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50 Jahre Olympia : Ulrich Libor Bronzemedaille vor Kiel mit 32, Rückkehr mit 82 !

50 Jahre Olympia : Ullrich Libor Bronzemedaille vor Kiel mit 32, Rückkehr mit 82

 

Ullrich Libor: Bronzemedaille vor Kiel mit 32, Rückkehr mit 82

Segeln ist sein Lebenselixier

Drei Medaillen holten die beiden deutschen Segel-Nationalmannschaften (die Bundesrepublik und die DDR waren 1972 noch getrennt am Start) bei den Olympischen Spielen vor 50 Jahren auf der Kieler Förde. Neben der Silbermedaille im Drachen für die DDR-Crew Paul Borowski/Karl-Heinz Thun/Konrad Weichert und die Bronzemedaille im Star für Willi Kuhweide/Karsten Meyer gewannen Ullrich Libor und Peter Naumann Bronze im Flying Dutchman (FD).
Viele der Olympioniken zog es auch in den folgenden Jahren immer wieder ins Olympiazentrum Kiel-Schilksee: So besuchte der heute in den USA lebende Willi Kuhweide die Kieler Woche 2004 und erinnerte dort in einer Pressekonferenz auch an die Spiele von 1972. Und Ullrich (Ulli) Libor ist bis heute Stammgast in Kiel. Der gebürtige Coseler (Schlesien/heute Koźle in Polen), der unzählige Male bei der Kieler Woche an den Start ging, Titel im Piraten und FD hamsterte und mit 32 Jahren Olympia-Bronze gewann, trat zuletzt 2019 bei der Kieler Woche an. Mit 79 Jahren belegte er in der Inklusionsklasse 2.4mR den fünften Platz, im Vorjahr sicherte er sich hier sogar Platz zwei. Gern erinnert sich der Vollblutsegler an Kiel-Schilksee und die olympischen Klassen von 1972, die Nonne vom 15. bis 21. August beim Revival „50 Jahre Olympische Spiele in Kiel“ noch einmal in Schilksee an den Start gehen. Mit dabei: Ulli Libor, der mit dann 82 Jahren nach 50 Jahren sein FD-Comeback auf der Kieler Förde plant.
Die wegen des Attentats vom 5. September auf die israelischen Sportlerinnen und Sportler in München verschobene Abschlussfeier wird nach Abschluss der verlegten Regatten nachgeholt. Auf dem Hafenvorfeld erhalten Ulli Libor (2.v.r.) und sein Vorschoter Peter Naumann (r.) die Bronzemedaille im Flying Dutchman überreicht. Der erste nicht britische Präsident des Weltsegelverbandes (1969-1986), Beppe Croce (Italien) war zur Siegerehrung angereist.  Fotograf: Magnussen, Friedrich (1914-1987), Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte, aus dem Stadtarchiv Kiel.
Erst die Jugend (U20, Jahrgang 2003 und jünger) bei den Gemeinsamen Internationalen Deutschen Jugendmeisterschaften (10. bis 16. August), dann die ehemaligen Olympischen Klassen (15. bis 21. August) bei den Revival-Regatten – so schaffen die Veranstalter eine Verbindung zwischen Vergangenheit und Zukunft in dem 1966 im Rahmen der Kieler Woche eröffneten Olympiahafen in Schilksee.
Dass Segeln jung hält, kontrolliert Ulli Libor eindrucksvoll. Segeln ist sein Lebenselixier. Der Ausnahmesegler vom Norddeutschen Regatta Verein (Mitglied seit 1954) blickt auf eine außergewöhnliche Karriere zurück. Zwei Olympische Medaillen im FD (1968 Silber vor Acapluco/Mexiko und 1972 Bronze vor Kiel), ein EM-Titel 1960 im Snipe, EM-Vize im FD 1972 und zahlreiche Kieler-Woche-Siege ragen heraus. Doch Libors Regatta-Laufbahn ist deutlich vielschichtiger: An den Start ging er im Pirat (3x Jugendmeister, 1x Dänischer Meister in der Zeit von 1956 bis 1959), in der OK-Jolle, im Tempest, Flying Dutchman (zweimal Deutscher Meister einmal Vize von 1964-1971), Starboot, Drachen (DM-3. 2008), Viertel-Tonner, Halb-Tonner,auf den Admiral’s Cup Yachten „Jan Pott“ (Norbert Lorck-Schierning/Flensburg) und „Container“ (Udo Schütz/Selters/viermaliger Teilnehmer/Sieger 1982), in der 12mR, 5,5mR sowie zuletzt in der 2.4mR (seit 2014 bis heute/Holländischer Meister, Irischer Vizemeister). Für seine sportlichen Erfolge wurde der heute in Rheinland-Pfalz lebende Ausnahmesportler bereits am 27. November 1968 mit dem Silbernen Lorbeerblatt ausgezeichnet.
Ullrich Libor war in den Pressekonferenzen der Kieler Woche ein gerngesehener Gast. Hier 2017, natürlich nach den Wettfahrten auf dem Wasser. Foto: www.segel-bilder.de
Nach seinem Ausflug in die Admiral’s-Cup-Szene, dem überstandenen Fastnet Race von 1979, bei dem 19. Segler ums Leben gekommen und nach dem er die „Jan Pott“ sicher nach Hause gebracht, wechselte Libor ins Ehrenamt. 1982 bis 1990 war er DSV -Vizepräsident sowie Vorsitzender des Olympia-Segel-Ausschusses und zweimal als Mannschaftsleiter bei den Olympischen Spielen 1984 vor Los Angeles (USA) und 1988 vor Pusan ​​(Südkorea).
 
