen Wettkampfformaten offen gegenüber“, sagt Coşcuner Genç, die die Kurse fürs iQ-Foilen mit langen Anliegelinien als Beispiel nennt.
Als aktive Seglerin seit dem fünften Lebensjahr kam das Neujahrskind über die Cadet-Klasse, den Pirat und Nationalkadermitglied im 470er zum Kielbootsegeln. Aktuell Segeltrimmerin auf einer Farr 40 hält sich Pinar Coşcuner Genç mit Zumba, Pilates und Yoga fit. Die zweite Freizeitkarriere begann früh und wurde 2005 als Schiedsrichterin auf dem Wasser und Mitglied im Berufungsausschuss des Türkischen Segelverbands verantwortungsvoll. 2016 war sie die erste Frau im Amt als Vizepräsidentin der EUROSAF und ist seit vorigem Jahr im Weltverband Vorsitzende des Komitees für Entwicklung und Regionen.
Auch der Werdegang unter den Fünf Ringen kennt nur eine Richtung. Bei den Paralympics London 2012 gehörte sie zur Wettfahrtleitung der Sonar-Klasse, vier Jahre später in Rio für die 470er, deren Olympia-Kurs sie voriges Jahr in Japan federführend repräsentierte. Nun also Regattachefin aller Segeldisziplinen in Paris 2024 und mindestens bis dahin auch auf der Kieler Woche. Genç: „Beides ist eine Ehre und Herausforderungen, die ich gerne annehme.“
Die Vorfreude auf spektakuläre Wettfahrten auf der Kieler Förde, wie hier die IQFoils, steigt bei den Teilnehmenden und dem Organisationsteam. Foto: Sascha Klahn
Und das Kieler-Woche-Team freut sich auf die internationale Wettfahrtleiterin, die das Staffelholz vom Israeli Nino Shmueli übernimmt, der dieses Jahr nach seiner zehnten Kieler Woche Abschied nimmt. „Pinar spricht sehr gut Deutsch“, verkündete Fabian Bach beim Winterbrunch des Kieler Yacht-Clubs im Regattahaus in Schilksee, und übertrieb nicht. Neben ihrer Muttersprache und perfektem Englisch ginge es genauso auf Italienisch. Als Absolventin des amerikanischen Gymnasiums und Wirtschaftswissenschaftlerin der Uni Istanbul mit Master der EU hat die verheiratete, zweifache Mutter ihr Hobby auch zum Beruf gemacht. Ihr Unternehmen vertritt J-Boats und Facnor-Vorsegelrollsysteme in der Türkei.
 
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Kieler Woche 2022 Meldungen offen !

Kieler Woche 2022 Meldungen offen !


Meldeportal mit Ausschreibung der Regatten ab sofort verfügbar.

Kieler Woche strukturiert & öffnet das Seesegeln , 8 olympische Disziplinen, 15 internationale Bootsklassen mit WM, Gold und Euro Cup sowie die Revision des Seesegelns der Dickschiffe sind die Highlights der Kieler Woche 2022.

Vom 18. bis zum 26. Juni erwarten die Veranstalter rund um den Kieler Yacht-Club und seine Partner bis zu 4.500 Aktive aus mehr als 50 Nationen. Seit Donnerstagmittag (13. Januar) ist die Ausschreibung öffentlich und jeder kann sich im Internet mit Frühbucherrabatt für die Wettfahrten anmelden.
Das Neue an der Kieler Woche-Regatta soll zunächst das „Alte“, zuletzt 2019 erlebte Segel- und Eventfeeling werden. Nach zwei pandemiebedingten Verschiebungen in den September ist das Mekka des Segelsports zurück am angestammten Termin im Sommer und hofft auf keine oder möglichst geringe Auflagen und Einschränkungen durch Covid-19-Maßnahmen. „Wir segeln mit Vollzeug auf eine Regattawoche der bewährten wie begehrten Standards zu“, sagt Organisationsleiter Dirk Ramhorst, „die Kieler Woche steht für weltoffenen Sportsgeist und wird dieses Jahr mehr denn je wieder ein Event der Begegnungen und der Vielfalt.“Auf dem Weg zur Europameisterschaft in Kopenhagen erwarten die Organisatoren der Kieler Woche erneut viele Segler*innen in der 29er-Klasse. Foto: Sascha Klahn
 Aus dem ersten, sogenannten internationalen Teil der Kieler Woche (18. bis 21. Juni), die auf insgesamt neun Bahnen vom Norddeutschen Regatta Verein aus Hamburg und Verein Seglerhaus am Wannsee aus Berlin mitveranstaltet wird, ragen der Gold Cup (WM) der Nordischen Folkeboote sowie der Euro Cup der 29er heraus. Zum letzten Test der Youngster vor der Europameisterschaft in Kopenhagen werden 200 Boote auf zwei eigenen Bahnen erwartet. Ausgeschrieben sind zudem die Klassen 2.4mR, Contender, Europe, Finn, FD, ILCA 4 und ILCA 6 (offen m/w) sowie OK-Jolle und nach 2021 erneut die spektakulär fliegenden Waszp. Im zweiten Teil (ab 23. Juni) starten die 420er, J/24 und J/70.Ab Mittwoch (22. Juni) sind die olympischen Seglerinnen und Segler gefragt, deren Medaillenrennen am Finaltag (26. Juni) auf der TV-Bahn dicht unter Land vor dem Olympiahafen Schilksee live übertragen werden. „Durch den Terminschutz beim Weltsegelverband World Sailing rechnen wir mit großem internationalem Zuspruch in der Breite und in der Spitze“, so Ramhorst. Hochrangige Titelkämpfe kollidieren im Kalender nicht mit der Kieler Woche

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Die iQ-Foiler sollen auch zur Kieler Woche 2022 erneut spektakuläre Bilder liefern (links; Foto: Sascha Klahn). Auch der Gold Cup der Folkeboote wird in die Regattawoche integriert (rechts; Foto: Christian Beeck).Erstmals präsentieren sich im 470er Mixed-Crews vor ihrer Olympiapremiere 2024 in Frankreich. Nach dem gelungenen Debüt im September mit viel Lob der einheimischen Gesamtsieger Lena Erdil und Sebastian Kördel bleibt das iQ-Foilsurfen der Frauen und Männer gesetzt. Neben den Einzelaktiven der ILCA 6 (Frauen) und ILCA 7 (Männer) stehen die Wettbewerbe der drei deutschen Medaillenklassen von Tokio im 49erFX, 49er und Nacra 17 im Blickpunkt. Eine Überraschung der Extra-Klasse: Zeitgleich kommen die
internationalen Musto Skiffs zu ihrer elften Weltmeisterschaft nach Kiel

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Kiel wird ebenso Austragungsort der 11. Musto Skiff World Championship, die im zweiten Teil ihre Wettfahrten austragen. Foto: Sascha KlahnGleich zahlreiche gezielte Änderungen gibt es zur Belebung des Offshore-Bereichs der seegehenden Yachten. Dort waren die Meldezahlen zuletzt im gesamten Ostseeraum bis auf wenige Ausnahmen rückläufig, obwohl sich besonders die sogenannten Mittwochsregatten vielerorten großen Zuspruchs erfreuen. „Etliche dieser potenziellen Teilnehmercrews haben noch keinen Messbrief für ihre Boote“, weiß Seebahnchef Eckart Reinke, „und segeln bisher nach Yardstick. Das ist nun probeweise für die kommenden zwei Jahre neben der offiziellen ORC-Vermessung auch bei der
gesamten Kieler Woche möglich.“


Der Offshore-Bereich der Kieler Woche strukturiert sich für die Zukunft neu. Foto: Christian BeeckDie beginnt für die Dickschiffe wieder einzig und allein mit der Aalregatta (und heißt nicht mehr Welcome Race). Das jahrzehntelange Markenzeichen zum Auftakt startet am Sonnabendmorgen in der Kieler Innenförde und wird im Ziel vom Segel-Club Eckernförde mit einem Räucheraal belohnt. Nach der Rückregatta am Sonntag stehen beim dreitägigen Kiel Cup nur noch zwei statt drei Rennen pro Tag an. Das erste wird ein Up-and-down-Kurs über etwa zwei Stunden; das zweite führt dreieinhalb Stunden um feste Seezeichen auf der Kieler Bucht, und verlangt kluge Navigation. „Neue Formate wurden bei Umfragen genauso gewünscht wie mehr Herausforderung, Abenteuer und Netto-Segelzeit pro Tag“, entspricht Reinke einer Mehrheit, die sowohl die Regattavereinigung Seesegeln (RVS) als auch der DSV-Ausschuss Seesegeln, dessen neuer Vorsitzender Eckart Reinke wurde, sowie der KYC ermittelten. Es gehe gegenseitig ums Ausprobieren, eine andere Seite zeigen und den Horizont zu erweitern.



Für jeden ist etwas dabei: Offshoresegeln zur Kieler Woche 2022. Foto: Christian Beeck einem weiteren Trend trägt die Kieler Woche am Donnerstag Rechnung, an dem der Senatspreis double handed, also ausschließlich für Zweiermannschaften ausgeschrieben ist. Nach einem ebenfalls navigatorisch reizvollen Rennen soll an der Schleimündung übernachtet werden, ehe es am Freitagvormittag zurück nach Kiel geht. Denn dort startet um 19 Uhr das Silberne Band, der Klassiker über Nacht mit Kurs rund Langeland, der für Teams mit voller Crewstärke genauso offen ist.Auch diese Offshore-Rennen werden nach Yardstick und beiden ORC-Handicaps angeboten mit jeweils eigenen Preisen für die Besten. Mehr noch, denn alle Wettfahrten sollen auch gemischt gewertet werden, das heißt es gibt zusätzlich Ergebnisse der Yardstick-Boote zusammen mit ORC Club sowie letztere auch in einem Ranking mit ORC international. „Wir bieten diese Vergleiche als Service an, um die Seesegelszene zu beleben und zu einen, was über kurz oder lang mehr Teams für eine ORC-Vermessung begeistern dürfte“, erklärt Reinke, der das auch für die Kieler Woche 2023 vorgesehen hat.

Ziel ist ein Gemeinschaftsgefühl rund um die Seebahn. Die vielfältige Regatta in vier Teilen wird zur WIR-Woche. „Der Freizeitspaß wurde bei den Umfragen neben der sportlichen Wertigkeit ganz oben genannt“, berichtet Reinke. Dazu gehöre die „dritte Halbzeit“ mit Festivitäten rund um das Eventgelände auf dem Hafenvorfeld von Schilksee, das vergangenes Jahr bei sanften Corona-Auflagen rund 80.000 Gäste und Segelfans frequentierten.