Anschließend tauschte Libor das Boot gegen den Golfball, zog in den Südwesten der Republik und war 16 Jahre lang Geschäftsführer des Deutschen Golf-Verbandes. 14 Jahre nahm er an keiner Regatta teil, bis er im gesetzten Alter zusammen mit Bernd Faber, Harro Kniffka und zeitweise seinem Sohn Janos Teil zwei seiner aktiven Segel-Laufbahn im Drachen startete. Die WM-Vizemeisterschaft und der HLL-Dragon Grand Prix vor Neustadt bleiben unvergessen. Dabei stand nicht nur der eigene Segelspaß und -erfolg im Brennpunkt. Stets unterstützte Libor auch Nachwuchstalente wie beispielsweise Robert Stanjek und dessen Starboot-Olympiakampagne mit Markus Koy 2008.
Willi Kuhweide war 2004 bei der Kieler Woche. Hier in der Pressekonferenz mit Hermann Hell. Foto: www.segel-bilder.de
Kiel-Schilksee war für Ulli Libor immer das zweite Zuhause – vom ersten Auftritt als 16-Jähriger im Jahr 1956 über den Kieler-Woche-Titelgewinnen im Piraten (1960) und FD bis zur olympischen Bronzemedaille 1972 und den jüngsten Starts in der 2.4mR hat er alle Entwicklungen vor Ort hautnah miterlebt. Berthold Beitz, Mitglied im Nationalen Olympischen Komitee Deutschlands und von 1972 bis 1988 auch Mitglied im Internationalen Olympischen Komitee /IOC, holte als Vorsitzender des Segelplanungs-Ausschusses den Silbermedaillengewinner von 1968 – übrigens gegen den Wunsch des DSV – ins Planungskomitee für die Olympischen Spiele. „Mein größtes Ziel war es, die Belange der Segler mehr zu vertreten“, so Libor, der in Neapel (Italien) 1960 als Ersatzmann und 1968 in Mexiko miterlebt hatte, dass die Aktiven bei Olympia größtenteils alles selbst organisieren mussten.
1966 wurde der Olympiahafen in Schilksee im Rahmen der Kieler Woche eröffnet, deutlich bevor München ein Jahr später am 18. März Kiel für die Ausrichtung der Segel-Wettkämpfe ins Olympia-Boot holte. Der italienische Vizepräsident des Weltseglerverbandes Beppe Croce stellte 1967 sachlich fest: Es müsse in Schilksee alles außerhalb des Hafens neu gebaut werden. Und für über 150 Millionen DM von Stadt, Land und Bund entstand das Olympiazentrum in Schilksee – mit dem langgestreckten Betonbau mit Schwimmbad, Bootshalle, Organisationsräumen, Appartements, zwei Hochhäusern mit über 150 Wohneinheiten und dem Olympiahotel. Dafür verschwanden gerade neugebaute Anlagen wie das Hafenmeistergebäude von der Bildfläche. Das neue mit der Vorrichtung für die Olympische Flamme auf dem Dach erstrahlt seither im 285.000 qm großen Segelzentrum in doppelter Größe. Den Beton-Charme der späten 60er Jahre hat sich Kiel-Schilksee bis heute bewahrt.
Dass Ulli Libor noch in Form ist, bewies der 82-Jährige Anfang April beim 10. MünsterCup auf dem Aasee, einem Stausee in Münster. Libor setze sich mit dem gerade frisch getauften 2.4mR gegen 19 Konkurrenten mit fünf Siegen bei fünf Wettfahrten durch. Sein Boot „no crew, no cry“ taufte seine Tochter Enja.  Foto: M. Libor/privat
1972 existiert noch eine andere olympische Welt mit anderen Richtlinien. Nur reine Amateure waren zu den Spielen zugelassen. Doch die besten Segler der Welt verdienten ihr Geld bereits im Umfeld ihres Hobbys. Paul Elvström mit Segeln, Harry „Buddy“ Melges mit Booten und Rodney Pattison als freigestellter Marine-Offizier. Und auch Libor bezog seinen Salär aus dem Segelsport, als er 1965 die erste Kunststoffjolle, die Conger, für Blohm & Voss entwickelte. Konstrukteur war der Hamburger Karl Feltz. „Wir haben das Geld für unser Hobby im Segelsport verdient, aber wir haben kein Geld fürs Segeln bekommen.Wir haben alles selbst festgestellt, die Reisen, die Segel, die Boote und die Entwicklung“, so Libor, dessen großes Ziel es war, auf dem Heimatrevier olympisches Gold zu holen. Doch mit seinem Holz-FD hatte er keine Chance gegen die modernen Neubauten. Pattison hatte einen unerwarteten FD gebaut und die Franzosen ein Carbon-Schiff. „So musste ich am Ende mit Rang drei sehr zufrieden sein; und Bronze hatten wir erst mit dem Sieg in der letzten Wettfahrt erreicht“, so Libor, der sich noch bestens an die Olympischen Regatten mit seinem Vorschoter Peter Naumann erinnerte.
Kieler war 1972 indes mehr als eine olympische Außenstelle von München. Zur Eröffnung konnte der oberste Wettfahrtleiter Otto Schlenzka (Kieler Yacht-Club) die geballte Olympia-Prominenz begrüßen. Neben Avery Brundage, Präsident des Internationalen Olympischen Komitees/IOC, Willi Daume, 1961 bis 1992 Präsident des Nationalen Olympischen Komitees für Deutschland/NOK, und dem großen Gönner des KYC und Präsidenten des Vorstands und Kuratoriums der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung , Berthold Beitz, war auch reichlich Prominenz aus Politik und Wirtschaft vor Ort. „Bis dahin kann ich Segeln bei den Spielen nur im öffentlichen Abseits“, erinnert sich Libor heute. Die Abschlussfeier in Acapulco hatte die Aktiven selbst erst zu Einem Fest gemacht, indes sie mit Einem Leiterwagen und Einer Kapelle zum Ort der Ehrung,  einem eher eindeutig zweideutigen Etablissement, zogen.
Taufe des neuen 2.4mR “no crew, no crey” (v.l.): Enja, Ulli und Manuela Libor. 
Kiel war da eine ganz andere Nummer. Segeln wurde ganz hoch aufgehängt, selbst die Bild-Zeitung berichtete auf der Titelseite. „Die unglaubliche Öffentlichkeit und die enorme Freundschaft unter den Teilnehmern werde ich nicht vergessen. Trotz des Wettkampfes um die Medaillen war es ein supergutes Verhältnis“, erinnert sich Libor.
Neben der hochwertigen Eröffnungsfeier und der Siegerehrung war im Umfeld auch die Unterstützung der Marine hochkarätig. 1500 Mann mit 80 Booten halfen den Kieler Regattaorganisatoren. „Und das geschah völlig unauffällig und zurückhaltend, sehr unmilitärisch“, so Libor.  Begleitschiffe für zirka 4000 Zuschauer brachten Interessierte auf „schwimmenden Tribünen“ zu den Regatten, und die Hostessen trugen Kostüme in martimem Look statt der in München präferierten Dirndl.

Natürlich erreichte die Nachricht vom tragischen Attentat in München auch die Segler in Schilksee – damals waren ausschließlich Männer am Start. „Am 5. Regattatag fiel uns zunächst das Polizeiboot auf, das nach der Wettfahrt neben den Israelis längsseits fuhr“, erinnert sich Libor noch gut an die unvorstellbaren Ereignisse. Dann erklärte IOC-Präsident Avery Brundage am Tag nach dem Anschlag am 6. September: „The games must go on“. 50 Jahre nach den Spielen, nach der Medaille und nach dem Attentat ist alles noch präsent. Und sicherlich werden all dieser Erinnerungen noch präsenter sein, wenn Ullrich Libor nach 50 Jahren und im Alter von 82 Jahren ab dem 19. August mit seinem FD vor Kiel-Schilksee an den Start geht. 
Ulli Libor im 2.4mR-Einsatz. 2019 belegte der zweifache Olympiamedaillengewinner vor Kiel Rang fünf. Foto: S. Klahn/Kieler Woche.
Übrigens:
Für sechs der sieben deutschen Segelmedaillengewinner von Kiel-Schilksee  waren es die zweiten Olympischen Medaillen. Willi Kuhweide hatte 1964 vor Tokio (Japan) im Finn Dinghy Gold gewonnen, Borowski/Thun/Weichert 1968 vor Acapulco (Mexiko) im Drachen Bronze und Libor/Naumann ebenfalls 1968 vor Acapulco Silber im FD.
 