Das soll im 140. Jahr der Kieler Woche, 50 Jahre nach den Olympischen Segelwettbewerbe 1972 in Schilksee, nicht minder fröhlich werden
.Zum MeldeportalZur Notice of RacePartner & Sponsoren der Kieler WocheKontakt:
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Kieler Comeback beim The Ocean Race 2023

Kieler Comeback beim The Ocean Race 2023

 
 
The Ocean Race veröffentlicht Weltroute für 2022
 
Kieler Comeback beim The Ocean Race 2023
 
Deutschland ist zurück auf der Routenkarte des The Ocean Race 2023. Zum zweiten Mal, nach der legendären Zielankunft der „Illbruck“ beim Volvo Ocean Race 2001/02, wird Kiel Sailing City in die Route des einzigen Mannschaftshochseerennens um die Welt integriert. Im Juni 2023 werden die beiden Flotten der Imoca Rennyachten sowie der VO65 auf der Etappe von Aarhus/Dänemark nach Den Haag/Niederlande eine Bahnmarke in der Kieler Förde passieren.






Bereits 2019 kamen zwei VO65 nach ihrer Teilnahme beim VOR 2017/18 zum Welcome Race der Kieler Woche. Sie begegneten dort der frisch getauften „Einstein“ des Offshore Team Germany (OTG) zum ersten Mal.

Nach dem Erfolg beim The Ocean Race Europe im Juni dieses Jahres startete das OTG eine Initiative, aus der zwischen der Stadt Kiel und dem Management des The Ocean Race wieder eine Verbindung entstanden ist, die ihren ersten erfolgreichen Abschluss nun schon für das kommende Rennen im Jahr 2023 gefunden hat.

„Deutschland zurück auf der Karte des The Ocean Race zu sehen, erfüllt uns mit großem Stolz. Durch die Enge von Friedrichsort in die Kieler Förde zu segeln und den internationalen Offshore-Segelsport in dieser Kulisse zu präsentieren, ist eine weitere große Motivation für uns, als deutsche Mannschaft endlich wieder beim TOR dabei zu sein“, sagt OTG-Teammanager Jens Kuphal. „Wir hoffen durch diese Entscheidung des The Ocean Race und der Stadt Kiel auch auf einen Schub für unsere deutsche Kampagne.“

OTG Skipper Robert Stanjek ergänzt: „Dass dieses legendäre Rennen Kurs auf Deutschland nimmt, hat eine ganz besondere Antriebskraft. Am Ende einer Weltumseglung eine heimatliche Wendemarke zu umrunden, ist ein starkes Motiv – besser geht es nicht!“
 
 
 
 
Die Route
 
The Ocean Race 2023 wird im Januar 2023 in Alicante/Spanien gestartet und soll innerhalb von sechs Monaten auf sieben Etappen um die Welt führen.
1. Etappe: Alicante/Spanien – Kapverden
2. Etappe: Kapverden – Kapstadt/Südafrika
3. Etappe: Kapstadt/Südafrika – Itajai/Brasilien
4. Etappe: Itajai/Brasilien – Newport/USA
5. Etappe: Newport/USA – Aarhus/Dänemark
6. Etappe: Aarhus/Dänemark – Fly-By Kiel – Den Haag/Niederlande
7. Etappe: Den Haag/Niederlande – Genua/Italien
 
 
 
 
 
Vereinbarung zwischen The Ocean Race und Stadt Kiel
 
Das Offshore Team Germany, Kiel Sailing City und das The Ocean Race freuen sich über die gemeinsame Initiative, Kiel in 2023 auf die Route des Weltrennens zu heben. Von rechts: Uwe Wanger, Geschäftsführer Kiel Marketing, OTG-Teammanager Jens Kuphal, Race Director Phil Lawrence, OB Ulf Kämpfer, Kiels Digitalkoordinator Axel Bauerdorf und Jonathan Hartmann, Geschäftsbereichsleiter Kiel Sailing City. Foto: Stadt Kiel
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OTG hofft auf Schub für die eigene Kampagne
 
Das Offshore Team Germany will nach dem Sieg beim The Ocean Race Europe die deutschen Farben auch wieder ins Weltrennen tragen. Foto: sailing energy
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VO65 und Imoca in der Kieler Innenförde
 
2019 kamen zwei VO65 nach ihrer Teilnahme beim VOR 2017/18 zum Welcome Race der Kieler Woche. Sie begegneten dort der frisch getauften „Einstein“ des Offshore Team Germany (OTG) zum ersten Mal. Foto: OTG
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Impressum
OTG Racing GmbH
Bundesallee 87-88
12161 Berlin, Germany
jens.kuphal@offshoreteamgermany.com
Mobil: 0049 172 3800566
   
 
 
 
Kiel: 50 Jahre Olympia & GIDJM 10.08. - 21.08.2022 KYC

Kiel: 50 Jahre Olympia & GIDJM 10.08. – 21.08.2022 KYC

 

Zukunft trifft auf Historie

Kiel feiert 50-jähriges Jubiläum der Olympischen Segelregatten von 1972: Fest des Segelsports in Schilksee – 13 Nachwuchsklassen und sechs ehemalige olympische Klassen am Start

Die Gemeinsamen Internationalen Deutsche Jugendmeisterschaften und das Revival der olympischen Segelregatten von 1972, gebündelt im Olympia-Revier Kiel, verbinden im August 2022 die Zukunft des Segelsports mit der Historie. Den Auftakt machen die 13 Nachwuchsklassen des Deutschen Segler-Verbandes, die vom 10. bis 16. August die 6. gemeinsame IDJM austragen. Vom 17. bis 21. August folgen die Regatten der sechs olympischen Bootsklassen von 1972 – Drachen, FD, Finn, Soling, Star und Tempest. Damit steigt zwei Monate nach der Kieler Woche (18. bis 26. Juni) das zweite Segelgroßereignis vor Kiel-Schilksee.
Die größte Flotte bei den Gemeinsamen Internationalen Deutschen Jugendmeisterschaften stellen die Optis. Hier bei der 5. GIDJM vor Travemünde.
 
„Wir freuen uns, im kommenden Jahr zwei echte Segelhöhepunkte bieten zu können, und erfahren vom DSV, der Stadt Kiel und den ehemaligen olympischen Klassen einen enormen Zuspruch“, so Organisationsleiter Dirk Ramhorst.

Zusammen mit den beiden anderen ehemaligen olympischen Austragungsorten München und Augsburg (Kanurennsport) möchte Kiel die Erinnerungen an die Olympischen Spiele von 1972 nach 50 Jahren noch einmal mit Leben erfüllen. Dazu legten die Stadt Kiel und der Kieler Yacht-Club ihr Konzept vor. Ziel: Ein Segelfest der Extraklasse mit den Schwerpunkten Segelwelt, Jugend und Völkerverständigung. „Kiel hat den Olympischen Spielen 1972 viel zu verdanken. Das ganze Organisationsteam freut sich auf das Revival im Olympia-Zentrum Schilksee und auf die Regatten auf dem olympischen Revier von 1972“, so Ramhorst. Und der auf dem Seglertag Ende November frisch gewählte DSV-Vizepräsident für Olympisches Segeln und Nachwuchs-Leistungssport ergänzt: „Wir möchten allen Teilnehmern ein unvergessliches Segelerlebnis bieten. Daher sind wir schon lange in den Vorbereitungen und werden mit über 300 ehrenamtlichen Mitarbeitenden vor Ort für die Aktiven und deren nachhaltiges Segelerlebnis im Einsatz sein.“
Der 29er ist die Nachwuchsklasse für den späteren Einstieg in die Olympischen Klassen 49er und 49erFX. (links) Die Klassen ILCA 4 und ILCA 6 starteten 2017 bei der 5. GIDJM noch als Laser 4.7 und Laser Radial. (rechts)
Den Auftakt machen die 13 Jugendmeisterschaftsklassen des Deutschen Segler-Verbandes. Zwei Vermessungstagen folgen fünf Wettfahrttage für die Seglerinnen und Segler in den Klassen 29er, 420er, Cadet, Europe, ILCA 4 (Laser 4.7), ILCA 6 (Laser Radial), Nacra 15, O’pen Skiff, Optimist, Pirat, Techno 293, Open Windfoil Youth und Teeny (einzige nicht internationale Klasse).

Mit zirka 900 Booten/Brettern und damit 1200 Aktiven rechnen die Veranstalter und der DSV. „Wir erwarten ein Riesenevent für die deutsche Seglerjugend. Es ist natürlich etwas Besonderes, wenn alle vier Jahre, bzw. dieses Mal nach fünf Jahren alle Jugendmeisterschafts-Klassen auf einem Revier zu einer gemeinsamen Jugendmeisterschaft zusammenkommen. Es geht darum, über den Tellerrand zu schauen, die anderen Bootsklassen näher kennenzulernen, alte Freundschaften wieder aufleben zu lassen und neue zu schließen. Für manche Geschwister ist es die Chance, gemeinsam auf einer Jugendmeisterschaft zu sein, obwohl sie in verschiedenen Bootsklassen segeln. Es ist eben ein besonderes Fest und eine besondere Meisterschaft“, freut sich DSV-Jugendobmann und DSV-Vizepräsident Timo Haß (Pöcking) auf die gemeinsame IDJM in Kiel.  Die größte Flotte dürften mit Abstand die Optimisten stellen, gefolgt von ILCA 6, 420er, ILCA 4 und 29er.
Die Teenys sind die einzige nationale Klasse am Start. Dahinter warten auf dem Foto schon die Optis.
Eine gemeinsame Eröffnungsfeier und eine gemeinsame Siegerehrung sollen im olympischen Revier von 1972 den würdigen Rahmen bilden. Neben den Wettfahrten um die Deutschen Jugendtitel auf dem Wasser ist zudem ein Landprogramm geplant.

Nach dreimal vor Travemünde (1988, 2009 und 2017) und zweimal in Ribnitz-Damgarten (2003 und 2013) findet die gemeinsame 6. IDJM nun erstmalig in Kiel statt. Diese gemeinsamen Meisterschaften der Jugendklassen sind alle vier Jahre geplant, in den Jahren dazwischen tragen die Klassen ihre Nachwuchsmeisterschaften getrennt aus. In die U19-Titelkämpfe können 2022 alle Jugendlichen des Jahresgangs 2004 und jünger eingreifen.

„Für die Seglerjugend ist die gemeinsame IDJM ein echter Höhepunkt, zumal quasi vor der Haustür des Verbandes, und die Kombination mit der 50-Jahr-Regatta ist etwas ganz Besonderes“, so Haß.
Eine etwas nassere Nachwuchsklasse: die O’pen Skiffs.
Für die Veranstalter geht es nach der Siegerehrung des Nachwuchses ohne Pause weiter. Nachdem parallel zu den Jugendregatten bereits für Tempest und Finn die Vermessung oder ein Practice-Race auf dem Programm stehen, beginnen die beiden Klassen schon am Mittwoch mit der ersten Wettfahrt. Die Kielboote Drachen und Star greifen am Donnerstag, 18. August, ins Geschehen ein, bevor auch FD und Soling am Freitag an den Start gehen. Am Sonntag, 21. August, ist dann die gemeinsame Siegerehrung für die fünf Klassen angesetzt.