 

Der Regatta-Plan:

 

GIDJM

Klassen: Optimist, Laser Radial, Laser 4.7, Europe, Teeny, Cadet, O’pen Skiff, 29er, 420er, Pirat, Techno 293, Open Windfoil Youth.
  • Mittwoch, 10. August, und Donnerstag, 11. August: Vermessung.
  • Freitag, 12. August, bis Dienstag, 16. August: Wettfahrten
 

50 Jahre Olympia vor Kiel-Schilksee:

Klassen: Drachen (Ranglisten-Regatta), Flying Dutchman (IDM), Finn Dinghy (EM und U23-EM), Soling, Star (North European Championship), Tempest (WM).
  • Montag, 15. August: Vermessung: Finn und Tempest
  • Dienstag, 16. August: Vermessung: Finn; Practice Race: Tempest
  • Mittwoch, 17. August: Vermessung: Star; Wettfahrten: Finn und Tempest
  • Donnerstag, 18. August: Wettfahrten: Finn, Tempest, Star, Drachen
  • Freitag, 19. August: Wettfahrten: Finn, Tempest, Star, Drachen, Soling, Flying Dutchman
  • Samstag, 20. August: Wettfahrten: Finn, Tempest, Star, Drachen, Soling, Flying Dutchman
  • Sonntag, 21. August: Wettfahrten: Finn, Tempest, Star, Drachen, Soling, Flying Dutchman – danach: Siegerehrungen

Text: Hermann Hell
 
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50 Jahre Olympia in Kiel & GIDJM 2022

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50 Jahre Olympia X GIDJM

50 Jahre Olympia X GIDJM

KIELER ANGEBOTE FÜR DEN SEGEL-NACHWUCHS

1972 – 2022: Gemeinsame Internationale Deutsche Jugendmeisterschaften 2022

Kiel hält sich jung. Die 1233 gegründete, heutige schleswig-holsteinische Landeshauptstadt wird in diesem Jahr zum Zentrum des Segelnachwuchses. Auf die Young Europeans Sailing (YES) über Pfingsten (4. bis 6. Juni) folgen die Kieler Woche (18. bis 26. Juni) und im August der Höhepunkt des deutsche Segelnachwuchses, die Gemeinsamen Internationalen Deutschen Jugendmeisterschaften (GIDJM/10. bis 16. August). „Wir freuen uns auf den Segelnachwuchs und bieten einigen Klassen sogar dreimal die Möglichkeit, auf dem olympischen Revier vor Kiel anzutreten“, so Organisationsleiter Dirk Ramhorst (Kieler Yacht-Club). „Nachdem wir Pandemie-bedingt zwei Jahre etwas kürzertreten mussten, hoffen wir auf ein ganz besonderes Jahr 2022. Neben YES und der Kieler Woche komplettiert die GIDJM im Rahmen des 50-jährigen Jubiläums der Olympischen Segelregatten von 1972 unser umfassendes Angebot“, ergänzt der DSV-Vizepräsident für Olympisches Segeln und Nachwuchs-Leistungssport. Die Notice of Race für die GIDJM ist ab sofort veröffentlicht, das Meldeportal unter www.manage2sail.de geöffnet.

Die Gemeinsamen Internationalen Deutschen Jugendmeisterschaften und das Revival der olympischen Segelregatten von 1972, gebündelt im Olympia-Revier Kiel, verbinden im August 2022 die Zukunft des Segelsports mit der Historie und beenden gleichzeitig das große Kieler Segelfestival in diesem Jahr.

Gemeinsam mit den beiden anderen ehemaligen olympischen Austragungsorten München und Augsburg (Kanurennsport) wird Kiel nach 50 Jahren die Erinnerungen an die Olympischen Spiele von 1972 noch einmal mit Leben erfüllen. Und während sich bei den European Championships in München die Sportlerinnen und Sportler im Beachvolleyball, Kanu-Rennsport und Klettern, in der Leichtathletik, beim Radsport, Rudern, Turnen, Tischtennis sowie im Triathlon, Para-Rudern und Para-Kanu messen, steht in Kiel wie 1972 der Segelsport im Mittelpunkt. Den Auftakt machen im August die zwölf Nachwuchsklassen des Deutschen Segler-Verbandes, die vom 10. bis 16. August die 6. GIDJM austragen. Vom 17. bis 21. August folgen die Regatten der sechs olympischen Bootsklassen von 1972 – Drachen, FD, Finn, Soling, Star und Tempest.

Die 420er bilden den Unterbau für die olympische 470er-Klasse, die bei den Olympischen Spielen 2024 mixed gesegelt wird. Foto: S. Klahn/Kieler Woche

Geplant ist ein Segelfest der Extraklasse mit den Schwerpunkten Segelwelt, Jugend und Völkerverständigung. „Wir sind schon lange in den Vorbereitungen und werden mit über 300 ehrenamtlichen Mitarbeitenden vor Ort für die Aktiven und deren nachhaltiges Segelerlebnis im Einsatz sein“, so Ramhorst. Dazu werden allerdings noch ehrenamtliche Mitwirkende und auch mitveranstaltende Vereine gesucht. „Wer möchte, kann sich gern bei uns melden“, so der Organisationschef.

Die 6. GIDJM – nach dreimal vor Travemünde (1988, 2009 und 2017) und zweimal vor Ribnitz-Damgarten (2003 und 2013) – beginnt mit zwei Vermessungstagen. Es folgen fünf Wettfahrttage in den Klassen 29er, 420er, Cadet, ILCA 4 (Laser 4.7), ILCA 6 (Laser Radial), O’pen Skiff, Optimist, Pirat, Techno 293, Open Windfoil Youth und Teeny (einzige nicht internationale Klasse) sowie vier Wettfahrttage für die Europes, die direkt von ihrer Jugendeuropameisterschaft aus Blossin nach Kiel reisen. Die Katamaranklasse Nacra 15 ist mangels Interesse und Masse für die Jahre 2022 bis 2025 keine deutsche Jugendmeisterschaftsklasse mehr. Mit rund 900 Booten/Brettern und damit 1200 Aktiven rechnen die Veranstalter und der DSV. Dafür stehen sieben Bahnen zur Verfügung.

Die größte Flotte dürften mit Abstand die Optimisten stellen, gefolgt von ILCA 6, ILCA 4, 29er und 420er. Die Entwicklung in den Nachwuchsklassen sei dabei grundsätzlich stabil, so der DSV-Jugendobmann und DSV-Vizepräsident Timo Haß. „Die Zahlen bei Meisterschaften und in den Ranglisten bleiben weitgehend konstant, was bedeutet, dass ausreichend Nachwuchs gefunden wird, da ja nach oben altersbedingt Seglerinnen und Segler herauswachsen. Doch es gibt regionale Unterschiede beim Piraten mit den Schwerpunkten im Norden und NRW, im Teeny mit Schwerpunkt Norden und Berlin sowie im Cadet mit seiner Basis in Mecklenburg-Vorpommern. Der Optimist und die ILCA sind bundesweit vertreten, auch beim 29er geht der Trend in die Richtung einer Präsenz über die gesamte Republik. Beim 420er gibt es in einzelnen Bundesländern einen leichten Abschwung, der aber noch kein Trend ist. Surfen ist extrem vereins- und standortgebunden; hier gibt es einige Hotspots, aber leider nicht flächendeckend“, ordnet Haß die Jugendklassen ein.

Die Klassen ILCA 4 und ILCA 6 starteten 2017 bei der 5. GIDJM noch als Laser 4.7 und Laser Radial. Foto: okpress

Beobachtet wird die Entwicklung der O´pen Skiff-Klasse, die sich bisher in Deutschland nicht ausreichend durchsetzen konnte. „Der O’pen-Skiff ringt seit Jahren um den Status der Jugendmeisterschaftsklasse und ist im Kern nur noch in SH und NRW vertreten“, erklärt der DSV-Jugendobmann. Dynamisch sei die Entwicklung in den neuen Klassen Techno 293 und Open Windfoil. „Mit der Einführung des Foilens im Windsurfen hat diese Disziplin nochmal richtig Auftrieb erhalten, nachdem die Boards, die für Olympische Spiele bisher genutzt worden waren, von vielen als nicht attraktiv angesehen worden sind. Mit dem Techno 293 als Einstiegsklasse noch ohne Foilen, aber mit allem, was man benötigt, um Surfen vernünftig zu erlernen, und der Box-Rule Open Windfoil Youth haben wir den Trend aufgenommen und werden sicher deutlich steigende Zahlen sehen. Möglicherweise wird sich auch bei den Foilern eine Klasse in Zukunft durchsetzen, dann können wir flexibel reagieren und diese Klasse für die Jugendmeisterschaft auswählen“, so Haß mit Blick in die Zukunft. Und bei diesem Blick spielt die GIDJM eine große Rolle. Denn nach dem holprigen Beginn mit den GIDJM 1988, 2003 und 2009 ist jetzt ein fester Vier-Jahres-Rhythmus geplant.