Als Anreiz haben die einstigen olympischen Klassen die Kieler Revival-Veranstaltung mit weiteren Prädikaten aufgewertet. So hat die Tempest-Klasse die Weltmeisterschaft nach Kiel vergeben, die Finns ihre EM und Junioren-EM (U-23), die Flying Dutchman Klasse ihre Internationale Deutsche Meisterschaft, die Stare ihre Distrikt-Meisterschaft und die Drachen eine außerordentliche Ranglistenregatta. „Natürlich freuen wir uns, dass die Klassenvereinigungen mitziehen und die Jubiläumsregatta aufwerten“, so Ramhorst.
Übrigens: 1972 waren in Kiel noch zwei deutsche Teams am Start. Die DDR und die Bundesrepublik Deutschland gingen getrennt ins Rennen um die Medaillen. Insgesamt gewannen drei Crews für Gesamt-Deutschland Medaillen:
  • Im Drachen gewannen Paul Borowski/Karl-Heinz Thun/Konrad Weichert Silber für die DDR.
  • Im Star holten Willi Kuhweide/Karsten Meyer Bronze für die Bundesrepublik Deutschland.
  • Im FD gewannen Ullrich Libor/Peter Naumann Bronze für die Bundesrepublik Deutschland.
Text: Hermann Hell
Bilder: www.segel-bilder.de / Christian Beeck
 
 
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ORC: Weltmeisterschaft 2023 Kieler Yacht Club

ORC: Weltmeisterschaft 2023 Kieler Yacht Club

 
Es war die größte ORC-Weltmeisterschaft aller Zeiten. 151 Offshore-Yachten aus 15 Nationen gingen 2014 bei der WM vor Kiel an den Start. Diese Marke ist unerreicht, und die Offshore-Segelwelt schwärmt noch heute davon. Nun kommt die ORC-WM im Jahr 2023 zum zweiten Mal in die schleswig-holsteinische Landeshauptstadt. Vom 04. bis 12. August möchte der Kieler Yacht-Club als Veranstalter möglichst dicht an den eigenen Rekord herankommen.
Mit der Expertise von zwei Olympischen Segelwettkämpfern, über 130 Jahren Kieler Woche und zahlreichen Welt- und Europameisterschaften lief Kiel beim Offshore Racing Congress offene Türen ein. „Natürlich ist es eine große Herausforderung, und wir haben 2014 auch wirklich Maßstäbe setzen können. Daran möchten wir anschließen“, so Eckart Reinke, Offshore-Chef der Kieler Woche und 2014 neben Stefan Kunstmann und Fabian Bach einer von drei Wettfahrtleitern bei der WM vor Kiel. Nach Abschluss der Veranstaltung schwärmten Teilnehmer und Offizielle damals in den höchsten Tönen. „Das war wirklich eine der stimmungsvollsten Siegerehrungen, die ich je erlebt habe. Dass die Segler die Helfer derart gefeiert haben, zeigt, wie glücklich sie mit dieser WM waren“, resümierte der damalige ORC-Vize-Präsident Wolfgang Schäfer (Lüneburg). Mit langanhaltenden stehenden Ovationen hatten die Teilnehmer den 120 Mitarbeitern und Helfern applaudiert. „Wir können nicht stolzer sein. Die nächsten Austragungsorte werden sich der Herausforderung stellen müssen, die Standards, die hier gesetzt wurden einzuhalten“, ergänzte Paolo Massarini (Italien), damals Vorsitzender des ORC-Event-Komitees.
Enge Starts und enge Rennen in der ORC-Gruppe A vor Kiel. Am Ende hatte die „Enfant Terrible“ (Italien) den Bug vorn. Alle Bilder: www.segel-bilder.de
Und Kiel will sich dieser Herausforderung 2023 nun selbst stellen. Eine treibende Kraft dabei ist Eckart Reinke, der seit August Vorsitzender des Seesegelausschusses des Deutschen Segler-Verbandes ist und als absoluter Offshore-Fachmann gilt. Der international renommierte Race Officer war bereits bei vier Weltmeisterschaften (2005, 2009, 2014 und 2021) dabei. Einsätze bei fünf Europameisterschaften, beim America’s Cup, dem Nord Stream Race im Farr40-Circuit sowie Race-Management-Einsätze in ganz Europa stehen zu Buche.

Nun ist eine hochkarätige zweite ORC-WM vor der eigenen Haustür das großes Ziel des 56-Jährigen „Kiel hat durch die Kieler Woche einen guten Ruf, und die WM 2014 hat gezeigt, was in Kiel möglich ist. Noch heute schwärmt die ORC-Gemeinde von der Kieler WM, der WM der  Spitzenklasse“, so Reinke.
Das Feld der Gruppe C unter Spinnaker. Die 151 Yachten starteten bei der WM 2014 in drei Gruppen.
Zum Offshore Racing Congress pflegen die Kieler übrigens beste Kontakte: Reinkes Mentor Eckhard von der Mosel ist hier Vizepräsident. Der 66-jährige Kieler war 2014 selbst Organisationschef der Kieler WM, und er wird diese Aufgabe auch 2023 übernehmen. Reinke möchte sich derweil auf die Wettfahrtleitung konzentrieren.

Nach der ausgefallenen WM 2020 in den USA wandert die WM jährlich zwischen Ostsee und Mittelmeer. Der Weltmeistershaft in Tallinn (Estland) in diesem Jahr folgt 2022 die WM beim italienischen Club Costa Smeralda (Sardinien). Für 2023 ist die WM nun also nach Kiel vergeben worden. Die Zusage liege bereits seit 14 Tagen in der Schublade, jetzt galt es nur, den Termin festzuklopfen, so Reinke, der die Bewerbungsunterlagen zusammen mit dem KYC-Vorsitzenden Dr. Carsten Krage eingereicht hatte. Die mündliche Zusage von ORC-Präsident Bruno Finzi (Italien) kam nach dem Beschluss des Offshore Racing Congress umgehend.