„Wir sind uns mit allen beteiligten Gruppen einig, dass wir alle vier Jahre dieses Großereignis als Fest des Jugendsegelns durchführen wollen. Der Vier-Jahres-Rhythmus steht also, so dass 2026 die nächste GIDJM geplant ist“, ergänzt Haß. Die GIDJM in Kiel dürfte dafür sicherlich werben.

Der 29er ist die Nachwuchsklasse für den späteren Einstieg in die olympischen Klassen 49er und 49erFX. Foto: www.segel-bilder.de

Für die Veranstalter geht es nach der Siegerehrung des Nachwuchses ohne Pause mit den ehemaligen olympischen Klassen von 1972 weiter. Nachdem parallel zu den Jugendregatten bereits für Tempest und Finn die Vermessung oder ein Practice-Race auf dem Programm stehen, beginnen die beiden Klassen schon am Mittwoch, 17. August, mit der ersten Wettfahrt. Die Kielboote Drachen und Star greifen am Donnerstag, 18. August, ins Geschehen ein, bevor am Freitag, 19. August, auch FD und Soling an den Start gehen. Die Notice of Race für die Jubiläums-Regatten folgt Ende des Monats, dann wird auch das Meldeportal für die Revival-Regatten unter Manage2Sail freigeschaltet.

29er

420er

Cadet

Europe

ILCA (Laser)

 

O’pen Skiff

Optimist

Pirat

Techno 293

Open Windfoil Youth

Teeny

 

DER REGATTA-PLAN

GIDJM

Klassen

  • Optimist
  • Laser Radial
  • ILCA 4
  • Europe
  • Teeny
  • Cadet
  • O’pen Skiff
  • 29er
  • Nacra 15
  • 420er
  • Pirat
  • Techno 293
  • Open Windfoil Youth

Zeitplan:

  • Mittwoch, 10. August & Donnerstag, 11. August: Vermessung
  • Freitag, 12. August, bis Dienstag, 16. August: Wettfahrten
  • Dienstag, 16. August: Siegerehrung

50 Jahre Olympia vor Kiel:

Klassen

  • Drachen (Ranglisten-Regatta)
  • Flying Dutchman (IDM)
  • Finn Dinghy (EM und U23-EM)
  • Soling
  • Star (North European Championship)
  • Tempest (WM)

Zeitplan

  • Montag, 15. August: Vermessung –
    Finn und Tempest
  • Dienstag, 16. August: Vermessung – Finn; Practice Race: Tempest
  • Mittwoch, 17. August: Vermessung -Star; Wettfahrten: Finn und Tempest
  • Donnerstag, 18. August: Wettfahrten –
    Finn, Tempest, Star, Drachen
  • Freitag, 19. August: Wettfahrten –
    Finn, Tempest, Star, Drachen, Soling, Flying Dutchman.
  • Samstag, 20. August: Wettfahrten –
    Finn, Tempest, Star, Drachen, Soling, Flying Dutchman.
  • Sonntag, 21. August: Wettfahrten –
    Finn, Tempest, Star, Drachen, Soling, Flying Dutchman. – Siegerehrungen

Text: Hermann Hell
Bilder: Christian Beeck; Sascha Klahn; Otto Kasch

Kiel: 50 Jahre Olympia & GIDJM 10.08. - 21.08.2022 KYC

Kiel: 50 Jahre Olympia & GIDJM 10.08. – 21.08.2022 KYC

 

Zukunft trifft auf Historie

Kiel feiert 50-jähriges Jubiläum der Olympischen Segelregatten von 1972: Fest des Segelsports in Schilksee – 13 Nachwuchsklassen und sechs ehemalige olympische Klassen am Start

Die Gemeinsamen Internationalen Deutsche Jugendmeisterschaften und das Revival der olympischen Segelregatten von 1972, gebündelt im Olympia-Revier Kiel, verbinden im August 2022 die Zukunft des Segelsports mit der Historie. Den Auftakt machen die 13 Nachwuchsklassen des Deutschen Segler-Verbandes, die vom 10. bis 16. August die 6. gemeinsame IDJM austragen. Vom 17. bis 21. August folgen die Regatten der sechs olympischen Bootsklassen von 1972 – Drachen, FD, Finn, Soling, Star und Tempest. Damit steigt zwei Monate nach der Kieler Woche (18. bis 26. Juni) das zweite Segelgroßereignis vor Kiel-Schilksee.
Die größte Flotte bei den Gemeinsamen Internationalen Deutschen Jugendmeisterschaften stellen die Optis. Hier bei der 5. GIDJM vor Travemünde.
 
„Wir freuen uns, im kommenden Jahr zwei echte Segelhöhepunkte bieten zu können, und erfahren vom DSV, der Stadt Kiel und den ehemaligen olympischen Klassen einen enormen Zuspruch“, so Organisationsleiter Dirk Ramhorst.

Zusammen mit den beiden anderen ehemaligen olympischen Austragungsorten München und Augsburg (Kanurennsport) möchte Kiel die Erinnerungen an die Olympischen Spiele von 1972 nach 50 Jahren noch einmal mit Leben erfüllen. Dazu legten die Stadt Kiel und der Kieler Yacht-Club ihr Konzept vor. Ziel: Ein Segelfest der Extraklasse mit den Schwerpunkten Segelwelt, Jugend und Völkerverständigung. „Kiel hat den Olympischen Spielen 1972 viel zu verdanken. Das ganze Organisationsteam freut sich auf das Revival im Olympia-Zentrum Schilksee und auf die Regatten auf dem olympischen Revier von 1972“, so Ramhorst. Und der auf dem Seglertag Ende November frisch gewählte DSV-Vizepräsident für Olympisches Segeln und Nachwuchs-Leistungssport ergänzt: „Wir möchten allen Teilnehmern ein unvergessliches Segelerlebnis bieten. Daher sind wir schon lange in den Vorbereitungen und werden mit über 300 ehrenamtlichen Mitarbeitenden vor Ort für die Aktiven und deren nachhaltiges Segelerlebnis im Einsatz sein.“
Der 29er ist die Nachwuchsklasse für den späteren Einstieg in die Olympischen Klassen 49er und 49erFX. (links) Die Klassen ILCA 4 und ILCA 6 starteten 2017 bei der 5. GIDJM noch als Laser 4.7 und Laser Radial. (rechts)
Den Auftakt machen die 13 Jugendmeisterschaftsklassen des Deutschen Segler-Verbandes. Zwei Vermessungstagen folgen fünf Wettfahrttage für die Seglerinnen und Segler in den Klassen 29er, 420er, Cadet, Europe, ILCA 4 (Laser 4.7), ILCA 6 (Laser Radial), Nacra 15, O’pen Skiff, Optimist, Pirat, Techno 293, Open Windfoil Youth und Teeny (einzige nicht internationale Klasse).

Mit zirka 900 Booten/Brettern und damit 1200 Aktiven rechnen die Veranstalter und der DSV. „Wir erwarten ein Riesenevent für die deutsche Seglerjugend. Es ist natürlich etwas Besonderes, wenn alle vier Jahre, bzw. dieses Mal nach fünf Jahren alle Jugendmeisterschafts-Klassen auf einem Revier zu einer gemeinsamen Jugendmeisterschaft zusammenkommen. Es geht darum, über den Tellerrand zu schauen, die anderen Bootsklassen näher kennenzulernen, alte Freundschaften wieder aufleben zu lassen und neue zu schließen. Für manche Geschwister ist es die Chance, gemeinsam auf einer Jugendmeisterschaft zu sein, obwohl sie in verschiedenen Bootsklassen segeln. Es ist eben ein besonderes Fest und eine besondere Meisterschaft“, freut sich DSV-Jugendobmann und DSV-Vizepräsident Timo Haß (Pöcking) auf die gemeinsame IDJM in Kiel.  Die größte Flotte dürften mit Abstand die Optimisten stellen, gefolgt von ILCA 6, 420er, ILCA 4 und 29er.
Die Teenys sind die einzige nationale Klasse am Start. Dahinter warten auf dem Foto schon die Optis.
Eine gemeinsame Eröffnungsfeier und eine gemeinsame Siegerehrung sollen im olympischen Revier von 1972 den würdigen Rahmen bilden. Neben den Wettfahrten um die Deutschen Jugendtitel auf dem Wasser ist zudem ein Landprogramm geplant.

Nach dreimal vor Travemünde (1988, 2009 und 2017) und zweimal in Ribnitz-Damgarten (2003 und 2013) findet die gemeinsame 6. IDJM nun erstmalig in Kiel statt. Diese gemeinsamen Meisterschaften der Jugendklassen sind alle vier Jahre geplant, in den Jahren dazwischen tragen die Klassen ihre Nachwuchsmeisterschaften getrennt aus. In die U19-Titelkämpfe können 2022 alle Jugendlichen des Jahresgangs 2004 und jünger eingreifen.

„Für die Seglerjugend ist die gemeinsame IDJM ein echter Höhepunkt, zumal quasi vor der Haustür des Verbandes, und die Kombination mit der 50-Jahr-Regatta ist etwas ganz Besonderes“, so Haß.
Eine etwas nassere Nachwuchsklasse: die O’pen Skiffs.
Für die Veranstalter geht es nach der Siegerehrung des Nachwuchses ohne Pause weiter. Nachdem parallel zu den Jugendregatten bereits für Tempest und Finn die Vermessung oder ein Practice-Race auf dem Programm stehen, beginnen die beiden Klassen schon am Mittwoch mit der ersten Wettfahrt. Die Kielboote Drachen und Star greifen am Donnerstag, 18. August, ins Geschehen ein, bevor auch FD und Soling am Freitag an den Start gehen. Am Sonntag, 21. August, ist dann die gemeinsame Siegerehrung für die fünf Klassen angesetzt.

Als Anreiz haben die einstigen olympischen Klassen die Kieler Revival-Veranstaltung mit weiteren Prädikaten aufgewertet. So hat die Tempest-Klasse die Weltmeisterschaft nach Kiel vergeben, die Finns ihre EM und Junioren-EM (U-23), die Flying Dutchman Klasse ihre Internationale Deutsche Meisterschaft, die Stare ihre Distrikt-Meisterschaft und die Drachen eine außerordentliche Ranglistenregatta. „Natürlich freuen wir uns, dass die Klassenvereinigungen mitziehen und die Jubiläumsregatta aufwerten“, so Ramhorst.
Übrigens: 1972 waren in Kiel noch zwei deutsche Teams am Start. Die DDR und die Bundesrepublik Deutschland gingen getrennt ins Rennen um die Medaillen. Insgesamt gewannen drei Crews für Gesamt-Deutschland Medaillen:
  • Im Drachen gewannen Paul Borowski/Karl-Heinz Thun/Konrad Weichert Silber für die DDR.
  • Im Star holten Willi Kuhweide/Karsten Meyer Bronze für die Bundesrepublik Deutschland.
  • Im FD gewannen Ullrich Libor/Peter Naumann Bronze für die Bundesrepublik Deutschland.
Text: Hermann Hell
Bilder: www.segel-bilder.de / Christian Beeck
 
 
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Drachen: Pieter Heerma und Martin Palsson siegreich beim Dragon Gold Cup 2021 von Yanmar

                                           Dragon Gold Cup 2021 by Yanmar – (C) GothenburgDronePhoto

Zwei Finalrennen bei herrlicher Sonne und mäßiger Brise rundeten den sechs Rennen umfassenden Dragon Gold Cup 2021 von Yanmar in Marstrand ab. Die Regatta endete dramatisch, als nicht weniger als fünf der Top-Ten-Boote im vorletzten Rennen unter schwarzer Flagge disqualifiziert wurden und die Gesamtwertung weit offen war. Auf der falschen Seite standen Dirk Pramann, Dmitry Samokhin, Andy Beadsworth, Torvar Mirsky und Jens Christensen, die jeweils als 2., 4., 5., 6. und 8. in den Tag gegangen waren.

Für den Spitzenreiter Pieter Heerema muss der Anblick so vieler enger Herausforderer eine willkommene Erleichterung gewesen sein. Aber ohne Rückschlag im Gold Cup lag noch viel Rennen zwischen ihm und dem Sieg, so dass es sofort wieder zur Sache ging. Wieder einmal segelte dieses äußerst erfahrene Team, zu dem der ehemalige Gold Cup- und Doppel-Europameister-Held Lars Hendriksen und der ukrainische Doppel-49er-Olympiasieger und die ehemalige Gold-Cup-Siegercrew George Leonchuk gehören, schnell und intelligent und wurde Zweiter hinter Anatoly Loginov in RUS27. Loginov war im ersten Rennen der Serie mit schwarzer Flagge gefahren, sodass er trotz seines dritten Rennsiegs keine realistische Chance auf das Podium hatte und nur aus Freude segelte. Dritter wurde der Belgier Benjamin Morgen, der Däne Frank Berg Vierter und der junge australische 49er-Segler David Gilmour, der in Abwesenheit von Vater Peter das japanische YRed-Team leitete, Fünfter.

Vor dem letzten Rennen hatten Heerema und sein Team ein 16-Punkte-Delta auf den nächsten Rivalen Pedro Andrade, daher lag ihr Fokus darauf, sauber zu starten und Ärger zu vermeiden. Andrade erwischte einen guten Start am Komitee-Bootsende, wendete auf Anhieb und führte das Rennen komfortabel bis ins Ziel. Hinter ihm löste sich bald ein Verfolgerrudel an der Front der Flotte und es kam zu einem engen Kampf zwischen Andy Beadsworth, Magnus Holmberg, Dmitry Samokhin, David Gilmour und Pieter Heerema. Obwohl er das Rennen in spektakulärem Stil gewann, wusste Andrade, dass seine Regentschaft als Dragon Gold Cup Champion zu Ende ging, als Heerema hinter Beadsworth und Samokhin als Vierter die Ziellinie überquerte. Holmberg wurde Fünfter und der Schwede Martin Pålsson Sechster.

In der Gesamtwertung siegte Pieter Heerema mit 13 Punkten Vorsprung. Pedro Andrade wurde Zweiter und das japanische Team von David Gilmour, Sam Gilmour und Yashiro Yaju, das YRed segelte und den Event-Sponsor Yanmar repräsentierte, wurde Dritter.