ORC-Vizepräsident von der Mosel hofft nun, dass die WM im eigenen Lande auch Impulse für die deutsche ORC-Flotte liefert. „Ich gehe davon aus, dass die ORC-Flaute in Deutschland dann überwunden und die Offshore-Szene wiederbelebt wird“, so der Jurist. Mit der EM im kommenden Jahr in Norwegen und der WM ein Jahr später in Kiel werden der Bigboat-Szene im Norden zwei echte Highlights geboten. Und vielleicht könnte auch die Kieler Woche 2023 davon profitieren, wenn die WM-Teilnehmer schon auf dem WM-Revier trainieren möchten.
ORC-Familientreffen am Steg in Schilksee.
Die Infrastruktur im Olympiahafen Kiel-Schilksee mit Kränen, gemeinsamen Liegeplätzen und Stellplätzen für die Trailer, das Regattahaus mit Räumen für Jury, Wettfahrtleitungen und Organisation, das Segeln vor den Augen der Zuschauer, ein modernes Media-Center und Flächen für große Festzelte sind schlagkräftige Argumente für die Landeshauptstadt.

Und auch umfassende Medienarbeit ist garantiert: Das Angebot reicht von der Pressemitteilung über Social Media wie Facebook und Instagram, der Darstellung der WM auf der offiziellen ORC-WM-Webseite bis hin zum Foto- und TV-Feed.

Umrahmt von einer Eröffnungs-Zeremonie und der Siegerehrung sind zwei Tage Registrierung und Vermessung sowie sieben Regattatage geplant. Realistisches Ziel sei es, die Teilnehmerzahl aus diesem Jahr in Estland anzupeilen, heißt es in Kiel. Vor Tallinn gingen 104 Yachten aus 13 Nationen an den Start. Darunter waren nur neun Starter aus Deutschland, die allerdings mit drei Medaillen (Gold, für „Halbtrocken 4.5“, Silber für „Outsider“ und Bronze für „Sportsfreund“) zurückkehrten. 2014 waren 70 deutsche Yachten am Start. Das Gastgeberland Estland stellte dieses Jahr 35 Teilnehmer. (hel)
 
ORC World Championship – 04. – 12. August 2023:
Vorläufiger Terminplan
  • Freitag, 04. & Samstag, 05. August:
    Registrierung und Vermessung
  • Samstag, 05. August: Eröffnungsfeier
  • Sonntag, 06. bis Freitag, 11. August: Wettfahrten
  • Samstag, 12. August: Finale Rennen & Siegerehrung
 
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Inklusion Segeln: Gelebte Inklusion auf der Regattabahn

Inklusion Segeln: Gelebte Inklusion auf der Regattabahn

BLINDES VERTRAUEN AN BORD 

Das erfolgreiche Projekt „Gelebte Inklusion auf der Regattabahn“ geht in die nächste Runde. Olympiasilbergewinnerin Susann Beucke übernimmt Schirmherrschaft

BU: Unterstützung aus dem Spitzensport: Susann Beucke (re) wird Schirmherrin des erfolgreichen Projekts ‚Gelebte Inklusion auf der Regattabahn‘. (© Sven Jürgensen | NRV)

Hamburg. NRV. 26. Oktober 2021. Das Projekt ‚Gelebte Inklusion auf der Regattabahn‘ geht in die nächste Runde. Mit an Bord: ein riesiger Seesack positiven Feedbacks und eine fantastische Schirmherrin: Olympiasilbermedaillengewinnerin Susann Beucke. Die nächsten Ziele: Aus dem Projekt soll eine Bewegung werden. Das Interesse bundesweit ist formuliert. Im nächsten Schritt geht’s an die Realisierung.

Das Projekt ‚Gelebte Inklusion auf der Regattabahn‘ startete im Januar 2021 als ein erstes Gemeinschaftsprojekt vom FC St.Pauli Segeln und dem Norddeutschen Regatta Verein mit dem ehrgeizigen Ziel, Blinde, Sehbehinderte, Sehende sowie Gehörlose und Hörende ohne besondere Verrechnung oder besondere Berücksichtigungen mit einer J70 auf die Regattabahn der Kieler Woche zu bringen. Unterstützt wurden die Teams von der Stadt Hamburg und der Reinhard Frank-Stiftung. Gesagt, getan: Sowie es den Seglerinnen und Seglern – Corona bedingt – möglich war, gingen sie zuerst in Zweier-, dann in Vierer- und Fünfer-Teams aufs Wasser zum Training. Erste Trainingsregatten auf der Alster machten Mut und formten aus dem Team eine sichere Einheit, die motiviert in die Kieler Woche startete. Ungeahntes positives Feedback schlug den Seglern und Seglerinnnen dort entgegen. Nicht nur, dass sie als Bat-Sailing Team und DEAF-Sailingteam Hauptthema einer Kieler Woche Pressekonferenz waren und das Medienecho von Tag zu Tag wuchs, nein, auch das Feedback der anderen Teilnehmer und Teilnehmerinnen war überwältigend. Die Kieler Woche würdigte die Teams mit einer eigenen Ehrung auf der Siegertribüne.