Dies wird ein besonders süßer Sieg für Pieter Heerema, der etwa 30 Jahre lang versucht hat, den Gold Cup zu gewinnen und sich so etwas wie eine Brautjungfer angeeignet hat, indem er 2013, 2018 und 2019 die unteren Hänge des Podiums erreicht hat, es aber nie ganz geschafft hat zur obersten Stufe. Aber Heerema, ein Veteran des Vende Globe Race, ist kein Mann, der leicht nachgibt, und diese Entschlossenheit hat sich endlich ausgezahlt. Nach der Siegerehrung fasste Pieter Heerema begeistert seine Gefühle zusammen und sagte: „Ich habe schon oft versucht, dieses Ding zu gewinnen und war mehrmals Zweiter, Dritter und Vierter, aber endlich funktioniert es!“

Für Martin Pålsson war sein sechster Platz im Finalrennen der vierte Platz in der Gesamtwertung und bestätigte ihn und seine Crew aus Peter Lindh, Thomas Wallenfeldt und Gustav Gärdebäck als Korinthische Meister des Dragon Gold Cup 2021. Zweiter in der Corinthian Division wurde der Däne Frank Berg vor dem Deutschen Benjamin Morgen Dritter. Der Dragon Gold Cup bietet auch einen besonderen Wettbewerb für Nationalmannschaften namens Nations Cup. Drei Bootsteams für jede Nation werden basierend auf ihrer Endplatzierung im Eröffnungsrennen der Serie ausgewählt. Die Gewinner des Nations Cup 2021 sind das russische Team RUS76 Rocknrolla (Dmitry Samokhin), RUS35 Sunflower (Viktor Fogelson) und RUS27 Annapurna (Anatoly Loginov). In der Schenkungsurkunde steht, dass die Trophäe vom Steuermann des Teammitglieds mit der höchsten Gesamtplatzierung gehalten wird und somit der Nationenpreis mit Dmitry Samokhin nach Russland zurückkehrt.
Bei der Siegerehrung vor dem berühmten Gemeindesaal Societetshuset der Insel konnten die Segler nicht nur die Sieger grüßen, sondern auch den Einwohnern von Marstrand, den Mitarbeitern und Mitgliedern der Marstrand’s Segelsällskap, der Göteborgs Kungliga Segelsällskap und der Swedish Dragon Class, an den Race Officer Mattias Dahlström und sein Team sowie an die Event-Sponsoren Yanmar und die vielen unterstützenden Sponsoren und Lieferanten, die das Event möglich gemacht haben.
 
Als die Sonne endlich beim Dragon Gold Cup 2021 von Yanmar Martin Pålsson unterging, fasste Yanmar Martin Pålsson die Veranstaltung schön zusammen und sagte: „Zuerst zeigte Marstrand seine schlechte Seite, ich habe hier in meinem ganzen Leben noch nie so viele Tage an Land gesehen, aber endlich haben wir drei Tage mit super Segeln und wir haben alle Rennen gemacht und es waren Rennen in voller Länge. Die Race Officers und alle haben einen großartigen Job gemacht, das soziale Leben war trotz der COVID-19-Beschränkungen gut organisiert und hat Spaß gemacht und alles war großartig. Wir haben einige beeindruckende Segel von einigen jungen neuen Crews gesehen und wir haben gesehen, wie die korinthischen Teams insgesamt großartige Ergebnisse erzielt haben.“
 
Der Dragon Gold Cup 2022 findet vom 21. bis 26. August in Ostende, Belgien, statt, während das nächste große Ereignis im Internationalen Dragon-Kalender der Grand Prix von Italien und das Finale des Dragon European Grand Prix in Sanremo, Italien vom 26. 2021.
 
 
Gesamt-Top Ten
 
1.Platz  NED 412 – Troika – Pieter Heerema – 1, 2, 5, 3, 2, 4 = 17
2.Platz  POR 89 – Pedro Andrade – Petti Portugal – 2, 6, 8, 7, 6, 1 = 30
3. Platz  JPN 56 – David Gilmour – YRed – 13, 25, 2, 12, 5, 8 = 65
4.Platz  SWE 401 – Martin Pålsson – Nono – 14, 11, 9, 10, 25, 6 = 75
5.Platz  SWE 345 – Jan Secher – Miss Behaviour – 8, 27, 20, 5, 7, 9 = 76
6.Platz  SUI 311 – Magnus Holmberg – Sophie Racing – 20, 1, 30, 13, 9, 5 = 78
7.Platz  DEN 266 – Frank Berg – My Way – 28, 3, 14, 20, 4, 12 = 81
8.Platz  RUS 27 – Anatoly Loginov – Annapurna – BFD, 10, 1, 1, 1, 7 = 91
9.Platz  GER 1180 – Benjamin Morgen – Rosie – 12, 5, 33, 25, 3, 14 = 92
10.Platz  GER 1207 – Nicola Friesen – Khaleesi – 9, 8, 27, 16, 27, 10 = 97
 
Corinthian Top Five
 
1.Platz  SWE 401 – Martin Pålsson – Nono – 2, 3, 2, 2, 16, 1 = 26
2.Platz  DEN 266 – Frank Berg – My Way – 12, 1, 5, 6, 2, 3 = 29
3.Platz  GER 1180 – Benjamin Morgen – Rosie – 1, 2, 17 10, 1, 5 = 36
4.Platz  BEL 80 – Ben Van Cauwenbergh – FL4T OUT – 4, 8, 11, 1, 11, 9 = 44
5.Platz  RUS 35 – Viktor Fogelson – Sunflower – 7, 5, 9, 16, 4, 6 = 47
 
Click here for full resultsFurther details about the event can be found at www.goldcup21.com.
Drachen Gold Cup2021: Drei Tage ohne Rennen !

Drachen Gold Cup 2021: Drei Tage ohne Rennen !

Es ist selten, drei aufeinanderfolgende Renntage bei einer großen Segelmeisterschaft zu verlieren, und noch seltener, drei Renntage in der schwedischen Yachthauptstadt Marstrand zu verlieren, aber leider ist dies jetzt der Fall für den Dragon Gold Cup 2021, der von Yanmar ausgerichtet wird diese Woche von der Marstrands Segelsällskap und Göteborgs Kungliga Segelsällskap. Mit drei abgeschlossenen und drei kommenden Tagen ist dies der Mittelpunkt einer Meisterschaft, die mindestens vier Rennen erfordert, damit das Ergebnis gültig ist. Mit Meisterschaftsregeln, die sehr lange Strecken und maximal zwei Rennen pro Tag vorschreiben, ist nun der Druck groß, eine gültige Veranstaltung zu erreichen und in den verbleibenden drei Tagen mindestens vier Rennen zu fahren.

Für die 70 Mann starke Flotte beginnen sich die Frustrationen zu zeigen. Nach dem Verlust fast des gesamten internationalen Programms 2020 und Anfang 2021 aufgrund von COVID-19-Beschränkungen und dem enormen Arbeitsaufwand, der erforderlich war, um diese Regatta zu ermöglichen und die Teams hierher zu bringen, um mit solch außergewöhnlichem Sommerwetter konfrontiert zu werden, in ein Austragungsort, für den es normalerweise außergewöhnlich gute Rennbedingungen gibt, ist eine bittere Pille. Es ist auch eine große Enttäuschung für die schwedische Drachenflotte, deren Freiwillige so viel Zeit und Mühe investiert haben, um die Regatta erneut in ihr Land zu bringen.

Aber Dragon-Segler sind von Natur aus ein robuster und optimistischer Haufen und das äußerst erfahrene Marstrand-Rennmanagementteam ist entschlossen, alles in seiner Macht Stehende zu tun, um mindestens die erforderlichen vier Rennen zu erreichen. Zu diesem Zweck wird am vierten Tag um 09:00 Uhr das erste Signal für den Renneinsatz sein, so dass ein sehr früher Start für alle bevorsteht. Die Vorhersage geht derzeit von segelbaren Winden früher am Tag aus, die im Laufe des Nachmittags zunehmen werden, und das Komitee möchte alle früh flott machen, in der Hoffnung, dass sie zwei anständige Gold Cup-würdige Rennen in voller Länge fahren können, bevor der Wind zu stark zunimmt.

Glücklicherweise ist Marstrand eine entzückende Stadt, um die Stunden zu verbringen, und es ist großartig, die Kameradschaft der Matrosen zu beobachten und die Art und Weise zu sehen, wie die alten Hasen die jüngeren Crews unterstützen, während jeder seinen eigenen Weg findet, mit der Frustration und Langeweile umzugehen der Situation und bleiben positiv.

Ein besonders positives junges Team ist die Crew der DEN413 Lady in Red vom Royal Danish Yacht Club. Dieses junge Team besteht aus dem dänischen Matchracer, Miteigentümer und Steuermann Felix Jacobsen, dem 49er-Segler und Miteigentümer Jacob Meesenburg und dem Hochleistungs-Kielboot-Spezialisten Mads Christian Taatø. Eher an asymmetrisches Hochgeschwindigkeitssegeln gewöhnt, erklärte Mads die Attraktivität der Dragon für sie mit den Worten: „Wir wollten etwas Neues ausprobieren, etwas, das nicht nur ständig hohe Leistung bietet, sondern etwas taktischer und technischer.“

Ihre von Royal Dänische gebaute Dragon hat eine interessante Hintergrundgeschichte, da sie vor vier Jahren von Ihrer Majestät Königin Margrethe II. Als die Jungs das Boot von ihrem ursprünglichen Besitzer kauften, waren sie versucht, sie in das berühmte Chris De Burgh-Lied umzubenennen, nach dem sie für ihre jungen Ohren so altmodisch klang. Aber wenn eine Queen Ihr Boot getauft hat, wäre es unhöflich, ihren Namen zu ändern, und so haben die Jungs den Klassiker lieben gelernt und ein spektakuläres modernes neues Logo entworfen, das sie stolz auf dem Boot und ihrer Crew-Ausrüstung zeigen. Dieses talentierte Team hat viel Potenzial und es wird großartig sein zu sehen, wie es sich gegen die Flotte im Allgemeinen und die korinthischen Spitzenteams im Besonderen schlägt, wenn die Rennen endlich beginnen können.

 

Mit drei weiteren Tagen, in denen der Dragon Gold Cup 2021 von Yanmar abgeschlossen ist, wird die Rennleitung alles in ihrer Macht Stehende tun, um so viele Rennen wie möglich durchzuführen, ohne die Rennqualität zu beeinträchtigen. Am vierten Tag werden die Crews um 9:00 Uhr auf der Rennstrecke starten, um zu den hoffentlich zwei Rennen zu starten. Die Wettervorhersage sagt für später am Nachmittag stärkeren Wind aus, aber am Donnerstag und Freitag viel leichtere Winde, so dass das Glück auf jeder Seite sein kann und das Minimum von vier oder mehr Rennen problemlos noch gefahren werden kann. Weitere Details zur Veranstaltung finden Sie unter www.goldcup21.com.

Drachen: Dragon Gold Cup 2021 in Marstrand Schweden mit 78 Teams aus 17 Nationen

Drachen: Dragon Gold Cup 2021 in Marstrand Schweden mit 78 Teams aus 17 Nationen, 17 Teams aus Deutschland

14. August 2021 – Marstrand, Schweden – 78 Teams aus 17 Nationen ganz Europa und sogar aus Japan und Australien sind in Marstrand, Schweden, angekommen, um um den International Dragon Gold Cup von Yanmar zu kämpfen, der vom 15. bis 20. August ausgetragen wird. Der Gold Cup 2020 musste aufgrund von COVID-19 abgesagt werden, aber dank viel harter Arbeit, sorgfältiger Planung und enger Zusammenarbeit mit der schwedischen Regierung und den Tourismusbehörden wurden die Marstrands Segelsällskap, Göteborgs Kungliga Segelsällskap und der Swedish Dragon Association in der Lage, einen COVID-19-sicheren Gold Cup 2021 zu schaffen, der es dieser schönen 92-jährigen jungen Klasse ermöglichen wird, erneut auf der internationalen Bühne zu glänzen.

Für die teilnehmenden Teams war die zweijährige Pause zwischen den Veranstaltungen frustrierend. Viele konnten weiterhin regionale Rennen fahren, aber die meisten haben den Schnitt und den Schub des großen internationalen Wettbewerbs verpasst. Endlich hat das Warten jedoch ein Ende und die Flotte ist bereit und erpicht darauf, diese berühmte Trophäe aus den Händen ihres derzeitigen Inhabers, Pedro Andrade aus Portugal, zu schnappen. Aber Pedro wird seinen Titel mit Entschlossenheit verteidigen und ist mit einem brandneuen Boot gut vorbereitet, um ihm die bestmögliche Chance zu geben, sich von der Konkurrenz abzusetzen.

Zu den Herausforderern zählen der amtierende Dragon-Weltmeister Andy Beadsworth und sein Provezza-Dragon-Team, der Russe Anatoly Loginov, der hofft, zum zweiten Mal seinen Namen in die Trophäe aufzunehmen, und der Russe Dmitry Samokhin, der frisch vom Sieg beim jüngsten dänischen Dragon . kommt Grand Prix in Dragør und muss hoffen, nach mehreren Beinahe-Fehlern endlich auf dem Siegertreppchen des Gold Cups zu stehen. Der Niederländer Pieter Heerema wurde sowohl bei den Gold Cups 2018 als auch 2019 Zweiter und muss hoffen, dieses Jahr die Braut und nicht die Brautjungfer zu sein. Andere bekannte Dragon-Namen, nach denen man an der Spitze der Flotte Ausschau halten sollte, sind der Däne Jens Christensen mit der Crew von World Sailing Past President Kim Andersen und die Gold-Cup-Gewinner-Crew Christian Videbaek, während die deutsche Flotte eine sehr starke Herausforderung darstellt, darunter Dirk Pramann Segeln mit Marcus Koy, Nicola Friesen Segeln mit Vincent Hoesch und der stets konkurrenzfähige Stephan Link, der Michael Lipp dabei hat.

An der Seite der etablierten Dragon-Teams treten einige neue Nachwuchsstars aus der Dinghy- und Matchracing-Welt an. Aus Australien kommt Torvar Mirsky, der World Match Racing Champion von 2017, der erst Anfang dieser Saison der Dragon-Flotte beigetreten ist und sich auf seinen ersten Gold Cup freut in der Nähe der Insel. Da der Dragon Gold Cup Kurs sehr lang sein muss, segeln wir weit hinaus, und ich merke jetzt, dass es ziemlich viel Strömung gibt, der Seegang sehr rau sein wird und die vorherrschenden Winde von großen Fronten und Druck diktiert werden Systeme von außen kommen, also wird es sehr interessant, besonders [mit der Prognose] diese Woche.“ Ebenfalls aus Australien kommt Sam Gilmour, der normalerweise für seinen Vater Peter in der von Yanmar gesponserten Y-Red Dragon fährt. Diesmal ist Peter zu Hause geblieben und Sam wird das Ruder von Y-Red übernehmen, bemannt von seinem 49er-Segelbruder David und dem enorm erfahrenen Yasuhiro Yaji. Peter und das Y-Red Team haben beim letzten Gold Cup Bronze geholt. Können die Youngsters dieses Mal die alte Garde schlagen?