Aus dem ungeahnten Erfolg wuchs schnell der Entschluss weiterzumachen und neue Ziele anzustreben: Mit einem eigenen Boot geht das Team in die nächste Saison und will zusammen mit Schirmherrin Sanni Beucke jetzt Leuchtturmprojekt für andere werden. Olympiasilber-Seglerin Sanni Beucke freut sich, mit ihrem seglerischen Knowhow auch für andere einen Mehrwert schaffen zu können:

»Meine Liebe zum Segeln zu teilen ist ein Traum für mich. Das Freiheitsgefühl vom Segeln gerade denen zu vermitteln, die in ihrem Alltag nicht zu viel Freiheit erleben, wäre ein noch größeres Vorhaben für mich. Die Möglichkeit beim Segeln einen Sport wirklich gemeinsam und auf Augenhöhe zu machen, ist einzigartig. Deswegen freue ich mich nun ganz besonders darauf in das Inklusionssegeln des NRV eingebunden zu sein und als Schirmherrin aktiv mitwirken zu können.«

Über den Winter wird das Team nun vergrößert, um so auch mit einer zweiten BAT-Sailing Crew an den Start zu gehen. Dabei ist nicht nur die Kieler Woche das Ziel, sondern Regatten in ganz Deutschland. Gestartet wird die erweiterte Runde mit einem Sehbehinderten Workshop im NRV am 7.-9. Mai 2022.

Daneben will das Team bundesweit Vereine motivieren und beraten, um als Leuchtturmprojekt anderen ein Beispiel zu sein, dem diese folgen können. Nachdem erste Zusagen von anderen Vereinen da sind, ist es Ziel, zur Kieler Woche 2022 weiter echte inklusive J70 Crews an den Start zu bringen. Der Weg dahin soll gemeinsam gegangen werden, zum Beispiel mit bundesweiten Trainingsangeboten. Ein eigenes Frauenteam für den Helga Cup ist ein weiteres Ziel.

Initiator Sven Jürgensen ist überwältigt von dem Erfolg des Projekts: »Wir sind stolz, dass Susann Beucke, Silbermedaillengewinnern von Tokio und NRV Olympic Team Mitglied für dieses Projekt die Schirmherrschaft übernimmt und Teil des Teams wird. Leistungssport und Inklusionssegeln zusammenzubringen ist ein wichtiges Signal an unsere Welt.«

Auch Sportsenator Andy Grote freut sich, dass das Projekt „Gelebte Inklusion auf der Regattabahn“ weiter geht: »Die Kraft des Sport ist es, die Menschen mit und ohne Behinderung zusammenbringt. Mit dem Projekt „Gelebte Inklusion auf der Regattabahn“ nutzen wir als Active City einmal mehr diese Kraft, um alle Hürden beiseite zu räumen. Ich freue mich sehr, dass sich dieses Leuchtturmprojekt des NRV zu einer bundesweiten Bewegung entwickelt, die immer mehr Unterstützer findet, und mit Olympiamedaillengewinnerin Susann Beucke eine starke Schirmherrin an der Spitze hat, die dem Thema Inklusion im Sport weiteren Rückenwind geben wird.«


Weitere Infos: https://nrv.de/gelebte-inklusion-auf-der-regattabahn


ANSPRECHPARTNER


Sven Jürgensen, Initator  (+49 171 683 5555):
sven.juergensen@nrv.de oder

Sina Entzminger, Presse NRV (+49 151 54601776): 
sina.wolf@nrv.de
 

Foto: Frei zur redaktionellen Verwendung Verwendung ©Sven Jürgensen

Höhere Auflösung bitte per Email an sina.wolf@nrv.de anfragen.


 

 

 

Norddeutscher Regatta Verein NRV
Schöne Aussicht 37
22085 Hamburg


Kieler Woche: DSV Empfang für das Olympia Team mit den 3 Medaillen Gewinner aus Japan

Kieler Woche: DSV-Empfang für das Olympia-Team mit den 3 Medaillen Gewinner aus Japan, Lametta-Regen, Dank und Stolz !

Erfolge gilt es zu feiern, Leistungsträgerinnen und Leistungsträger zu ehren. Und so hatte der Deutsche Segler-Verband am Samstag im Anschluss an die offizielle Kieler-Woche-Eröffnung zum Empfang in seinen Bundesstützpunkt in Kiel-Schilksee eingeladen. Seit 2000 war kein deutsches Segel-Team so erfolgreich bei Olympischen Spielen gewesen wie das DSV-Olympia-Team 2021, das mit drei Medaillen aus Japan zurückkehrte.

Ehrung des DSV-Olympia-Teams (v.l.): Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther, Thomas Plößel (49er), Svenja Weger (ILAC6), Susann Beucke (49erFX), Erik Heil (49er), Alica Stuhlemmer und Paul Kohlhoff (Nacra 17), Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer und DSV-Präsidentin Mona Küppers. Foto: segel-bilder.de

DSV-Präsidentin Mona Küppers ehrte mit sehr persönlichen Worten die erfolgreiche deutsche Segel-Nationalmannschaft, die in Enoshima einmal Silber und zweimal Bronze gewonnen hatte. Aber auch die Landcrew, die Trainer und das gesamte Olympia-Team wurden nicht vergessen – schließlich hat Erfolg viele Mütter und Väter. Die DSV-Präsidentin überreichte an die Aktiven Gemälde der Hamburger Künstlerin Heike Böhnert und die Olympia-Teilnahme-Bestätigung, unterschrieben von IOC-Präsident Thomas Bach, für Trainer und Landcrew gab es je eine Magnum-Flasche.

Bevor die DSV-Präsidentin die Ehrungen vornahm, unterstrichen Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther und Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer die Verbundenheit zur Kieler Woche und zum DSV.  „Ihr habt das Segeln in die Welt getragen und gezeigt, was wir in Schleswig-Holstein können“, so Günther. „Ihr könnt stolz auf Euch sein. Spätestens ab jetzt seid Ihr Vorbilder für die Jugend“, erklärte der Ministerpräsident. „Davon kann der Segelsport und davon kann Kiel jahrelange profitieren“, ergänzte Ulf Kämpfer.