Auch die korinthische All-Amateur-Division wird heiß umkämpft, wobei der Schwede Martin Pålsson und der Deutsche Benjamin Morgen zu den Favoriten zählen. Für Pålsson ist Marstrand Heimat, wird ihm das also die Oberhand geben? Für Samstag, den 14. August war ein Warm-up-Rennen geplant, aber leider mussten starke Winde und große See das Rennen aufgeben und stattdessen konnten die Crews ihre Boote in Ruhe fertig vorbereiten und die herzliche Gastfreundschaft genießen, für die Schweden berühmt ist . Der Wind soll für den ersten Renntag am Sonntag etwas nachlassen, aber recht stark bleiben, sodass die Frage für die Rennleitung lautet, ob sich der Seegang ausreichend gemildert hat, um das Rennen zu ermöglichen. Wenn ja, startet das erste Rennen um 13.00 Uhr und wird am Abend von einer spektakulären Eröffnungsfeier im berühmten Carlstens Fästning Fort der Insel gefolgt.

Die Meisterschaftsrennen werden von Sonntag, 15. August, bis einschließlich Freitag, 20. August, mit insgesamt sechs Rennen geplant. Neben dem Gold Cup selbst werden die Teams auch um den Nations Cup für die führende Nationalmannschaft kämpfen, die Corinthian Gold Cup Trophy, die an die leistungsstärkste Amateurmannschaft geht, den Silver Cup, der an das Ruder vergeben wird, der genau zur Hälfte im Ziel ist die Rangliste und die Borge Børresen Memorial Trophy für den Sieger des ersten absolvierten Rennens. Die Organisatoren werden von einer Vielzahl großzügiger Sponsoren unterstützt, darunter Titelsponsor Yanmar, Henri-Lloyd, Champagne Taittinger, Vontobel, Polestar, X-Shore, Vinn*, Gaustatoppen, TNG Swiss Watches, West Sweden Tourist Board, North Sails, Liros, Garmin, Petticrows, PS Rigging, Marstrandsföretagarna, Marstrands Havshotell, Rutgerson, EBECO, Klockmaster Hansson, Renova, Strandverket Café & Butik, MGB StarBridge, braBil und Ackert. Weitere Details zur Veranstaltung finden Sie unter www.goldcup21.com. Medienvertreter, die an der Veranstaltung teilnehmen möchten oder weitere Informationen benötigen, wenden sich bitte an die IDA-Pressebeauftragte Fiona Brown unter fiona.brown@fionabrown.com

ENTRIES

Entry #Sail numberBoat nameHelmsman Sailing club
1SWE 325ScyllaPetterAxelssonCarlsborgs Segelsällskap
2SWE 401NonoMartinPålssonGKSS
3GER1055SkuggaAxelWildeYCRE
4GER 1207KhaleesiNicolaFriesenNRV
5SWE 354MaverickHansEckerströmMarstrands Segelsällskap
6SWE 407Wild IrisBjörnPalmquistGKSS
7DEN 417Déjà VuBo SejrJohansenHornbaek
8GER 1058Sabine IVKai-MichaelSchaperMYC
9SWE 408Vanity 3MartinLarssonMarstrands Segelsällskap
10GER 1227CasaarWolfgang R.BaysYCRE
11GER 21SapphireJanWoortmanNRV
12AUT 204Diavel IIIChristophSkolautUYC Mo
13SUI 313FreeDirkOldenburgSNST
14SWE 389White DragonStenOttanderGKSS
15GER 883SpassgesellschaftDr. StephanSchuetzeNorddeutscher Regatta Verein
16SWE 406FurieUrbanRistorpSTSS
17SWE 379RaffaPeterHjörneGKSS
18BEL 82HerbieXavierVannesteRoyal North Sea Yacht Club
19DEN 410Out of BounceJensChristensenKDY/HS
20SWE 393MingJacobWallenbergKSSS
21GER 16IngridDirkPramannVSaW
22NOR 293Daddy’sJørgen AndreasPaulsenBundefjorden Seilforening
23GER 62Desert HollyStephanLinkBYC
24BEL 88White PearlGuyCelisRoyal Yacht Club of Belgium
25FIN 94Lady-XMaxJohanssonNJK
26GER 1111IskareenArntBruhnsNorddeutscher Regatta Verein
27DEN 266My WayFrankBergHellerup Sejlklub
28SWE 405BlueSHansJohanssonStenungsunds Segelsällskap
29SWE 402GalantJanStrömbeckGKSS
30SWE 400Dancing QueenJohan H.LarsonKSSS
31SWE 291SofiaHenrikLarssonMarstrands Segelsällskap
32DEN 404CharlotteKlausRasmussenDragør Sejlklub
33SWE 395MajaChristerDahlstrandMarstrands Segelsällskap
34GER 1151PuckDr. PhilipDohseNRV
35SWE 359LeiMattiasFrodeMarstrands Segelsällskap
36SWE 345Miss BehaviorJanSecherMarstrands Segelsällskap
37NOR 281IcecubeSteinarBasbergFredrikstad Seilforening
38SWE 391MerindaMattiasJonssonKSSS
39SWE 404High TimesKarl-GustafLöhrKSSS
40DEN 322GraceSørenMortensenFrederikshavn
41GER 1080SuperleggeraJohann F.WallerSC St. Moritz
42SWE 306Bavarian BlueJensHolmGKSS
43SWE 409PilsnerHenrikJörhovMalmö SS
44GER 1180RosieBenjaminMorgenNRV
45SWE 194GalejanJohanPalmquistGKSS
46SWE 375EnterpricePeterKolniGKSS
47RUS 76RocknrollaDmitrySamokhinYCS
48DEN 411African QueenJørgenSchönherrKøge Sejlklub
49TUR 1212Provezza DragonAndyBeadsworth 
50SUI 296AristonJustusKniffkaNRV
51BEL 80FL4T OUTBenVan CauwenberghRYCB/YCRE
52RUS 27AnnapurnaAnatolyLoginovYCC
53NED 374JeannetteLaurensvan SwaayWSV Zierikzee
54SWE 390KatlaPerGabrielssonMarstrands Segelsällskap
55GER 1078TroikaHannesHolländerNRV Norddeutscher Regatta Verein
56UAE 58Desert StormJeroenLeenenDOSC
57GER 1203RoccoMaximilianDohseAPC/ NRV
58SWE 213Da Capo XXVLasseMolseGKSS
59GER 1199T&DPiaMatscherothETUF
60SWE 403SjöörökPer-ErikJohanssonHjuviks Båtklubb
61NED 385FriendshipRemyKokKWV De Kaag
62NED 412TroikaPieterHeeremaRYC de Kaag
63JPN 56YRedPeterGilmourYSMYC
64GER 1239Funky BusinessGoetzLeimkuehlerYCRE
65FIN 98AmaronaHenri HemaVirkkunenNJK
66AUS 551YeahNahTorvarMirskyRoyal Freshwater Bay Yacht Club
67FRA 434Taki TakiJean-PierreBarjonYCC
68UAE 16Desert EagleHendrikWitzmannVSaW
69RUS 34To be continuedVasiliySenatorovPirogovo
70SWE 341NannaJonasWahlströmKSSS
71GER 1136RhalaAndreSchentenETUF
72POR 81MercuryPedroRebelo de AndradeClube Nautico de Tavira
73EST 7HeraAndresAavikKJK
74RUS 35SunflowerViktorFogelsonPirogovo
75SUI 311Sophie RacingHugoStenbeckSNG
76DEN 323CamillaFrederikBergHellerup Sejlklub
77DEN 413Lady RedFelixJacobsenKDY
78SWE 339PhilenGunnarÅbergKarlstad Segelsällskap