Ein besonders emotionaler Moment: Susann Beucke, die zusammen mit Tina Lutz Silber im 49er FX geholt hatte, bedankte sich mit einer Medaillen-Replique bei Ihrem Trainer Ian Barker.

Danach gehörte die Bühne den deutschen Olympioniken. Tina Lutz und Susann Beucke hatten im dritten Anlauf die deutsche Qualifikation für die Olympischen Spiele in Japan gewonnen und im 49er FX Silber geholt. Und während die Bayerin im Urlaub ist und bei der Ehrung fehlte, segelt ihre Vorschoterin Susann Beucke schon auf neuen Bahnen, sprich: Yachten. Die Stranderin hatte bereits am Vormittag vor der Ehrung an Bord der GC32 „Maliza I“ von Boris Herrmann (Yacht Club Monaco) am Multihull Welcome Race nach Eckernförde teilgenommen. Emotional und authentisch waren die Worte von Beucke an ihren Trainer Ian Barker. „Du hast uns gesagt, wir können eine Medaille gewinnen, uns moralisch gestärkt und aufgebaut. Vielen Dank. Ich gebe die Medaille nicht her, aber ein Teil gehört Dir“, so Beucke, die ihrem Coach eine gerahmte Replique der Medaille schenkte. Ob die drei eine weitere Olympia-Kampagne wagen? „Zunächst möchte ich möglichst viel Offshore segeln. Das war schon während dieser Kampagne mein Traum“, so Beucke, die eine weitere olympische Kampagne aber nicht ausschließt. „Ian hat eine Statistik, nach der man eigentlich erst bei den zweiten Spielen Medaillenchancen hat. Und mit Tina harmoniert es perfekt. So gesehen sollten wir unbedingt auch in Frankreich dabei sein“, lässt Beucke, die bereits am nächsten Tag wieder bei Boris Herrmann auf der „Malizia I“ an Bord saß, eine endgültige Entscheidung offen.

Alica Stuhlemmer und Paul Kohlhoff mit ihrem Erfolgs-Coach Marcus Lynch. Foto: segel-bilder.de

Die Bronzemedaillen-Crew im Nacra 17, Paul Kohlhoff und Alica Stuhlemmer, haben ihre Kampagne in Richtung Paris 2024 bereits eingeläutet und bereiten sich auf die WM im Oman vor. Zurzeit leisten die Sportsoldaten Dienst bei ihrem Arbeitgeber, der Bundeswehr.

Erik Heil und Thomas Plößel. Foto: segel-bilder.de

Die dritte Medaillencrew Erik Heil und Thomas Plößel (Berlin/Hamburg) gewannen nach 2016 zum zweiten Mal 49er-Bronze. Ob zweimal Bronze so viel oder mehr wert sei als einmal Gold, konnte Thomas Plößel nicht beantworten. Die zweite Medaille sei deutlich schwerer zu gewinnen gewesen, so Plößel. Vielleicht sei es schwieriger, bei zwei Spielen ganz oben mitzumischen, aber eine konkrete Antwort hatte der Vorschoter nicht parat. Vielleicht gelingt es ja, beim dritten Anlauf 2024 diese Frage zu pulverisieren.

Svenja Weger (Berlin) hat die Olympische Spiele im Laser Radial als Sechzehnte beendet, trug allerdings nach dem ersten Tag als einzige Deutsche vor Japan das gelbe Trikot der Führenden. „Es war ein Super-Anfang. Aber ich hätte auch gern ein so schönes Ende gehabt“, so die Berlinerin, die zum Kieler Woche-Auftakt ihren Geburtstag feierte.

Segeln statt Empfang und Ehrung stand beim Olympia-Fünften und amtierenden Laser-Weltmeister Philipp Buhl auf dem Plan, der zurzeit an der Moth-WM teilnimmt. Für ihn war sein Trainer Alexander Schlonski zum Empfang gekommen. „Ihr bildet ein perfektes Gespann. Ich hoffe, Ihr hängt noch eine gemeinsame Kampagne dran“, so Mona Küppers.

Auch die Olympia-Sechsten im 470er, Luise Wanser/Anastasiya Winkel (Hamburg), fehlten in Kiel. Winkel segelt zurzeit bei der J70-EM in Dänemark, und tauschte damit die Jolle vorrübergehend gegen das Kielboot.

Auch die Landcrew wurde geehrt: Meeno Schrader (Wetterdienst), Nadine Stegenwalner (DSV-Sportdirektorin), die Physiotherapeutin Johanna Wichelmann und Bootsbauer Daniel Schwarze. Es fehlen Olli Freiheit, Bundestrainer Technologie, Rule Advisor Craig Mitchell und Frithjof Schade. Foto: segel-bilder.de

Eine Schlüsselfigur beim Erfolg der Aktiven ist DSV-Sportdirektorin Nadine Stegenwalner. „Die Entscheidung für den Stützpunkt in Kiel war wichtig. Hier ist das Team zusammengewachsen. Der persönliche Austausch hat zusammengeschweißt. Und die Trainingsbedingungen sind ideal“, so die Wahl-Stranderin. „Wir haben uns komplett auf 2021 konzentriert, und der Erfolg gibt uns Recht“, erklärte Stegenwalner, die aber bereits jetzt schon wieder für die Zukunft plant. 2024 gibt es viele neue Disziplinen und Klassen. Kiten, iQFOiLer und 470er Mixed kommen ins Programm. „Es sind große Herausforderungen. Aber sich zuerst komplett auf Japan zu konzentrieren, kann nicht ganz falsch gewesen sein“, so die Sportdirektorin.